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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Deutscher Hebammenverband kritisiert gravierende Fehlentscheidung der Politik!

Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat sich Ende Januar 2012 mit der Kultusministerkonferenz über die Struktur eines Deutschen Qualifikationsrahmens geeinigt. Das Ergebnis ist niederschmetternd. Der Hebammenberuf wird gemeinsam mit allen anderen Berufsausbildungen im Pflegebereich auf Niveau 4 eingestuft, während Meister- und Technikerabschlüsse auf Niveau 6 des DQR eingestuft und damit einem Bachelorabschluss gleichgestellt werden. Der Deutsche Hebammenverband kritisiert die realitätsferne und frauenfeindliche Entscheidung seitens der Politik. Dadurch würde der Personalmangel in den nichtärztlichen Gesundheitsberufen weiter verschärft werden. „Diese Entscheidung offenbart einmal mehr die mangelnde Wertschätzung typischer Frauenberufe“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „80% aller Hebammenschülerinnen bringen heute schon das Abitur als Zugangsvoraussetzung mit und übernehmen nach der Ausbildung Leitungsfunktionen. Setzt sich der Vorschlag durch, Berufsausbildungen im Gesundheitsbereich derart abzuwerten, bedeutet dieses langfristig einen massiven Attraktivitätsverlust der dualen Ausbildungsberufe und führt zu einer Verschlechterung der gesundheitlichen Versorgung“, so die Verbandsvorsitzende.

Der Deutsche Hebammenverband vertritt die Interessen von ca. 17.400 Mitgliedern, inklusive 560 Schülerinnen und 117 von Hebammen geleitete Einrichtungen  (HgE wie z.B. Geburtshäuser). Ungefähr 60% der Hebammen sind freiberuflich tätig. Ca. 30% arbeiten sowohl angestellt als auch freiberuflich. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit das zentrale Anliegen des Deutschen Hebammenverbandes. Präsidentin: Martina Klenk.  

Kontakt:
Dr. Edith Wolber,  Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes
Telefon 06226 – 429400, Mail: wolber(at)hebammenverband.de

 

Zuletzt geändert am 14.06.2021