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DHV-Aktion zum Hebammentag zeigt: Hebammen sind unverzichtbar

07.05.2018

Bei unserer Aktion zum Internationalen Hebammentag am 5. Mai 2018 haben wir gefragt: Was bedeutet gute Geburtshilfe für die Menschen in Deutschland? Sehr viele Menschen haben uns geantwortet.

„Gute Betreuung und Sicherheit in der Schwangerschaft“ lautete ein Beitrag, ein anderer „eine kompetente und liebevolle Betreuung von Anfang an“. Sicherheit, Kompetenz und Geborgenheit sind Begriffe, die bei den Antworten immer wieder fallen und für die Menschen eine besondere Bedeutung in dem intensiven Lebensabschnitt von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett haben.

Unter den zahlreichen Beiträgen (hier nachzulesen) sind auch solche, die entschieden die Unverzichtbarkeit von Hebammen betonen. Darunter hat uns das eindringliche Erlebnis der kleinen Charlotte und ihrer Hebamme Isabella erreicht. In einem ausführlichen Text schildert Mutter Diana T., weshalb ihre Tochter ihrer Hebamme wahrscheinlich das Leben zu verdanken hat:

Den Hebammentag möchte ich als Gelegenheit nutzen und Ihnen unsere Geschichte mit unserer Hebamme Isabella erzählen.

Unsere Tochter Charlotte kam Ende September 2017 zwar per Kaiserschnitt, aber gesund zur Welt. Zuhause betreute uns dann Isabella, die geduldig alle meine Fragen beantwortete, mich tröstete, wenn das Stillen nicht klappte und uns vom Baden bis Nägel schneiden alles zeigte. Auch versorgte und kümmerte sie sich um mich. Bei jedem Besuch wurde Charlotte "begutachtet" und gewogen. Das Wochenbett ging dem Ende zu. Der erste Termin bei der Kinderärztin zur U3 kam. Alles okay.

Doch auf einmal fiel Isabella auf, dass die Gewichtszunahme nicht stimmte. Der Ärztin konnte das in der Momentaufnahme nicht auffallen. Aber Isabella, die ja immer da war. Sie schickte uns also noch einmal zur Ärztin, die uns dann ins Krankenhaus wegen Gedeihstörung einwies. Nur - das war es nicht. Unsere Tochter hatte einen Hirnabszess. Dadurch eine Meningitis und einen Hydrocephalus. Der Abszess war verkapselt, dadurch gab es erst einmal keine Anzeichen wie Fieber.

Wären wir etwas später gekommen oder gar nicht, unsere Tochter wäre wohl nicht mehr da oder hätte enorme Einschränkungen. Natürlich wissen wir noch nicht, was übrig geblieben ist. Sie hat jetzt einen Shunt und wir sind noch in der Reha. Aber sie ist wirklich gut drauf, bewegt alle Glieder und dreht sich seit letzter Woche. Ohne Isabella wüsste ich nicht, was passiert wäre. Es wäre vermutlich nicht oder nicht früh genug aufgefallen. Charlotte ist unser erstes Kind. Daher sind wir unserer Isabella unendlich dankbar. Hebammen sind (lebens)wichtig.


Diana T. mit Charlotte aus Duisburg

Weitere Beiträge finden Sie unter: http://www.unsere-hebammen.de/hebammentag/gute-geburtshilfe/ 


Zuletzt geändert am 18.10.2018