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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Schiedsstelle tagt erneut am 5. September 2017

Nachdem die Schiedsstelle zwischen den Hebammenvertreterinnen und den gesetzlichen Krankenkassen am 4. Juli 2017 keine Einigung erzielen konnte, ist ein neuer Verhandlungstermin für den 5. September festgesetzt.

Am 19. Mai 2017 ist die erste Sitzung der Schiedsstelle, die unter anderem die Vergütung freiberuflicher Hebammen und die Arbeitsorganisation von Beleghebammen zum Thema hatte, vorerst ohne Ergebnis beendet worden. Die Gespräche wurden zunächst am 4. Juli 2017 fortgesetzt.

Die Schiedsstelle wurde angerufen, weil in den regulären Verhandlungen zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und den Hebammenvertreterinnen keine Einigung erzielt werden konnte zur Vergütung von Hebammen sowie Arbeitsbedingungen von Beleghebammen. 1.838 Beleghebammen begleiten in Deutschland 20 Prozent der Geburten in Kliniken. Die Gesetzlichen Krankenkassen möchten ihre Arbeitsbedingungen aktuell stark verändern beispielsweise durch eine Beschränkung der Leistungsmengen, die sie abrechnen können. Der DHV befürchtet, dass zahlreiche Beleghebammen aus der Geburtshilfe aussteigen, sollte der Plan der Kassen in der Schiedsstelle verabschiedet werden. Aktuell gibt es bereits seit Juli keine Beleghebammen in Bremen mehr und beispielsweise in Bayern schließen geburtshilfliche Stationen, weil Beleghebammen fehlen.

Der Deutsche Hebammenverband ist mit über 19.500 Mitgliedern die maßgebliche Vertretung von Hebammen in ganz Deutschland. Sowohl angestellte als auch freiberufliche Hebammen mit Beleghebammen sowie Hebammenwissenschaftlerinnen und -schülerinnen sind im DHV organisiert.

Informationen zu den aktuell strittigen Punkten zu Vergütung und Beleghebammen finden Sie hier als PDF zum Download.

Zuletzt geändert am 21.08.2020