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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Abi für Hebammen? Der Berufsverband begrüßt diese Entscheidung

Der Deutsche Hebammenverband ist froh über die Entscheidung der EU-Kommission, dass zukünftig in allen EU-Ländern ein 12-jähriger Schulabschluss als Zugang für die Hebammenausbildung verlangt wird. „Diesen Standard erfüllen wir in Deutschland seit Jahren“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Zwischen 80 und 90% aller Bewerberinnen bringen bereits heute Fachabitur bzw. Abitur mit und das ist gut so“. 

Hebammen verstehen sich als Primärversorgerinnen für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett und arbeiten auf der Grundlage des Hebammen-Gesetzes (HebG vom 4. Juni 1985), der Berufsordnungen der Länder und den Mutterschaftsrichtlinien. Hebammen sind zu eigenständigem Arbeiten befugt.

Weil der Hebammenverband um die gestiegenen beruflichen Anforderungen weiß ist er seit Jahren bestrebt das Zugangsniveau anzuheben. „Nein, über einen Mangel an Bewerberinnen können wir uns nicht beklagen. Das ist in der Berufsgruppe der Pflege anders. Aber meiner Ansicht braucht es andere Hebel als eine Verflachung der Zugangsvoraussetzungen, um personellen Engpässen entgegen zu wirken. Wie wäre es denn mit besseren Arbeitsbedingungen, einer besseren Bezahlung und einem größeren Maß an gesellschaftlicher Akzeptanz aller Gesundheitsberufe?“, so die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. 

Der Deutsche Hebammenverband vertritt die Interessen von ca.  17. 540 Mitgliedern, inklusive 560 Schülerinnen und  117 von Hebammen geleitete Einrichtungen  (HgE wie z.B. Geburtshäuser). 

Ungefähr 60% der Hebammen sind freiberuflich tätig. Ca. 30% arbeiten sowohl angestellt als auch freiberuflich. 

Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale  Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit das zentrale Anliegen des Deutschen Hebammenverbandes.

Präsidentin: Martina Klenk

Kontakt
Dr. Edith Wolber, Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes
Telefon 06226 – 429400, Mail: wolber(at)hebammenverband.de

Zuletzt geändert am 14.06.2021