Deutsch English

Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Hebammenverband setzt sich zum Equal Pay Day für eine gerechte Vergütung von Hebammen ein

Frauen verdienen in Deutschland derzeit durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer. Insbesondere die sogenannten Frauenberufe, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden, werden vergleichsweise gering vergütet.

Am 18.03.2019 ist Equal Pay Day! (Foto: Businessfotografie Inga Haar)

Rund 1.800 Euro hat eine Hebamme, die Vollzeit in einer Klinik angestellt ist, am Monatsende auf ihrem Konto. Eine freiberufliche Hebamme bekommt für einen Hausbesuch im Wochenbett pauschal 37,49 Euro – egal, wie lange die Beratungen und Untersuchungen wirklich dauern. Das ist viel zu wenig für ihre verantwortungsvolle und gesellschaftlich hoch geschätzte Tätigkeit!

Hebammen begleiten Frauen bei Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Sie ermöglichen Frauen mit ihren Kindern und Familien den bestmöglichen Start ins gemeinsame Leben. Hebammen arbeiten hoch qualifiziert und sind verantwortlich für das Wohlergehen von Mutter und Kind rund um die Geburt. Sie sollten dafür endlich eine angemessene Vergütung erhalten.

Der Equal Pay Day thematisiert seit 1988 die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern. Inzwischen findet der Tag in zahlreichen europäischen Ländern statt. Aktuell müssen Frauen in Deutschland im Schnitt 77 Tage mehr arbeiten, um dasselbe Gehalt wie Männer zu erhalten. Aus diesem Grund findet hier am 18. März, dem 77. Tag des Jahres, der Equal Pay Day statt.

Zuletzt geändert am 07.08.2019