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Hebammen suchen Nachwuchs

18.11.2015

Deutscher Hebammenverband wirbt für den Beruf

Das Interesse am Beruf der Hebamme ist hoch. Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Hebammenverbandes e.V. (DHV) unter 42 Berufsfachschulen hat ergeben, dass es 2015 pro Ausbildungsplatz zur Hebamme oder zum Entbindungspfleger sechs Bewerbungen gab. Dennoch bedeutet dies einen Rückgang bei den Bewerberbungen um über 50 Prozent in den vergangenen sieben Jahren. Faktoren wie die hohen Beiträge zur Haftpflichtversicherung und eine zunehmende Verschlechterung der strukturellen Arbeitsbedingungen in den Kliniken beispielsweise durch Personalknappheit verändern den Beruf. Diese Entwicklungen der letzten Jahre haben nach Einschätzung des DHV den Rückgang der Bewerberzahlen verursacht.

„Trotz mancher Problematiken lieben wir Hebammen unseren Beruf und wollen wieder mehr junge Menschen dafür begeistern“, meint Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands. Aufgrund steigender Geburtenzahlen ist der Beruf wichtig und zukunftssicher. In Deutschland muss bei jeder Geburt eine Hebamme dabei sein. „Hebammen sind dringend notwendig, damit alle Frauen rund um die Geburt gut versorgt sind. Wir stehen ein für eine Geburtshilfe mit möglichst wenigen Interventionen“, so Martina Klenk. Der DHV wirbt aktuell auf der Kampagnenplattform www.unsere-hebammen.de für den Beruf und bündelt die wichtigsten Informationen über das Berufsfeld mit der neuen Seite „Hebamme werden – Hebamme sein“.

Der Ausbildung von Hebammen bzw. des Entbindungspflegern wandelt sich aktuell. Hebammen werden zunehmend an Fachhochschulen ausgebildet. Der Beruf erfährt dadurch eine weitere Professionalisierung, nicht zuletzt durch gewonnene Erkenntnisse wissenschaftlicher Studien. Neben 58 Berufsfachschulen bieten in Deutschland derzeit vier Hochschulen ein primärqualifizierendes Hebammenstudium an. Darüber hinaus haben Hebammen an zahlreichen Hochschulen in Deutschland die Möglichkeit entweder parallel oder nach der Ausbildung zu studieren und einen akademischen Abschluss zu erwerben. Insgesamt erwerben mittlerweile 400 angehende Hebammen neben dem Hebammenexamen auch einen Bachelor-Abschluss.

Bei den Ausbildungsplätzen für Hebammen sank die Bewerberzahl von 2008 auf 2011 von 16 auf zehn Bewerberinnen je Ausbildungsplatz. Aktuell stagniert diese bei sechs Bewerbern auf jeden Ausbildungsplatz. Im Jahr 2014 haben 619 Hebammen und Entbindungspfleger das Hebammenexamen erfolgreich bestanden.

Kontakt und weitere Informationen:

Deutscher Hebammenverband e. V.
Pressestelle
Telefon: 030/89390802
E-Mail: presse@hebammenverband.de

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Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) ist der größte Hebammenberufsverband in Deutschland und setzt sich aus 16 Landesverbänden mit über 18.500 Mitgliedern zusammen. Er vertritt die Interessen aller Hebammen. Im DHV sind angestellte und freiberufliche Hebammen, Lehrerinnen für Hebammenwesen, Hebammenwissenschaftlerinnen, Familienhebammen, hebammengeleitete Einrichtungen sowie Hebammenschülerinnen und Studierende vertreten. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit ein zentrales Anliegen des Verbandes. Als Mitglied in der European Midwives Association (EMA), im Network of European Midwifery Regulators (NEMIR) und in der International Confederation of Midwives (ICM) setzt er sich auch auf europäischer und internationaler Ebene für die Stärkung der Hebammenarbeit sowie die Gesundheit von Frauen und ihren Familien ein.


Zuletzt geändert am 18.10.2019