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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Akademisierung der Hebammenausbildung nimmt Fahrt auf

15.05.2019

Das Bundeskabinett hat heute den Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums für eine Reform der Hebammenausbildung in Form eines dualen Studiums verabschiedet. Alle Hebammen sollen zukünftig an Hochschulen ausgebildet werden. Damit wird auch Deutschland eine EU-Richtlinie erfüllen, die ab dem kommenden Jahr für alle Mitgliedstaaten gilt. Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) begrüßt die Akademisierung sowie den vorliegenden Gesetzentwurf.

Yvonne Bovermann, Beirätin für den Bildungsbereich des DHV

„Dies sind hervorragende Nachrichten für unseren Berufsstand“, sagt Yvonne Bovermann, Präsidiumsmitglied im Deutschen Hebammenverband (DHV) und Beirätin für den Bildungsbereich. „Dass der Bundesgesundheitsminister den Gesetzentwurf noch während der Beratung der Bundesländer im Parlament einbringt, zeigt den Wunsch, die Hebammenausbildung baldmöglichst aufzuwerten. Davon werden die betreuten Frauen, Familien und die künftigen Hebammen in hohem Maße profitieren.“ Der DHV begrüßt ausdrücklich den vorgelegten Gesetzentwurf, der primärqualifizierende, duale Studiengänge mit einem Studiengehalt für den Praxisanteil vorsieht.

Um die Betreuung der Frauen und Familien und die Qualifikation der Hebammen hierzu für die kommenden Jahre auf den bestmöglichen Weg zu bringen, schlägt der DHV noch folgende Änderungen am Gesetzentwurf vor. So sollte für die bestmögliche Betreuung der Schwangeren eine Vorbehaltstätigkeit durch Ärztinnen und Ärzte und Hebammen festgelegt werden. Darüber hinaus sollte ein weniger umständlicher Weg für die Kostenerstattung der freiberuflichen Externats-Hebammen aufgenommen werden. Zudem fordert der DHV dazu auf, den nachträglichen Titelerwerb aller Hebammen zum Bachelor zu ermöglichen.

Der aktuelle Zeitplan für die Beratungen zum Berufsgesetz ist:


15. Mai 2019: Das Bundeskabinett beschließt den Gesetzentwurf

04. Juni 2019: Die Koalitionsfraktionen beschließen den Gesetzentwurf

05./06. Juni 2019: Der Gesetzentwurf wird offiziell in das parlamentarische Verfahren eingebracht /1. Lesung im Bundestagsplenum

12. Juni 2019: Der Gesetzesentwurf wird im Gesundheitsausschuss des Bundesrates beraten

26. Juni 2019: Öffentliche Anhörung des Gesundheitsausschusses im Bundestag

28. Juni 2019: 1. Durchgang im Plenum des Bundesrates mit Stellungnahme

Wir werden Sie über Änderungen bzw. die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Den Gesetzentwurf der Bundesregierung finden Sie hier:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/H/Gesetzentwurf_Hebammenreformgesetz.pdf


Zuletzt geändert am 05.11.2018