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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Gemeinsam die Herausforderungen bewältigen!

Vom 18. bis 20. November fand in Fulda die diesjährige Bundesdelegiertentag (BDT) des Deutschen Hebammenverbandes statt. 150 delegierte Hebammen aus den 16 Bundesländern stimmten über Schwerpunkte der verbandspolitischen Arbeit im nächsten Jahr ab. Die DHV-Präsidentin Martina Klenk wurde für vier weitere Jahre im Amt bestätigt.

Sitzungssaal in Fulda, Foto: Maren Borgerding

Außerdem wurde Ute Wronn ebenfalls für eine zweite Amtsperiode als Beauftragte für Internationale Hebammenarbeit gewählt. Sie wird unterstützt durch die zweite Beauftragte Lisa Welcland, die neu im Amt ist. Neue erste Schriftführerin ist Jana Fischer-Meinig, vormals zweite Schriftführerin und vielen Hebammen bekannt als Organisatorin des letzten Hebammenkongresses in Nürnberg. Zur zweiten Schatzmeisterin wurde Marianne Kleinke gewählt.

"Wir stehen vor großen Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können", sagt die wiedergewählte Präsidentin Martina Klenk. "Da ist zum einen die immer noch ungelöste Haftpflichtproblematik für die freiberuflich in der Geburtshilfe tätige Hebammen. Zum anderen muss sich auch die Situation der Kolleginnen in den Kliniken verbessern, die oftmals mit viel zu wenig Personal zu viele Arbeiten erledigen müssen. Auch in Bezug auf die Familienhebammen sind noch viele Fragen offen."

Andererseits habe der Verband auch viel erreicht: Die EU hat eine zwölfjährige allgemeine Schulbildung als Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung zum Hebammenberuf beschlossen. Die Grundlage für eine Akademisierung des Berufsstandes wurde dadurch gelegt. In den Verhandlungen mit den Krankenkassen trete der Verband außerdem selbstbewusst und gestärkt auf. Das Ergebnis der Vergütungsverhandlungen, die im Januar mit einem Schiedsspruch endeten, habe für viele Hebammen eine deutliche Verbesserung ihrer Situation gebracht.

"Aber es ist auch klar, dass das nicht reicht und wir weiter kämpfen werden!", sagt Martina Klenk. "Ich freue mich auf jeden Fall darüber, mich auch in den nächsten Jahren mit ganzer Kraft für die Belange der Hebammen einsetzen zu können! Ich werde das in enger Zusammenarbeit mit den Ländern, der Geschäftsstelle, den Beirätinnen und den Beauftragten tun."

Weitere Informationen:

Impressionen von der BDT 2013 in Fulda

 

Zuletzt geändert am 02.11.2021