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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Schwerpunktthema: Rollenbilder und Rollenwechsel

07.08.2019

[mitgliederinfo] Rollenwechsel gibt es viele in der Hebammenarbeit und im Hebammenleben: Wenn Liebende zu Eltern werden etwa, Hebammen zu Müttern, Männer zu Vätern, Jungen zu Mädchen … Die Augustausgabe des Hebammenforums widmet sich einigen davon.

Wenn aus einem Liebespaar Eltern werden, steht die Welt meist erstmal Kopf. Rollen müssen gefunden und neu ausgehandelt werden. Ingrid Löbner erklärt, wie wir werdende Eltern gut auf das neue Leben vorbereiten können. Ihr Rat: „Lesen Sie alle Bücher von Astrid Lindgren!“

Nach der Geburt suchen viele Wöchnerinnen ihren Weg zwischen dem Druck des schnellen Wieder-fit-werdens und den Anforderungen des eigenen Körpers, der nun Zeit braucht, um sich zu erholen.. „Da fehlt die traditionelle Wochenbettkultur“, findet Christiane Borchard im Interview. Sie meint: „Hier Gutes zu bewahren und Neues zu wagen, ist doch eine spannende Aufgabe für Hebammen!“

Hebammen, die ein Kind bekommen, tun sich oft besonders schwer in ihrer Doppelrolle als Mutter und Fachfrau. „Vielleicht denkst du, dass alle deine Hebammenkolleginnen ihre Kinder lächelnd in der heimischen Badewanne herausgeatmet haben“, schreibt Anja Gaca – und plädiert dafür, dass gebärende Hebammen genauso mitfühlend und geduldig mit sich sein sollten, wie sie das anderen Wöchnerinnen immer nahelegen.

Die frisch gebackenen Väter geraten dabei leicht aus dem Blick. Viele erfahren mit dem Vaterwerden einen Bedeutungsverlust. Helen Heinemann gibt Tipps, wie Hebammen dem Vater seine Bedeutung wiedergeben – „ganz kleine Geschichten, die aber eine große rituelle Wirkung haben“.

Viele Väter sind nämlich hoch motiviert wie der Mann von Charleen Reich, der beim dritten Kind das Elternjahr übernahm. Die frisch gebackene Mutter überraschte damals vor allem die lange To-do-Liste ihres Mannes und die kritischen Reaktionen einiger Freunde. Am Ende war die Vaterzeit „ein absoluter Zugewinn für alle Beteiligten“.

Manchmal kommen Überraschungen auch erst später – so wie bei Antonia von Soden-Fraunhofen, deren vierjähriger Sohn eines Tages erklärte, er wolle kein Junge mehr sein. Von Soden-Fraunhofen erzählt von Reaktionen der Familie und der Außenwelt, nachdem Belli von der Lederhose ins Dirndl wechselte. „Die Betroffenen werden sichtbarer“, so ihre Beobachtung, „und das ist gut so!“

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Zuletzt geändert am 07.08.2019