Deutsch English

Pressestelle

DHV-Büro Berlin
Alt Moabit 92
10559 Berlin

Fon +49 030 3940 677 30
Fax +49 030 3940 677 49

presse@
hebammenverband.de

Büro Berlin 

 

 

Stillen und Beruf – gemeinsam geht’s

10.09.2015

Deutscher Hebammenverband fordert anlässlich der internationalen Weltstillwoche gesellschaftliche Aufwertung des Stillens

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) fordert zur internationalen Weltstillwoche Unternehmen zur Einrichtung von Stillräumen auf. Zudem wünscht der Verband ein stärkeres öffentliches Bewusstsein über die positiven Auswirkungen des Stillens für Mutter und Kind. Das diesjährige Motto „Stillen und Beruf – gemeinsam geht´s“ verweist auf die Herausforderung, vor der viele junge Mütter stehen: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die internationale Weltstillwoche macht in diesem Jahr vom 28.9. bis 4.10. darauf aufmerksam, wie bedeutsam Stillen für die Gesundheitsprävention ist.

„Hebammen leisten jungen Müttern eine unschätzbare Hilfestellung in den ersten Wochen des Stillens“, berichtet Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Stillen wirkt sich positiv auf die Gesundheit des Kindes und auf die Mutter-Kind-Bindung aus. Im Zuge der Work-Life-Balance sind hier Arbeitgeber aufgefordert, berufstätigen Müttern den Rücken zu stärken und Stillen am Arbeitsplatz zu ermöglichen.“

Gerade vor dem Hintergrund der oftmals niedrigen Stilldauer und einem leicht rückläufigen Still-Trend in Deutschland wäre die Einführung stillfreundlicher Orte ein Schritt in die richtige Richtung. Zwar werden direkt nach der Geburt 80 bis 90 Prozent aller Kinder gestillt, doch weniger als ein Fünftel aller Frauen stillen ihr Baby sechs Monate lang voll. Damit erfüllt ein Großteil der Mütter in Deutschland die WHO-Empfehlungen für das Stillen von Kindern nicht.

Aleyd von Gartzen, Beauftragte für Stillen und Ernährung im Deutschen Hebammenverband, fordert mehr Mut von den Unternehmen: „Hier ist jeder in der Verantwortung seinen Teil zur Gesundheitsprävention beizutragen. Es ist erwiesen, dass das Stillen von Kindern positive Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Beziehung hat und auch gesünder ist als jedes Muttermilch-Ersatzprodukt. Es wird hierzulande von der Mehrheit der Frauen als natürlich und gesundheitsfördernd für das Kind empfunden.“ 

Die internationale Weltstillwoche findet seit 1991 alljährlich statt. Sie wird von der World Alliance for Breastfeeding Action mit Partnern wie UNICEF und WHO organisiert mit dem Ziel, weltweit das Stillen zu fördern. Der Deutsche Hebammenverband zertifiziert im Vorfeld der Weltstillwoche stillfreundliche Unternehmen, um deren Vorreiterrolle hervorzuheben und weitere Betriebe zu motivieren, junge Mütter nach der Geburt ihres Kindes zu unterstützen. Zu den Stationen des DHV gehören unter anderem: 

  • 14.09.2015, 11 Uhr: Berliner Verkehrsbetriebe
  • 15.09.2015, 15 Uhr: Werder Frucht, Groß Kreutz
  • 16.09.2015, 15 Uhr: Kommunale Wasserwerke Leipzig KWL

Eine Landkarte mit allen Terminen können Sie hier einsehen: www.unsere-hebammen.de/mitmachen/still-tour

Kontakt und weitere Informationen:
Deutscher Hebammenverband e. V.
Pressestelle
Telefon: 030/89390802
E-Mail: presse(at)hebammenverband.de

 

..........

 

Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) ist der größte Hebammenberufsverband in Deutschland und setzt sich aus 16 Landesverbänden mit über 18.500 Mitgliedern zusammen. Er vertritt die Interessen aller Hebammen. Im DHV sind angestellte und freiberufliche Hebammen, Lehrerinnen für Hebammenwesen, Hebammenwissenschaftlerinnen, Familienhebammen, hebammengeleitete Einrichtungen sowie Hebammenschülerinnen und Studierende vertreten. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit ein zentrales Anliegen des Verbandes. Als Mitglied in der European Midwives Association (EMA), im Network of European Midwifery Regulators (NEMIR) und in der International Confederation of Midwives (ICM) setzt er sich auch auf europäischer und internationaler Ebene für die Stärkung der Hebammenarbeit sowie die Gesundheit von Frauen und ihren Familien ein.


Zuletzt geändert am 18.10.2019