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Aus aktuellem Anlass

Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Frauen mit Hebammenbetreuung im Wochenbett zufrieden

Die Frauen fühlen sich im Wochenbett sehr gut durch Hebammen versorgt. Das zeigt eine Online-Umfrage, an der sich 5273 Frauen beteiligt haben und deren Auswertung jetzt vorliegt. 98 Prozent der Befragten, die von einer Hebamme betreut wurden, wünschen sich auch für ihr nächstes Wochenbett eine Hebamme. Die Umfrage fand zwischen dem 31.10.2012 und dem 31.5.2013 statt.

Foto: Helene Souza/Pixelio

"Auf dieses positive Ergebnis können wir stolz sein", sagt Katharina Jeschke, DHV-Beirätin für den Freiberuflichen-Bereich. "Es zeigt, dass Hebammen, selbst wenn sie unter enormem ökonomischen Druck stehen, zur Zufriedenheit der Frauen arbeiten."

Zu über 90 Prozent entsprachen die Behandlungsmethoden der Hebamme vollkommen oder größtenteils den Vorstellungen der Frauen und führten auch zum Erfolg. Nur in knapp 23 Prozent der Fälle musste die Hebamme die Frau zusätzlich zu einem Arzt schicken. Gut 61 Prozent der Frauen gehen davon aus, dass die Hebammenbetreuung ihnen einen Arztbesuch erspart hat.

Zeitraum und Dauer der Wochenbettbetreuung
Bei deutlich mehr als 60 Prozent der befragten Frauen kam die Hebamme bis zu acht Wochen oder darüber hinaus. Die Wochenbettbesuche dauerten bei über 60 Prozent zwischen 45 Minuten und einer Stunde, bei knapp 8 % sogar noch länger. Nur knapp ein Drittel der Frauen gab eine Besuchsdauer von weniger als einer halben Stunde an.

Da in diesen Anwesenheitszeiten Fahr- und Bürozeiten nicht berücksichtigt sind, entsprechen diese Zeiten nicht der kompletten Arbeitszeit der Hebammen für die Wochenbettbesuche. Die von den Krankenkassen postulierte Dauer eines Wochenbettbesuchs von „zwischen 10 und 40 Minuten“ ist deshalb nicht nur unrealistisch, sondern geht massiv am Bedarf der Versicherten vorbei.

Weitere Informationen:

Ergebnisse aus der bundesweiten Befragung von Frauen zur Hebammenbetreuung im Wochenbett

Zuletzt geändert am 16.12.2022