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Aktuelles

Heute, am 24. Oktober, hat der Chef des Bundeskanzleramts, Ronald Pofalla, die Initiative „Hebammen für Deutschland“ zum Thema „flächendeckende...

So viel Einigkeit gibt es bei Politikern selten. Bei der Abschlussveranstaltung der zweitägigen Delegiertentagung der niedersächsischen Hebammen in...

Die Sommerpause ist im EU-Parlament beendet.

Die drei beteiligten Ausschüsse haben ihre Berichte zu den Vorschlägen der EU-Kommission zur...

Krankenkassen verweigern weitere Verhandlungen – wieder empörte Hebammen auf der Straße.

Zurzeit steht vor dem Landgericht Dortmund eine Hebamme vor Gericht, die sich wegen Totschlags verantworten muss. Der DHV gibt zu dem Prozess keine...

Pränatale Diagnostik, Künstliche Befruchtung, neue Familienstrukturen: Gesellschaftliche Vorstellungen und auch rechtliche Aspekte rund um das Thema...

 

Das soll alles gewesen sein?

Aus Erfahrung die Zukunft gestalten

Fachleute sind sich einig, dass Stillen das Beste für Mütter und Babys ist. Stillen über die Säuglingszeit hinaus wird dagegen heute oft kritisch...

Hebammentag

Der Hebammentag findet jedes Jahr am 5. Mai statt. Aktionen und Infoveranstaltungen weisen weltweit auf den Wert von Hebammenarbeit hin.
 

In einer mehr als angespannten Situation in den Kreißsälen in Deutschland ist allenthalben von Klinikleitungen zu hören, sie würden gerne Hebammen einstellen, es gäbe nur einfach nicht genug von ihnen. Ist die Antwort so einfach? Ist die Lage in der Geburtshilfe so prekär, weil es nicht genug Hebammen gibt?

Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Deutschen Hebammenverbands anlässlich des Welt-Hebammentags am 5. Mai heben diese Behauptung aus den Angeln. Wir fragten unsere Mitglieder, ob sie auf folgende Aussage mit Ja oder Nein antworten würden: "Wenn die Eins-zu-eins-Betreuung der Frau garantiert ist, ich nur Hebammentätigkeit ausführen muss und hebammengeleitete Geburtshilfe nicht nur leere Worte sind, dann arbeite ich (wieder/mehr) im Kreißsaal. Dann kann man auf mich zählen!"

3.500 Hebammen haben sich an dieser Umfrage beteiligt; davon haben rund 2.700 mit JA geantwortet. Sie alle sagen Ja zum Arbeitsplatz Klinik – jedoch nur, wenn vieles sich ändert!

"2700 Hebammen haben angegeben, sofort wieder und auch mehr im Kreißsaal arbeiten zu wollen, wenn sich die Rahmenbedingungen verbessern. Ein deutlicher Appell. Wir fordern deshalb Verantwortliche in Politik und Kliniken auf, die Sicherheit und Qualität in der klinischen Geburtshilfe nicht weiter aufs Spiel zu setzen, sondern endlich einen Paradigmenwechsel herbeizuführen", so DHV-Präsidentin Ulrike Geppert-Orthofer. "Menschwerden muss in Deutschland unter menschlichen und höchsten Standards möglich sein. Denn schließlich ist es nicht egal, wie wir geboren werden."

Dass die Regierung Verbesserungen angekündigt hat, ist aus DHV-Sicht ein erster Schritt, doch jetzt müssen Taten folgen. Mit ihrer Beteiligung an der Umfrage haben uns die Teilnehmenden ein kraftvolles Argument an die Hand gegeben. In der Folge werden wir die Stimmen nutzen und mit Politiker*innen und Klinikleitungen in Kontakt treten. Wir haben starke Argumente, um die Umsetzung der im Koalitionsvertrag vorgesehenen Hebammen-Themen voranzutreiben und endlich eine Eins-zu-eins Betreuung in den Kliniken zu erreichen.

Jede Hebamme zählt!

Daten und Fakten zur Umfrage sowie Informations- und Aktionsmaterial finden Sie auf www.unsere-hebammen.de

Über 1000 Hebammen haben im Rahmen der Umfrage nicht nur ihre Stimme abgegeben, sondern auch die Gelegenheit für ein persönliches Statement genutzt. Entstanden ist ein Zeitdokument aus der Lebenswelt der Hebammen, die an der Umfrage teilgenommen und mit Ja geantwortet haben. Ihre Worte rütteln auf, berühren und bleiben hängen. Nehmen Sie teil und hören Sie sich in unserer Soundcloud an, was Hebammen zu sagen haben.

Zuletzt geändert am 03.05.2022