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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Gröhe will eine strukturelle Lösung für das Haftpflichtproblem

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will zusammen mit den Hebammen an einer langfristigen und strukturellen Lösung des Haftpflichtproblems arbeiten. Das hat er heute bei einem ersten Treffen mit den Hebammenverbänden bekräftigt. Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes e.V. kommentiert das heutige Gespräch:

DHV-Präsidentin Martina Klenk: "Wir haben Anlass zur Hoffnung, dass die Haftpflichtfrage endlich politisch angegangen wird." Foto: Hans-Joachim Winckler

„Das Gespräch mit dem Bundesgesundheitsminister gibt uns Anlass zur Hoffnung, dass das strukturelle Problem der Haftpflichtversicherung bei den Hebammen endlich politisch angegangen wird. Ab dem Sommer 2014 soll es eine kurzfristige Lösung geben, um die Kosten für die Haftpflicht für alle betroffenen Hebammen auszugleichen. Eine langfristigere und strukturelle Lösung will der Minister zusammen mit den Hebammenverbänden erarbeiten. Unser Eindruck ist: Wir werden sehr ernst genommen mit unserem Anliegen. Herr Gröhe hat nicht nur die Haftpflichtproblematik, sondern auch die Versorgungssituation mit Hebammenleistungen im Blick.“

In den vergangenen Tagen hatte sich die Situation auf dem Haftpflichtversicherungsmarkt für Hebammen zugespitzt. Durch den Ausstieg der Nürnberger Versicherung aus den Versicherungskonsortien der Hebammenverbände stehen freiberufliche Hebammen in Deutschland ab Sommer 2015 ohne Haftpflichtversicherung da, sollte sich keine Lösung finden. Dies kommt einem Berufsverbot gleich, da eine Hebammen ohne Versicherung nicht arbeiten darf.

In den kommenden Wochen wird der Abschlussbericht der interministeriellen Arbeitsgruppe „Versorgung mit Hebammenhilfe“ erwartet. Die Arbeitsgruppe tagte bereits in der vergangenen Legislaturperiode. Auf die Ergebnisse des Berichts aufbauend sollen Antworten auf die strukturellen Probleme im Hebammenwesen gefunden werden. Die Hebammenverbände fordern zur Lösung der Haftpflichtproblematik weiterhin eine Haftungsobergrenze für Hebammen.

Hier erfahren Sie, wie Sie die Hebammen unterstützen können!

Kontakt und weitere Informationen: 
Deutscher Hebammenverband e.V.
Pressestelle
Telefon: 030/89390802
E-Mail: presse(at)hebammenverband.de


FAQs zur Haftpflichtversicherung
Hintergrundpapier zur Haftpflichtversicherung

Zuletzt geändert am 02.11.2020