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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Laurischk: Mütter und Kinder schützen - Babyklappe in der Kritik

Babyklappen sind kein Modell der Zukunft. Das erklärt die Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und FDP-Bundestagsabgeordnete Sibylle Laurischk zum zehnjährigen Bestehen der so genannten Babyklappe.

Quelle: Pressemitteilung der FDP Bundestagsfraktion vom 8. April 2010

Babyklappen sind kein Modell der Zukunft. Die so genannte Babyklappe
ermöglicht Müttern und anderen Personen Neugeborene und Babys anonym
abzugeben. Vor zehn Jahren wurde die erste Babyklappe in Hamburg
eingerichtet mit dem Ziel, Kindstötungen zu verhindern. Heute zeigt sich,
dass es keine Hinweise darauf gibt, dass Babyklappen tatsächlich Leben
retten. Die Abgabe eines Kindes löst die Probleme meist nicht, Mütter
brauchen vielmehr Schutz und Unterstützung in einer Notsituation. Deshalb
muss das Versorgungsnetz für Schwangere, Mütter und Kinder gefestigt werden. Einen schleichenden Abbau von gut funktionierenden, bestehenden Beratungs- und Betreuungsstrukturen darf es nicht geben.
 
Freiberufliche Hebammen werden ihren Beruf zukünftig kaum noch ausüben können. Seit Jahren steigen die Versicherungsbeiträge für freiberufliche Hebammen, sie müssen aufgrund dieses Kostendrucks aus ihrem Beruf aussteigen. So verlieren Frauen schon in der Schwangerschaft Ansprechpartner, die geschult sind, auch eine psychische Notsituation zu
erkennen und Hilfe zu bieten. Diese Art von vertrauensvoller Hilfe ist eine
funktionierende Alternative und braucht politische Unterstützung.
 
Kontakt

Sibylle Laurischk, MdB und Vorsitzende des "Familienausschuss"
Rechtsanwältin
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon: 030/227-72061
Telefax: 030/227-76062
sibylle.laurischk(at)bundestag.de

Zuletzt geändert am 14.06.2021