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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Erste Familienhebammen mit staatlicher Anerkennung

Am 17. und 18. November 2012 haben 21 Hebammen in Niedersachsen die Weiterbildung zur Familienhebamme erfolgreich mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen. Damit sind sie die ersten staatlich anerkannten Familienhebammen in Deutschland. Das Pilotprojekt des niedersächsischen Hebammenverbandes, das in Kooperation mit der Stiftung „Eine Chance für Kinder“ durchgeführt wurde, umfasst 400 Unterrichtsstunden. Die Dozenten für die theoretischen und praktischen Lehrinhalte sind Expertinnen und Experten aus der Praxis.

Besonders freut es, Barbara Staschek, eine der beide Leiterinnen der Weiterbildungsstätte „Familienhebamme“, dass alle Hebammen, die im April 2011 den Kurs begonnen haben, diesen auch erfolgreich abschließen konnten. Veranstaltungsort ist seit Januar 2012 die staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte „Familienhebamme“ in der Rühmkorffstr.1 in Hannover. Der eigene Ort für die Weiterbildung setzt ein wichtiges Signal nach außen und fördert auf diese Weise auch die Identifizierung mit der Weiterbildung.

Neben den jetzt examinierten Familienhebammen werden im Dezember 2012 auch die Familienhebammen der sogenannten Übergangsregelung ihre Prüfung ablegen und so die staatliche Anerkennung erreichen. Die Übergangsregelung wurde für diejenigen Hebammen geschaffen, die zuvor bereits eine 200-stündige Fortbildung zur Familienhebamme gemacht hatten und jetzt das Siegel der staatlichen Anerkennung anstreben. „In Niedersachsen ist das auch attraktiv, weil staatlich anerkannte Familienhebammen mehr Geld erhalten als die Kolleginnen ohne diese Qualifikation“, erläutert Barbara Staschek.

Im Mai 2012 hat außerdem der zweite vollständige Kurs mit 14 Teilnehmerinnen begonnen. Abschlussdatum ist Dezember 2013. Kurs 3 soll im Mai 2013 beginnen. Sowohl die vollständigen Kurse als auch die Übergangsregelung werden durch das Land Niedersachsen und die Stiftung „Eine Chance für Kinder“ finanziell gefördert. Alle Teilnehmerinnen (auch Kolleginnen aus den anderen Bundesländern) können die Teilnahmegebühr darüber hinaus fast halbieren, weil die Kursplanung die Bedingungen des Meister-BaföG einbezogen hat (siehe www.meister-bafoeg.info). Besondere Vorteile bietet das Meister- BaföG zudem für Alleinerziehende.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung werden auch die Zugangsvoraussetzungen für ein Studium erreicht.

Weitere Informationen:
Infoblatt zum nächsten Kurs

Kontakt:
Barbara Staschek
Leitung der Weiterbildungsstätte Familienhebamme

c/o Stiftung Eine Chance Für Kinder

Rühmkorffstr.1
30163 Hannover

Telefon 0511 2791 43 15 o. 05183 5609

E-Mail: barbara(at)staschek.com

Zuletzt geändert am 14.06.2021