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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Hebammen in Bayern erhalten finanzielle Unterstützung

06.09.2018

Seit dem 1. September 2018 können freiberufliche Hebammen in Bayern finanzielle Unterstützung vom Freistaat erhalten. Der „Bayerische Hebammenbonus“ in Höhe von 1.000 Euro pro Jahr kann rückwirkend für 2017 beantragt werden.

Foto: © Noel Tovia Matoff

„Die Bayerische Staatsregierung unterstützt mit dieser Prämie alle Hebammen, die freiberuflich in der Geburtshilfe in Bayern tätig sind und mindestens vier Geburten im Jahr betreuen“, erklärte Melanie Huml, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege. Der Betrag soll ab Oktober künftig jährlich ausgezahlt werden. Für den Hebammenbonus würden 2018 insgesamt rund vier Millionen Euro bereitgestellt. Mit dem Bonus wolle die Bayerische Staatsregierung ihre Wertschätzung für den Einsatz der Hebammen deutlich machen.

Auch der Bayerische Hebammenlandesverband begrüßt den Bonus. „Natürlich ist das großartig, dass die Hebammen in der Geburtshilfe für ihre sehr schöne, aber anstrengende Arbeit auch auf diese Weise ein Stück Anerkennung erhalten“, erklärt Astrid Giesen, erste Vorsitzende des Bayerischen Hebammenlandesverbandes. Allerdings würden damit die Probleme der Unterversorgung nicht gelöst. „Noch wichtiger ist, dass man jetzt die Weichen für die Zukunft der Hebammen stellt – und die Ausbildung an die EU-Richtlinie anpasst. Nur so können wir den Nachwuchs sichern!“ Denn wenn man hier nicht schnell genug reagiere, stünden Nachwuchsprobleme an.

Und das kann sich die Gesellschaft nicht leisten. Schließlich sei die Arbeit von Hebammen für die Gesundheit von Mutter und Kind unverzichtbar, so Huml.


Weitere Informationen unter:
hebammenbonus.bayern.de


Zuletzt geändert am 05.11.2018