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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Rede der Präsidentin, Bundesdelegiertentagung des Deutschen Hebammenverbands e. V. 2018

28.11.2018

Hier können Sie Auszüge der Rede der DHV-Präsidentin Ulrike Geppert-Orthofer anlässlich der Bundesdelegiertentagung (BDT) 2018 in Berlin nachlesen.

Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands, auf der Bundesdelegiertentagung (Foto: Deutscher Hebammenverband)

Herzlich willkommen zu unserer diesjährigen Bundesdelegiertentagung! Es ist meine erste reguläre BDT als Präsidentin und ich freue mich auf die folgenden Tage mit Ihnen allen, hier in Berlin. Wir werden über die Geschicke der Hebammen in Deutschland beraten und Entscheidungen für die Zukunft im DHV treffen. 

Dafür sind Sie angereist. 183 Kolleginnen aus der ganzen Republik. 183 Hebammen sind 183 eigene Erfahrungen, eigene Ideen, eigene Erwartungen. Mein Dank gilt Ihnen, die Sie hier sind, um diese Expertise und Ihr Engagement hier bei uns einzubringen. Ich bin sehr gespannt darauf.

Ich begrüße jede einzelne von Ihnen recht herzlich. Delegierte und Gäste. 

Ein herzliches Willkommen gilt auch den Landesvorsitzenden, die in den letzten Wochen intensiv mit der Vorbereitung der BDT beschäftigt waren und Sie, liebe Delegierte, gut auf diese Tagung vorbereitet haben. (…)

Es ist ein wichtig und gut, dass wir einmal im Jahr zusammenkommen, diskutieren, entscheiden und gestalten. Wir alle tragen zum Gelingen der Tagung bei, wir alle haben eine große Verantwortung. Ich wünsche mir eine Tagung, die getragen wird von gegenseitigem Respekt, Wohlwollen und Anerkennung der jeweiligen Expertise. 

Liebe Kolleginnen, lasst uns diese Tagung nutzen, um ein gutes Miteinander, einen vertrauensvollen Umgang mit der eigenen,  aber auch mit der Meinung anderer zu erleben und zu gestalten. 

Seit sich die ersten Hebammenverbände gegründet haben, setzen sich Hebammen für Hebammen ein. Sie haben dabei Großartiges erreicht und wir können stolz auf unseren Berufsverband sein. Ich werde nicht müde, dies immer und immer wieder zu erwähnen, denn das wird allzu häufig vergessen.

Vergessen wird es, weil man sich an positive Veränderungen leicht und schnell gewöhnt und diese dann als Selbstverständlichkeit ansieht. Ich möchte als Beispiel die Ausweitung des Leistungsspektrums in der freiberuflichen Hebammentätigkeit nennen und die Höhergruppierung der im Kreißsaal tätigen Hebammen von P7 auf P8 im Jahr 2016. Letzteres ist gerade mal 2 Jahre her. 30 Jahre lang musste dafür gekämpft werden.

Manchmal werden die Erfolge aber auch vergessen, weil sich die Einstellung und die Voraussetzungen im Laufe der Zeit ändern und Hebammen von heute keinen Vorteil mehr in dem sehen, was die Hebammen von gestern erkämpft haben. Wie zum Beispiel die Rentenversicherungspflicht. Dabei war eine Altersversorgung ein Hauptgrund, warum sich die Kolleginnen vor ca. 120 Jahren in ganz Deutschland zusammengeschlossen haben. 

Die gesetzliche Rentenversicherungspflicht ist in den Zeiten großen Wirtschaftswachstums und hoher Zinsen stark in Verruf geraten. Es erschien sehr viel rentabler, das Geld in eine private Altersvorsorge zu investieren. In der Zwischenzeit sieht das bei den derzeitigen Renditen auf dem Kapitalmarkt deutlich anders aus. Also kann man zusammenfassen, dass die gesetzliche Rentenversicherungspflicht für die Hebammen damals gut war, zwischendurch stark in der Kritik stand und jetzt wieder deutlich an Attraktivität gewinnen wird. 

Manchmal wird vergessen, wie gut der DHV arbeitet, weil die Errungenschaft für die Hebammen insgesamt sehr wichtig war, für einzelne Hebammen aber eher nicht spürbar oder sogar lästig ist. 

Ein Beispiel hierfür ist die Überführung der Hebammenleistung aus der Reichsversicherungsordnung in das SGB V im Jahr 2012.

Was haben wir uns geärgert: Neue Gesetzesvorhaben, die Ärzte, Apotheker und Berufsgruppen, die dem SGB V zugeordnet sind, betrafen, galten nicht automatisch für Hebammen. Weil unsere Leistung im § 196 der Reichsversicherungsordnung geregelt war und eben nicht im SGB V. Deswegen wurden wir immer wieder vergessen. Zuletzt bei der elektronischen Gesundheitskarte. 

Und wie haben wir gekämpft dafür, dass unsere Leistungen wie die anderer Leistungserbringer auch ins SGB V überführt werden.

Gespräche mit Gesundheitspolitikern in der damaligen Zeit waren zunächst immer auch von deren Erstaunen geprägt, dass unsere Leistung immer noch in der Reichsversicherungsordnung zu finden sei. Die gäbe es doch gar nicht mehr. § 196 RVO gab es aber sehr wohl noch. Dort war der Anspruch der Frau auf Hebammenhilfe sehr rudimentär geregelt. Im SGB V ist dieser Anspruch sehr viel konkreter definiert und die freie Wahl des Geburtsortes wurde neu aufgenommen. 

Ich denke, es ist offensichtlich, welche Aufwertung das für den Beruf der Hebamme bedeutet. 

Wir werden jetzt nicht mehr automatisch vergessen. 

Gleichzeitig hat diese Überführung auch dazu geführt, dass wir sichtbar sind.

Auch da, wo es für uns unbequemer ist oder von uns nicht unbedingt gewünscht ist. Wie bei der elektronischen Abrechnung. Außerdem waren wir bis dahin die einzigen nichtbudgetierten Leistungserbringer, die ihre Leistung nicht quittieren lassen mussten. Das hat sich durch die Aufnahme unseres Berufs in die Regelungen des SGB V geändert. Das ist für uns Hebammen nicht nur  mit Aufwand verbunden, wir fühlen uns in unserer Berufsausübung kontrolliert. Ungeachtet dessen ist die Überführung ins SGB V ein wichtiger Schritt für die Hebammen gewesen. 

Sehr ärgerlich ist außerdem, dass die Quittierungspflicht und der Zwang, elektronisch abzurechnen, zwar zeitgleich kamen, die Quittierungsbögen aber nicht elektronisch übermittelt werden können. Dadurch wurden die Vorteile, die eine elektronische Abrechnung für Hebammen bedeutet hätte, aufgehoben. 

Umso mehr freue ich mich, dass auf Betreiben des DHV 2018 die Quittierungsbögen neu konzipiert und konsentiert wurden – und zwar gemeinsam von den Hebammenverbänden und den Krankenkassen in Rücksprache und unter Berücksichtigung der Rückmeldung der Abrechnungszentralen bzw. Abrechnungssoftwareanbieter. Das war ein aufwändiger Prozess mit vielen Entscheidungsschleifen. Es war aber der Mühe wert, denn wir alle sind der Meinung, dass die Standardisierung der Quittierungsbögen ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur elektronischen Übertragung ist. 

Es wird immer wieder geschehen, dass Entwicklungen anstehen, die für den Berufsstand sehr wichtig und auch richtig sind, die aber für einzelne Kolleginnen nicht unbedingt einen Vorteil mit sich bringen. Unsere Aufgabe ist es jedoch die Vorteile für den gesamten Beruf im Auge zu behalten. 

Und genau deswegen ist die Arbeit des Hebammenverbands so wichtig. Der Berufsverband ist die einzige unabhängige Interessensvertretung der Hebammen, und wir sind nur den Hebammen, also uns selbst gegenüber, verantwortlich. Das unterscheidet den DHV sehr von einer Berufskammer. Der DHV vertritt zudem die Interessen aller Hebammen. Das wiederum unterscheidet uns deutlich von den anderen Hebammenverbänden. 

Und deswegen ist mir die Arbeit im DHV als Präsidentin so wichtig. 

Weil alle Hebammen gleich wichtig sind: Freiberuflich Tätige ebenso wie Angestellte, Wissenschaftlerinnen ebenso wie Praktikerinnen, in der Geburtshilfe Tätige ebenso wie Kolleginnen in der Vorsorge und der Wochenbettbetreuung. 

Weil Hebamme der schönste Beruf der Welt ist. – Wenn die Rahmenbedingungen stimmen. 

Und da liegt derzeit, wie wir leider alle wissen, viel im Argen. Ich übertreibe sicher nicht, wenn ich sage, dass die Geburtshilfe in Deutschland in einer Krise steckt. 

Hebammenmangel, hohe Interventionsraten und Frauen, die während der Geburt Gewalterfahrungen erleben. Es ist skandalös, dass in einem reichen Land wie Deutschland, in einem Land, das in Europa eine Führungsrolle einnehmen möchte - ausgerechnet der Start ins Leben im Argen liegt.

Das darf so nicht bleiben! 

Sowohl die Arbeitsbedingungen der Hebammen und damit verbunden die Versorgungssituation der Frauen müssen sich deutlich verbessern. Für beides werden wir uns auch 2019 einsetzen. Dafür haben wir bereits in diesem Jahr Verbündete gesucht bei Eltern, bei Frauen und in speziellen Berufsgruppen. Es geht alle in unserer Gesellschaft an, welche Rahmenbedingungen Frauen vorfinden, um ihre Kinder zu gebären. Es geht aber nicht nur alle an, wie Kinder geboren werden, sondern auch, wie Menschen in unserem Gesundheitssystem arbeiten müssen. In Zeiten, in denen Krankenhäuser Renditen bis zu 15 % aus Krankenkassenbeiträgen realisieren, sollten wir nicht allein für eine Veränderung der Situation kämpfen. Krankenkassenbeiträge werden dazu verwendet um den Shareholder Value, die Rendite von Aktionären und Geldgebern zu erhöhen. Und das auf Kosten der Versorgung und den im Gesundheitswesen tätigen Menschen.

Ich vermisse an dieser Stelle ganz klar einen gesellschaftlichen Aufschrei. 

Der DHV setzt sich laut und deutlich dafür ein, dass Hebammen die Geburtshilfe erbringen können, für die sie sich bei der Berufswahl entschieden haben:  eine Geburtshilfe, bei der die Bedürfnisse der Mütter und Kinder im Mittelpunkt stehen und nicht Krankenhausroutinen und Geburtstechnologien. Ich werde mich gemeinsam mit Ihnen weiter dafür einsetzen, dass Hebammen gute Arbeitsbedingungen vorfinden und diese auch so gestalten können, dass sie ihr Leben lang gerne als Hebamme arbeiten wollen und können. 

In diesem Zusammenhang komme ich zu einem Punkt, der mich gerade in den letzten Wochen sehr geärgert hat: 

Trotz all unserer frühzeitigen, gut vernetzten und klar argumentierten Bemühungen wurden die Hebammen doch nicht in das Pflegepersonalstärkungsgesetz, das PpSG, aufgenommen. Damit haben die Bundesregierung und die Regierungskoalition eine Riesenchance vertan, die Situation in der Geburtshilfe ganz kurzfristig, sehr deutlich zu verbessern!

An der Engstirnigkeit von einzelnen Koalitionsangehörigen konnten weder der Rat von Expertinnen und auch nicht die deutliche Empfehlung des Bundesrates, die Hebammen mit aufzunehmen, etwas ändern. Auch Tausende von Unterstützer*innen-Briefen haben die Entscheidung nicht beeinflussen können. 

Das ist auf der einen Seite bitter für uns.

Auf der anderen Seite macht es aber auch Mut. Denn eines haben wir bewiesen: Die Unterstützung für unser Anliegen ist sehr groß. In den Bundesländern, in den Berufsverbänden und ganz breit in der Gesellschaft – speziell natürlich bei Eltern und Familien. Gemeinsam haben wir bewirkt, dass der politische Druck, endlich auch die Geburtshilfe zu verbessern, enorm gestiegen ist. Und das, liebe Kolleginnen, müssen und werden wir nutzen!

Für das Jahr 2019 bedeutet das, dass wir ein Geburtshilfestärkungsgesetz fordern werden. Die politische Ausgestaltung unserer Forderungen werden wir direkt nach der BDT angehen. Ich verrate an dieser Stelle nicht zu viel, wenn ich sage, dass wir dafür gut vorgearbeitet haben: So hat der Hauptausschuss unter der Autorinnenschaft meiner lieben Kollegin Susanne Steppat gerade erst ein aktuelles Positionspapier mit zehn Forderungen für eine flächendeckende(!) Gute Geburtshilfe in Deutschland verabschiedet.

Mit der Aufnahme in das Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz mögen wir gescheitert sein. Aber das ist vielleicht auch gar nicht so schlimm, denn die Kritik an diesem Gesetz ist über alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen hin groß. Unsere Forderungen und unsere Vorschläge müssen und werden sich deutlich vom PpSG unterscheiden. Unser Ziel ist: Gute Arbeitsbedingungen in der Geburtshilfe und damit die bestmögliche Versorgung von Mutter und Kind. Wir wollen den jahrelangen Trend von der Geburtsmedizin wieder umkehren hin zu einer frauenzentrierten GeburtsHILFE! 

Denn wir sind Hebammen und wir haben Zukunftsvisionen, wie die Geburtshilfe in fünf, zehn oder zwanzig Jahren aussehen sollte! 

Wir möchten eine Abkehr von patriarchalen Strukturen in der Geburtshilfe, wir wollen, dass die Frauen und ihre Kinder im Mittelpunkt stehen und es Hebammen möglich ist, die werdenden Mütter individuell zu begleiten, physiologische Prozesse zu fördern und Komplikationen zu vermeiden. 

Um zu erkennen, welche Schritte wir dafür jetzt gehen können, welche Strategien wir langfristig verfolgen müssen, werden wir das gesamte nächste Jahr  dazu nutzen, uns Klarheit darüber zu verschaffen, wie sich unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren verändern wird, welche Rolle der Hebamme dabei zukommt - welche Rolle braucht die Hebamme und was müssen wir bereits jetzt dafür in Angriff nehmen. 

Ein Meilenstein auf diesem Weg soll unser Kongress vom 27. bis 29. Mai in Bremen werden, den wir mit einer Podiumsdiskussion zu einem notwendigen kulturellen Wandel in der Geburtshilfe beginnen und mit einem Austausch über gesellschaftliche Veränderungen beenden werden. Wir möchten dabei auch die Stimme der Eltern hören. Das machen wir im Rahmen unserer Kampagne. Es sind dabei aber auch die Stimmen der einzelnen Hebammen unerlässlich. Dafür laden wir die Kolleginnen in einem Follow-Up zum Kongress zu einem Strategietag ein. Ich bin sehr gespannt auf das kommende Jahr und freue mich sehr darauf. 

Lesley Page, die ehemalige Präsidentin des Royal College of Midwifery war zu Gast bei unserem Parlamentarischen Abend am 16. Mai. Sie hat uns und den Parlamentarierinnen und Parlamentariern von einem gesellschaftlichen Konsens in Großbritannien berichtet.

Dieser lautet: Jede Frau braucht eine Hebamme, manche brauchen zusätzlich einen Arzt. 

Das ist für uns Hebammen so selbstverständlich und so klar. Und doch ist unsere Realität eine ganz andere. Genau da möchte ich mit Ihnen wieder hin. Vermutlich braucht es aber noch viele Präsidentinnen, bis wir diesen Konsens erreicht haben. Dennoch möchte ich mich und meine Arbeit davon leiten lassen: 

Jede Frau braucht eine Hebamme, manche brauchen zusätzlich einen Arzt. 

Um unsere Vorstellung vom Hebammenberuf umzusetzen, braucht es viele Schritte. Einer der ersten ist die sinnvolle Ausgestaltung der Akademisierung unseres Berufes. Das steht für uns im Jahr 2019 ganz oben auf der Agenda: den Übergang der Hebammenausbildung zu einer akademischen Ausbildung zu begleiten und dabei einzufordern, dass das ganze Berufsbild im Blick behalten wird. Wir sind nicht nur Geburtshelferinnen in der Klinik, wir machen so viel mehr und haben ganz vielfältige Arbeitsmodelle. Und in dieser Vielfalt liegt auch eine enorme Kraft und Attraktivität, die in der akademischen Ausbildung genauso berücksichtigt werden muss wie in der praktischen Ausbildung. (…)

Wir können selbstverständlich nicht mit Sicherheit sagen, dass wir bei der Gesetzesnovelle mit allen unseren Punkten Erfolg haben werden. 

Wir können aber mit Sicherheit sagen, dass dieser Erfolg wahrscheinlicher ist, wenn wir gemeinsam daran arbeiten. 

Deswegen freue ich mich, dass ich auf ein Jahr zurückblicken darf, in dem die Hebammenlandesverbände und der Bundesverband an vielen Stellen wunderbar zusammengearbeitet haben. Das stärkt uns gegenseitig den Rücken, macht uns schlagkräftiger und darüber hinaus macht die Zusammenarbeit auch sehr viel Freude. (…)

Liebe Delegierte, wir treffen uns einmal jährlich in dieser Konstellation zur Bundesdelegiertenversammlung, dem höchsten Gremium im DHV. Wir schaffen in diesen Tagen die Grundlage für die Arbeit des DHV im Jahr 2019, damit wir die geschilderten Herausforderungen gemeinsam meistern können. Dafür sind wir gewählt worden. Ich als Präsidentin, die Beirätinnen in ihren jeweiligen Funktionen, die Schatzmeisterin und die Schriftführerin. Aber auch die Landesvorsitzenden und jede einzelne Delegierte. 

Wir, das Präsidium, Beauftragte und Mitarbeiter*innen der Geschäftsstellen, legen in den kommenden Tagen zunächst Rechenschaft über unsere Tätigkeit ab, außerdem beraten und bestimmen wir alle unseren Haushalt für das Jahr 2019. 

Wir beraten und beschließen Anträge, die die Zusammenarbeit und die berufspolitischen Inhalte im nächsten Jahr festlegen. Und wir werden das Amt der Beirätin für den Angestelltenbereich und das Amt der zweiten Schatzmeisterin neu besetzen. Auch die Beauftragte für Stillen und Ernährung steht erneut zur Wahl. Die aktuelle Amtsinhaberin kandidiert erneut. Für Interessierte im Raum besteht die Möglichkeit, selbst noch für eines dieser Ämter zu kandidieren. 

Bei allen Abstimmungen zählt jede Ihrer Stimmen.

Darüber hinaus geht es bei der Bundesdelegiertentagung aber nicht nur um Ihre Stimmabgaben. 

Liebe Delegierte, es geht mir um Ihre Meinungen, um Ihre Ideen und Ihre Erwartungen. Sie sind aus der ganzen Republik für diese Tage nach Berlin gekommen. 183 Kolleginnen.

Wie ich eingangs schon erwähnt habe: Das ist ein Riesenpfund. Das sind 183 mal eigene Ideen, 183 mal eigene Erwartungen, 183 mal eigene Erfahrungen. 183 mal Expertise in Hebammenfragen und Hebammenbelangen. Das ist Vielfalt und das ist unsere Stärke.

Es ist mir wichtig, dass Sie gehört werden und Ihre Vorschläge aufgegriffen werden. Ich möchte Sie einladen, sich inhaltlich zu den für Sie wichtigen Themen zu äußern. Dafür haben wir insbesondere den Freitag-Vormittag vorgesehen. Dort finden Sie die Möglichkeit des inhaltlichen Austauschs im OpenMind-Format zu den in der Tagesordnung angekündigten Themen. 

Liebe Delegierte, legen wir gemeinsam den Grundstein für die Verbandsarbeit 2019 und darüber hinaus. 

Gemeinsam wird es uns gelingen, die Herausforderungen die auf uns zukommen, zu meistern. 

Mein Ziel ist es, nach diesen gemeinsamen Tagen, mit den gefällten Entscheidungen und den gesammelten Information hier raus zu gehen und zu fühlen: 

Wir alle ziehen an einem Strang und werden unseren Beruf in diesen Zeiten des Umbruchs und der Neugestaltung voran bringen. 

Dafür werden wir um Positionen ringen müssen, wir werden uns nicht immer einig sein. Wir werden die unterschiedlichen Meinungen und Haltungen respektieren und akzeptieren. Denn wir werden getragen von dem Wissen, dass jede von uns ihr Bestes für den Hebammenstand gibt. Das Ziel muss sein, dass wir die interne Auseinandersetzung nicht scheuen, sondern sie suchen und respektvoll und auf Augenhöhe um den besten Weg ringen. Den mehrheitlich gefundenen gemeinsamen Weg.

Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen und wünsche uns allen eine gute und erfolgreiche Tagung. 


Zuletzt geändert am 05.11.2018