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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Geburtshilfe stärken

Gute Geburtshilfe darf kein Glücksfall sein - sie muss die Regel werden

Frauen und Neugeborene können in Deutschlands Kreißsälen zunehmend nur noch unzureichend versorgt werden. Von Jahr zu Jahr beobachtet der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) eine Verschlechterung. Eine stetige und persönlich zugewandte Betreuung von Frauen während der Geburt ist in Deutschland mittlerweile eher ein Glücksfall als die Regel. Hebammen in Deutschland betreuen inzwischen dauerhaft mehr als doppelt so viele Gebärende wie Hebammen in anderen europäischen Ländern. Teils betreut eine einzelne Hebamme fünf oder mehr Gebärende gleichzeitig.

Der Hebammenverband fordert deshalb nachhaltige politische Maßnahmen wie ein Hebammen-Sonderstellenprogramm für mehr Personal im Kreißsaal, eine bessere ambulante Notfallversorgung sowie Maßnahmen für ein gutes Fehlermanagement und bessere interprofessionelle Zusammenarbeit im Kreißsaal und hat dazu Eckpunkte für ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz entwickelt.

„In der Geburtshilfe muss wieder der Mensch im Mittelpunkt sein. Frauen benötigen eine individuelle und zugewandte Betreuung rund um die Geburt. Hebammen brauchen bessere Arbeitsbedingungen. Wir fordern deshalb einen Wandel in der Geburtshilfe und entschiedene politische Maßnahmen“, meint Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e. V.

Unsere Forderungen für eine gute Geburtshilfe lesen Sie in unserem aktuellen Vorschlag für ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz.

Der Hebammenverband hat mit 12 Thesen für eine gute Geburtshilfe auf den Punkt gebracht, was diese ausmacht – zum Beispiel Achtung und genügend Zeit.

Die Basis dafür ist unsere Ethik für Hebammen.

Wir haben außerdem nachgefragt bei Eltern, was für sie gute Geburtshilfe bedeutet. Dabei sind spannende Einsichten und Meinungen entstanden.

Warum benötigen wir Hebammen für eine gute Geburtshilfe? Welchen Wert hat Hebammenarbeit? Lesen Sie dies in unserem Argumentarium nach.

 

14. Februar 2019

Zuletzt geändert am 14.02.2019