Deutsch English

DHV-Kampagne 2021 - hier Material und Wahlprüfsteine herunter laden

Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Hebammen erwarten endlich konkrete Zusagen aus dem Gesundheitsministerium

Um auf die unzureichende Versorgung mit Hebammenhilfe hinzuweisen, gehen die Hebammen am 5. Mai wiederholt auf die Straße. Auf Spruchbändern und Transparenten sind die die 5 wichtigsten Forderungen zu lesen, die  in Anlehnung an die weltweiten gesundheitspolitischen Entwicklungsziele als die „deutschen Big Five“ bezeichnet werden. Damit appellieren die Hebammen an die Politik und die Krankenkassen und fordern:

1. Einen würdevollen Start ins Leben

2. Ein bedingungsloses JA zur normalen Geburt

3. Die freie Wahl des Geburtsortes

4. Bessere Arbeitsbedingungen

5. Hebammenhilfe für alle Frauen

Seit Monaten wartet der Deutsche Hebammenverband auf die Umsetzung der Zusagen, die Minister Rösler den Hebammen gegeben hat. Außer der Ausschreibung zur Datenerhebung zur Einkommens- und Kostensituation der freiberuflichen Hebammen wurde die letzten Monate nichts Erkennbares auf den Weg gebracht. Mit einem Ergebnis ist bei diesem Zeitverlauf noch lange nicht zu rechnen, obwohl dieses für die Hebammen für Ihre Verhandlungen mit den Krankenkassen dringend benötigt wird.

„Was ist aus der Zusage des Ministers geworden, die steigenden Kosten für die Berufsausübung, wie z. B. die Haftpflichtgebühren, auf der Einnahmenseite zu berücksichtigen? “, fragen die um ihre Existenz kämpfenden Hebammen.

Auch in Sachen Übertragung der Hebammenleistungen aus der Reichsversicherungsordnung (RVO) ins Sozialgesetzbuch ist nichts Entscheidendes geschehen und bei der Nennung der Eckpunkte zum neuen Versorgungsgesetz bleiben Hebammen unverständlicherweise als Leistungserbringerinnen unerwähnt.

„Spekuliert Minister Rösler auf die Verfallszeit der öffentlichen Wahrnehmung zu Gunsten der Hebammen?“, fragt Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes. „Sicher ist, dass der deutsche Hebammenverband nicht locker lassen wird. Wir werden für das Recht einer guten geburtshilflichen Versorgung aller Frauen, für die Erhaltung der Wahlfreiheit des Geburtsortes der schwangeren Frauen und für die Existenzsicherung unseres Berufsstandes weiter kämpfen“, so die Präsidentin.

Liste der Aktionen zum 5. Mai unter www.hebammenverband.de

Kontakt: Dr. Edith Wolber, Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes Telefon 06226 – 429400, Mail: wolber(at)hebammenverband.de

Zuletzt geändert am 14.06.2021