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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Finanzierung der Familienhebammen ab Januar 2012 gesichert

Der Deutsche Hebammenverband begrüßt, dass der Bund dauerhaft Geld für die Arbeit der Familienhebammen zur Verfügung stellt. Zukünftig wird die Bundesinitiative Familienhebammen um die Unterstützung von Netzwerken Früher Hilfen erweitert. Durch eine verlässliche Finanzierung können Familien mit einem erhöhten Hilfebedarf bis zum ersten Geburtstag des Kindes durch eine Familienhebamme betreut werden. „Zwischenzeitlich stehen in allen Bundesländern gut ausgebildete Familienhebammen zur Verfügung und der Bedarf an ihnen ist groß. Aus zahlreichen Anfragen wissen wir, dass die Kommunen nicht mehr auf Familienhebammen verzichten können, um Neugeborene und Kleinkinder vor Vernachlässigung und Gewalt zu schützen. Deshalb ist es gut,  dass es endlich eine gesicherte  Finanzierung gibt. Zu hoffen bleibt“, so Martina Klenk die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, „dass die Expertise der Familienhebammen bei der  Ausgestaltung des Gesetzes mit einfließen wird, denn da hat der Deutsche Hebammenverband schon viel Vorarbeit geleistet“. 

Zum Hintergrund 
Familienhebammen sind Hebammen mit einer Zusatzqualifikation. Ihr Einsatz ist überall da nötig, wo die Regelfinanzierung der Krankenkassen endet und ein erweiterter  psychosozialer Betreuungsbedarf vorliegt. Das Betreuungsangebot von Familienhebammen reicht von der Schwangerschaft bis zum ersten Geburtstag des Kindes und soll ab Januar 2012 dauerhaft durch Bundesmittel finanziert werden. Im Jahr 2012 werden für die Bundesinitiative Familienhebammen und das Netzwerk Früher Hilfen 30 Millionen zur Verfügung gestellt, 2014 sind 45 Millionen  eingeplant und 2015 werden es 51 Millionen sein. Danach soll die Finanzierung durch einen Fond sicher gestellt werden. Wie in den Ländern und Kommunen die Mittel verwendet werden bleibt ihnen überlassen. 

Der Deutsche Hebammenverband vertritt die Interessen von ca.  17.630 Mitgliedern, inklusive 590 Schülerinnen und 117 von Hebammen geleitete Einrichtungen  (HgE wie z.B. Geburtshäuser).  

Ungefähr 60% der Hebammen sind freiberuflich tätig. Ca. 30% arbeiten sowohl angestellt als auch freiberuflich und nur noch knapp 500 Hebammen sind ausschließlich im Angestellten-verhältnis tätig.  

Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale  Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit das zentrale Anliegen des Deutschen Hebammenverbandes. 

Präsidentin: Martina Klenk

Lesen Sie dazu auch die Informationen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: www.bmfsfj.de

Kontakt:
Dr. Edith Wolber, Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes
Telefon 06226 – 429400, Mail: wolber(at)hebammenverband.de

Zuletzt geändert am 14.06.2021