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Solidarität

Aus aktuellem Anlass

Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Schwangerschaft und Geburt bald ohne Hebammen?

GKV Spitzenverband unterschlägt in einer Presse-Info das Leistungsangebot der Hebammen

Eine Versorgung ohne Hebammen, so sieht das Szenarium des GKV aus. In einer Ende April  veröffentlichten Pressemitteilung des GKV scheinen die Krankenkassen zukünftig ohne Hebammen auskommen zu wollen. Zumindest werden Hebammen in dieser Pressemitteilung an werdende Eltern nicht mehr als Leistungserbringerinnen genannt. Aus dem Hebammenverband sind deshalb aufgebrachte Stimmen zu hören. „Wer soll zukünftig die Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen betreuen? Bieten zukünftig Krankenkassensachbearbeiter Geburtsvorbereitungskurse an? Oder werden Manager des GKV demnächst den Schichtdienst in den Kreißsälen sichern? Übernehmen gar Gynäkologen die häusliche Wochenbettbetreuung“? Für den Hebammenverband sind die Aussagen der Kassen absolut unverständlich. „Ein Blick in das Hebammengesetz würde den Kassen zeigen, dass es Leistungen gibt, die per Gesetz den Hebammen vorbehalten sind“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes.

Wie weit kann die Ignoranz der Kassen noch gehen? Die Ausgaben für Hebammenleistungen sind heute schon verschwindend gering und machen nur 0,3% der Gesamtausgaben der Kassen aus. Damit dieses niedrige - und für die Kassen günstige - Vergütungsniveau möglichst lange erhalten bleibt, hat der GKV eine weitere Verzögerungsstrategie an den Tag gelegt. Kurzerhand hat der Spitzenverband der Krankenkassen den verhandelnden Hebammenverbänden einen „neuen“ Verband hinzugefügt. So können weder die bereits getroffenen Vereinbarungen, noch die weiteren Verhandlungen termingerecht fortgeführt werden.
„Wir sind gespannt, ob Daniel Bahrs Worte der Unterstützung  auch über die anstehenden Landtagswahlen hinaus reichen. Falls ja, dann ist es an der Zeit, dass er ein Machtwort spricht und von den Spitzenverbänden der Krankenkassen eine anständige Honorierung für Hebammenleistungen fordert“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes.

Der Deutsche Hebammenverband vertritt die Interessen von ca. 17.540 Mitgliedern, inklusive 560 Schülerinnen und 117 von Hebammen geleitete Einrichtungen  (HgE wie z.B. Geburtshäuser). Ungefähr 60% der Hebammen sind freiberuflich tätig. Ca. 30% arbeiten sowohl angestellt als auch freiberuflich.  Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale  Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit das zentrale Anliegen des Deutschen Hebammenverbandes. Präsidentin: Martina Klenk PM der GKV „Ganz normal für die gesetzlichen Kassen: Gut versorgt durch die Schwangerschaft und ins Familienleben“ http://www.gkv-spitzenverband.de/Home.gkvnet 

Kontakt:  Dr. Edith Wolber, Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes
Telefon 06226 – 429400, Mail: wolber(at)hebammenverband.de, www.hebammenverband.de 

Zuletzt geändert am 15.11.2022