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Die Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie haben auch für die Geburtshilfe weitreichende Folgen. So werden Frauen dazu...

Freiberuflich tätige Hebammen können während der Covid19-Pandemie zeitlich befristete Zuschläge zu den Materialpauschalen erhalten.

Deutscher Hebammenverband bekundet Solidarität mit Hebammen und Pflegenden weltweit

Die Corona-Krise zeigt es deutlich: Die Arbeit der Hebammen bei der Betreuung von Schwangeren, Müttern und ihren Kindern wird bei Verordnungen auf...

Deutscher Hebammenverband und Deutscher Ärztinnenbund fordern Ausnahmeregelungen für Begleitpersonen

Durch eine neue Rechtsverordnung, die am 7. April 2020 beschlossen wurde, ergeben sich erhebliche Veränderungen im Arbeitszeitgesetz für Angestellte...

Die maßgeblichen Hebammenverbände und der GKV-Spitzenverband haben sich auf neue Kriterien für Geburten bei gesetzlich versicherten Schwangeren im...

Deutscher Hebammenverband zur Corona-Pandemie

Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht mit Hinweisen und weiterführenden Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus.

Freiberufliche Hebammen erhalten für den Aufwand, der ihnen durch die Betreuung und Anleitung von Studierenden entsteht, im Rahmen der neuen...

Welthebammentag 2021

Die Daten sprechen für sich: Investiert in Hebammen! Schlechte Bezahlung, unattraktive Arbeitsbedingungen, dringend notwendige Nachbesserungen bei der Akademisierung der Hebammenausbildung und zu wenig Studienplätze:

In Anlehnung an das Motto „Die Daten sprechen für sich: Investiert in Hebammen!“ des Internationalen Welthebammentages am 5. Mai weist der Deutsche Hebammenverband auf alarmierende Zahlen zur Situation der Hebammen in Deutschland hin und fordert die Politik im Wahljahr zum Handeln auf. Weg und Ziel sind längst definiert: Damit die Betreuung der Frauen und Familien flächendeckend auf höchstem Niveau stattfinden kann, müssen Hebammen ihren Beruf unter guten und für alle fairen Bedingungen ausüben können. Investitionen in angemessene Löhne, einen höheren Stellenschlüssel in Kliniken und eine zukunftsorientierte akademische Ausbildung sind unumgänglich.

Qualität der Geburtshilfe steigern – Hebammen stärken!

Laut WHO verbessert eine gute Hebammenversorgung 50 mütterliche und kindliche Gesundheitsfaktoren. Ein Großteil davon wird in Deutschland gar nicht erhoben. Das muss sich ändern. Das IGES-Gutachten zur stationären Hebammenversorgung im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums zeigt den Investitionsbedarf seit 2019 auf: Die Arbeitsbelastung von Hebammen in vielen Kliniken ist seit Jahren kaum noch zu bewältigen. Ein Großteil der Hebammen arbeitet bereits in Teilzeit, andere wollen ihren Beruf sogar aufgeben. Die Anzahl der fachfremden Tätigkeiten steigt, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nicht gegeben, das Einkommen gemessen an der Verantwortung und Belastung nicht angemessen.

Die Arbeitssituation ist vielerorts prekär und der Hebammenmangel bereits seit Jahren bekannt. Das u. a. im Nationalen Gesundheitsziel „Gesundheit Rund um die Geburt“ und in der S3-Leitline „Vaginale Geburt am Termin“ erklärte Qualitätsziel der Eins-zu-eins-Betreuung ist so nicht erreichbar. „Nur, wenn eine Hebamme sich voll und ganz auf eine Geburt konzentrieren kann, ist eine optimale Betreuung von Gebärenden und Kindern gegeben“, betont Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, seit langem. „Wir fordern zum Internationalen Hebammentag 2021 deshalb eine bessere Vergütung, ausreichend Studienplätze und dringend einen erleichterten Zugang zum Bachelorgrad für altrechtlich ausgebildete Hebammen“, so Geppert-Orthofer.

Genügend Ausbildungsplätze und Gleichwertigkeit der Ausbildung für einen nachhaltigen Stellenschlüssel

Um die Versorgung mit Hebammenhilfe langfristig sicherzustellen, braucht es ausreichend gut ausgebildete Fachkräfte. Ein wichtiger Baustein hierfür ist die seit über einem Jahr beschlossene Akademisierung des Hebammenberufes. Aktuell stehen jedoch noch nicht genügend Studienplätze zur Verfügung.

Die Akademisierung darf sich außerdem nicht nachteilig auf die Hebammen auswirken, die nach dem klassischen Modell an Berufsfachschulen ausgebildet wurden und teilweise noch bis 2027 werden. Diese stellen auf nicht absehbare Zeit die große Mehrheit der aktiv tätigen Hebammen dar. Um auch ihnen berufliche Perspektiven zu bieten, muss ihre Qualifikation durch eine faire Übergangslösung anerkannt und mit akademisch ausgebildeten Hebammen gleichgestellt werden.

Aufruf zur Mitmachaktion: „Bewegt Euch für die Hebammen!“

Unter dem Motto „Investiert in Hebammen! Mit ihnen läuft’s besser!“ lädt der DHV am 5. Mai in vielen Städten dazu ein, für Hebammen an den Start zu gehen und sich z. B. beim Laufen, Fahrradfahren, Walken oder Skaten zu fotografieren.

Unter den Hashtags #welthebammentag2021 und #unersetzbar setzen sie so auf Instagram oder Facebook ein Statement für die Wertschätzung und Verbesserung der Hebammenarbeit!

JuWeHen und Walk of Care: #gibuns5 und #unersetzbar

Auch die Jungorganisation „JuWeHen“ des Deutschen Hebammenverbandes ist am 5. Mai aktiv: Gemeinsam mit dem Walk of Care, einem Verbund junger Arbeitnehmer*innen im Pflege- und Gesundheitssektor, veranstalten junge und werdende Hebammen am Welthebammentag 2021 um 16 Uhr eine Kundgebung vor dem Bundesministerium für Gesundheit in Berlin. Unter dem Motto #gibuns5 werden seit September 2020 jeden Mittwoch Pflege- und Gesundheitsthemen in den Bundestagswahlkampf getragen – am 5. Mai sind es die Themen der Hebammen: #unersetzbar

Weitere Informationen zur Kampagne des Deutschen Hebammenverbandes zum
5. Mai 2021 finden Sie auf unserer Kampagnenseite "Unsere Hebammen".

Alles Wissenswerte zum Internationalen Hebammentag und darüber hinaus auf der Seite "International Confederation of Midwives" (ICM).

Zuletzt geändert am 14.09.2021