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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Frohe Weihnachten und alles Gute für 2014!

Es ist besser ein kleines Licht anzuzünden, als über die große Dunkelheit zu klagen, hat der chinesische Philosoph Konfuzius gesagt. Diese Weisheit passt gut in die dunkle Jahreszeit. Im übertragenen Sinne hat der Deutsche Hebammenverband einige Lichter in diesem Jahr für das Hebammenwesen entzünden können.

Foto: Rainer Sturm/Pixelio

Anfang Februar wurden die Vergütungsverhandlungen durch einen Schiedsspruch beendet. Die daraus resultierenden Erhöhungen liegen zwar deutlich unter den Forderungen des DHV. Dennoch haben die freiberuflichen Hebammen seit Januar 2013 im Durchschnitt 12-15 Prozent mehr für ihre Leistungen abrechnen können. Ab dem 1. Januar 2015 gibt es eine Erhöhung um weitere fünf Prozent, wenn die Vertragsanpassungen abgeschlossen sind, die durch die Überführung der Hebammenhilfe aus der Reichsversicherungsordnung (RVO) in das SGB 5 nötig geworden sind.

Die Festlegung und Beschreibung der Hebammenleistungen im Sozialgesetzbuch V ist eine langjährige Forderung des Verbandes. Denn dadurch wird eine zeitgemäße Ausgestaltung der Geburtshilfe möglich. Ein weiterer Meilenstein ist die EU-Richtlinie 2005/36/EG zur Anerkennung von Berufsqualifikationen, die im Oktober 2013 im EU-Parlament beschlossen wurde: In ihr wird u. a. die zwölfjährige Schulbildung als Zugangsvoraussetzung zur Hebammenausbildung festgelegt – ein wichtiger Schritt in Richtung Akademisierung des Hebammenberufes.

Und auch aus der Bevölkerung erhalten Hebammen nach wie vor eine großartige Unterstützung: Auf der Online-Plattform change.org hat Anke Bastrop, Autorin und Mutter von zwei Kindern am 22. September 2013 eine Petition ins Leben gerufen. Die Forderung an Krankenkassen und Politik: Eine höhere Vergütung der Hebammenhilfe muss her. Die Petition wurde innerhalb weniger Wochen von über 100.000 Menschen unterschrieben. Nicht zuletzt ihr ist es zu verdanken, dass die Sicherstellung der Geburtshilfe unter besonderer Berücksichtigung der Situation der Hebammen in den Koalitionsvertrag mit aufgenommen wurde.

Auf diese finanziellen und strukturellen Erfolge wird der Deutsche Hebammenverband 2014 aufbauen. Mit möglichst vielen aktiven Unterstützerinnen im Verband und in der Bevölkerung.

Helfen auch Sie mit, Lichter anzuzünden! Der Deutsche Hebammenverband wünscht Ihnen friedvolle und besinnliche Weihnachtsfeiertage sowie für 2014 alles Gute, Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit.

Martina Klenk, DHV-Präsidentin

Zuletzt geändert am 02.11.2021