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Aus aktuellem Anlass

Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Änderung im Hebammengesetz: Außerklinische Praxisstunden sind vorgeschrieben


Vor einer Woche, am Montag, den 27.5. ist ein Gesetz in Kraft getreten, das dem Namen nach wenig mit Hebammen zu tun haben scheint: das Gesetz über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters. Doch in dem insgesamt 16-seitigen Gesetzestext wurden auch ein paar Vorschriften geändert. Unter anderem eine, die konkrete Auswirkungen auf die Hebammenausbildung haben wird: Die Hebammenschülerinnen sollen bis zu 480 Stunden praktisch und außerklinisch ausgebildet werden. Das Gesetz hatte am 22. März den Bundesrat passiert.

Foto: Michael Biehler/Pitopia


„Das ist ein erster wichtiger Schritt bei der Reform der Hebammenausbildung“, sagt Claudia Dachs, DHV-Beirätin für den Bildungsbereich. „In den Kliniken erleben die Hebammenschülerinnen immer weniger normale Geburten. Außerdem hat sich die Zeit, die die Wöchnerinnen im Krankenhaus verbringen, deutlich verkürzt. Deshalb begrüßen wir es, dass die ambulante praktische Ausbildung mit der Gesetzesänderung gestärkt wurde. Es sind aber auch noch einige Fragen offen geblieben.“

Noch unklar ist die Finanzierung der ausgebildeten Praxisanleiterinnen. Die genaue Ausgestaltung des Gesetzes obliegt den Ländern.


Weitere Informationen:

Pressemitteilung vom 22.3.2013 des Bundesgesundheitsministeriums

Gesetz über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters sowie zur Änderung weiterer Vorschriften

DHV-Stellungnahme zum Gesetzentwurf vom Januar 2013

Zuletzt geändert am 16.12.2022