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Solidarität

Aus aktuellem Anlass

Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Deutscher HebammenVerband erhält den Branchenpreis für das Gesundheitswesen

Am 7. Juli wurde der Deutsche HebammenVerband (DHV) in Hamburg mit dem Branchenpreis für das Gesundheitswesen ausgezeichnet und ist Sieger 2011 in der Kategorie " Lobbying / Interessenvertretung im Gesundheitswesen". Somit hat der DHV einen 'dfg Award 2011' erhalten und wurde ausgezeichnet "für das erfolgreiche Lobbying und das Aufzeigen eines gefährdeten Berufsstandes"! (Originaltext der Siegerurkunde)

Quelle: LetV-Verlag

Gemeinsam mit Dagny Misera, Beauftragte für Lobbyarbeit und public affairs im DHV, hatte ich die Ehre und Freude, die Urkunde für den Deutschen HebammenVerband entgegen zu nehmen.

„Dieser Sieger, meine Damen und Herren, konnte wie kein anderer Ausgezeichnete am heutigen Abend, die abgegebenen Stimmen am einheitlichsten auf sich vereinen. Über zwei Drittel der stimmberechtigten Leserinnen und Leser des dfg und A+S aktuell haben in dieser Kategorie für den Deutschen Hebammenverband gestimmt – und somit haben wir einen wirklich eindeutigen Sieger!“

Mit diesen anerkennenden Worten leitete Wolfgang G. Lange, Geschäftsführer der MC.B Verlag GmbH sowie Gastgeber und Organisator des dfg Awards, nach Öffnung des versiegelten Umschlages und Bekanntgabe des Deutschen HebammenVerbandes als Sieger in seiner Kategorie zur Urkundenverleihung über. Diese wurde von Erika Ober als Jurymitglied und Wolfgang Lange überreicht.

Anschließend hielt Erika Ober, nicht nur Jurymitglied, sondern selbst Gynäkologin und ehemalige Bundestagsabgeordnete, eine mit sehr wertschätzenden, engagierten und klaren Worten gefüllte Laudatio. Sie erwähnte deutlich das Ungleichgewicht zwischen unserem Einkommen und unseren Ausgaben, wie etwa die sehr gestiegenen Haftpflichtprämien, und fand genauso lobende und ermutigende Worte für unsere beharrlichen Bemühungen zur Schaffung adäquater Rahmenbedingungen zur Ausübung unseres Berufes.

Liebe Kolleginnen, nur wir ALLE GEMEINSAM konnten auch diesen Erfolg verbuchen!

Es ist für uns alle befriedigend, von unterschiedlichsten Seiten rückgemeldet zu bekommen, dass unsere aller Bemühungen nicht ungehört verhallen!

Wir durften diesen Preis stellvertretend entgegennehmen - einerseits für die effektive und schnelle Kampagnengruppe unseres Verbandes und andererseits für alle Mitgliedshebammen des Deutschen HebammenVerbandes die, wie dieser Preis auch zeigt, es wunderbar und beispiellos geschafft haben, die Unwägbarkeiten der Ausübung des Hebammenberufes durch kreative und vielfältige Aktionen sichtbar zu machen.

Ein Meilenstein am Beginn des Weges, auch zu dieser Auszeichnung, war eine der bisher erfolgreichsten Online-Petitionen in der Geschichte der Bundesrepublik. Diese E-Petition des Deutschen HebammenVerbandes hat auch unsere kühnsten Erwartungen übertroffen: nach Ablauf der Zeichnungsfrist konnten wir rund 106.000 elektronische und gut 191.000 schriftliche Zeichnungen verbuchen, sowie 753 Diskussionsbeiträge, zahlreiche Aktionen, Gespräche mit der Politik und den Ministerien, und dies war letztes Jahr wahrlich nur ein Auftakt - jedoch, einer mit Paukenschlag!

Danach folgten bis heute viele unterschiedliche Aktionen des DHV und seiner Landesverbände mit ihren Mitgliedern, quer durch unsere ganze Republik, in denen wir auf vielfältiger Weise unsere Forderungen und Notwendigkeiten zum Ausdruck brachten.

So habe ich es auch in meiner Dankesrede nicht versäumt und deutlich benannt, dass der Deutsche HebammenVerband Politik und Krankenkassen auffordert, Arbeitsbedingungen für Hebammen zu schaffen, die der hohen Verantwortung des Hebammenberufes gerecht werden und von denen Hebammen, nach der Deckung ihrer Kosten, noch leben können.

Beenden möchte ich meinen Bericht mit den Schlussgedanken meiner Dankesrede:

Dieser Preis und diese Auszeichnung sind einerseits Anerkennung und Beweis dafür, dass unsere Bemühungen nicht vergebens sind, sondern wir Hebammen in der Öffentlichkeit und der Politik präsent sind, - gesehen und gehört werden – gleichwohl sie auch andererseits für den Deutschen HebammenVerband mit all seinen Mitgliedsfrauen gleichzeitig Ansporn sind, unermüdlich diesen Weg weiter zu gehen, bis Hebammenarbeit und die Arbeitsbedingungen des Hebammenberufes aufrechtlich und finanziell solidem Fundament stehen!“

In diesem Sinne wünsche ich uns allen weiterhin viel Kraft, Ausdauer, Mut und guten Zusammenhalt!

Gerda Weiser
Mitglied im Präsidium, Deutscher HebammenVerband e. V.

Zuletzt geändert am 15.11.2022