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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Gerechte Vergütung für alle Hebammen

22.02.2018

„Den gesetzlichen Krankenkassen geht es so gut wie lange nicht mehr“, so die FAZ in ihrer heutigen Ausgabe. Im vergangenen Jahr erzielten die Krankenkassen 3,1 Milliarden Überschuss. Ihre Rücklagen beliefen sich damit inklusive des Gesundheitsfonds auf insgesamt rund 29 Milliarden Euro.

Foto: Pitopia

Der Krankenversicherungsschutz von gesetzlich Versicherten stehe damit auf einer soliden finanziellen Basis, so der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes. Dennoch meint er: „Weiterhin dürfen die guten Zahlen nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den vergangenen Jahren auch die Ausgaben für Arzthonorare, Medikamente, Hebammen und Kliniken, um nur einige Beispiele zu nennen, sehr dynamisch gestiegen sind.“ 

Daniela Erdmann aus dem Präsidium des Deutschen Hebammenverbands e.V. ist irritiert über diese Äußerung: „Hebammen zusammen mit den größten Ausgabenbereichen Krankenhäuser, Arzthonorare und Arzneimittel zu nennen ist falsch. Hebammen verdienen nach wie vor vergleichsweise wenig. Die Vergütung ihrer Arbeit bedeutet nur einen geringen Anteil der Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen.“  Tatsächlich machen die Kosten für Hebammenhilfe 0,25 Prozent des Gesamthaushalts aus – für die Betreuung rund um mehr als 700.000 Geburten im Jahr (Quelle). 

„Hebammen leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit von Frauen und Kindern. Wir werden uns weiterhin für eine gerechte Vergütung für alle Hebammen einsetzen“, so Daniela Erdmann. 


Zuletzt geändert am 05.11.2018