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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Haftpflichtvertrag für ein Jahr unterschrieben, weiterhin keine langfristige Lösung in Sicht

28.03.2014

Freiberuflichen Hebammen haben bis zum Juli 2015 eine Haftpflichtversicherung. DHV-Präsidentin Martina Klenk hat am 24.3.2014 einen entsprechenden Ein-Jahresvertrag mit dem Versicherungskonsortium, bestehend aus Bayerischer Versicherungskammer (VKB), Nürnberger Versicherung und R & V unterschrieben. Wie bereits bekannt, sieht er eine Erhöhung der Prämien um 20 Prozent vor. Es ist weiterhin unklar, wie es nach 2015 weitergehen wird. Die Nürnberger Versicherung hatte angekündigt, zu diesem Zeitpunkt aus dem Konsortium auszusteigen.

Eltern demonstrieren für die Hebammen.

Foto: Noel Matoff

"Unsere Hebammen haben jetzt gerade einmal Planungssicherheit bis Juli 2015. Das bedeutet, dass sie noch bis zum Oktober 2014 schwangeren Frauen die Geburtsbegleitung oder Wochenbettbetreuung anbieten können. Damit hat sich leider noch nichts an dem grundsätzlichen Problem geändert: Wir wissen weiterhin nicht, wer uns ab dem 1.7.2015 versichern wird. Zudem sind die Prämien mit über 5000 Euro für die Geburtshilfe ab Juli 2014 viel zu hoch. Die Politik ist aufgefordert, jetzt endlich zu handeln. Lösungsvorschläge wie die Einführung eines staatlich finanzierten Haftungsfonds mit Haftungsobergrenzen für die Hebammen liegen seit langem auf dem Tisch."

Bundesgesundheitsminister Gröhe hat angekündigt, dass im April der Bericht einer Interministeriellen Arbeitsgruppe vorgelegt wird. Diese hat sich bereits in der vergangenen Legislatur ein Jahr lang mit der Situation der Hebammen in Deutschland beschäftigt. "Wir erwarten, dass das Bundesgesundheitsministerium mit dem Bericht auch konkrete Maßnahmen und tragfähige Lösungen präsentiert. Die Hebammen sind mit ihrer Geduld und ihren Kräften langsam am Ende."

Hier erfahren Sie, wie Sie die Hebammen unterstützen können!


Zuletzt geändert am 05.11.2018