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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Hebammen sind systemrelevant

Deutscher Hebammenverband zur Corona-Pandemie

Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes © Deutscher Hebammenverband, Fotograf: Hans-Christian Plambeck

Die Hebammenverbände und der GKV-Spitzenverband haben in der Corona-Pandemie schnelle Lösungen gefunden. So ist unter anderem die Betreuung von Schwangeren und Müttern nun auch online möglich. Der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) stellt darüber hinaus auf seiner Website umfangreiche Informationen zum Umgang mit COVID-19 zur Verfügung. Doch der föderale Flickenteppich erschwert die Berufsausübung der Hebammen. Denn nicht in allen Bundesländern werden Hebammen zu den systemrelevanten Berufen gezählt und sind deshalb von den Gesundheitsämtern bei einer möglichen Verteilung von Schutzmasken und persönlicher Schutzkleidung nicht mitbedacht.

"Voraussichtlich über eine dreiviertel Million Geburten werden meine Kolleginnen in diesem Jahr in Deutschland betreuen", sagt Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. "Es ist absolut unverständlich, dass wir nicht überall dort mitbedacht werden, wo es um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung geht. Und noch viel mehr: Richtig wäre es, auf der Ebene der Entscheider mit am Tisch zu sitzen und unsere Expertise einzubringen – in der Politik, in den Gesundheitsämtern und in den Kliniken." Für die Zukunft müsse man aus den Fehlern, die gemacht wurden, lernen. Dazu gehörten unter anderem die bessere Bezahlung der Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie deren stärkere Einbindung in Entscheidungen, so Geppert-Orthofer weiter.

Aufgrund der aktuellen Lage ist es umso wichtiger, die bestmögliche Betreuung für Schwangere, Mütter und Familien anzubieten. Immer wieder verbieten Kliniken jedoch Begleitpersonen im Kreißsaal. "Eine Geburt ist für die ganze Familie ein essentielles Ereignis", so DHV-Präsidiumsmitglied Andrea Ramsell. „Die Familie stellt dabei eine Einheit dar, deren Trennung während und nach der Geburt weitreichende Folgen für die Familienbindung und Familiengesundheit hat. Wir appellieren daher eindringlich an alle Kliniken, für Väter oder eine andere Begleitperson für die Geburt eine Ausnahmereglung zu finden.

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Kontakt und weitere Informationen:

Deutscher Hebammenverband e. V.
Pressestelle
Telefon: 030/3940 677 30
E-Mail: presse(at)hebammenverband.de

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Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) ist der größte Hebammenberufsverband in Deutschland und setzt sich aus 16 Landesverbänden mit über 20.000 Mitgliedern zusammen. Er vertritt die Interessen aller Hebammen. Im DHV sind angestellte und freiberufliche Hebammen, Lehrerinnen für Hebammenwesen, Hebammen-wissenschaftlerinnen, Hebammen in den Frühen Hilfen, hebammengeleitete Einrichtungen sowie Hebammenschülerinnen und Studierende vertreten. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit ein zentrales Anliegen des Verbandes. Als Mitglied in der European Midwives Association (EMA), im Network of European Midwifery Regulators (NEMIR) und in der International Confederation of Midwives (ICM) setzt er sich auch auf europäischer und internationaler Ebene für die Stärkung der Hebammenarbeit sowie die Gesundheit von Frauen und ihren Familien ein.

Zuletzt geändert am 07.08.2019