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Hebammenwissenschaftlerin erhält Deutschen Pflegepreis

10.03.2016

Hebammenverband würdigt Engagement von Prof. zu Sayn-Wittgenstein

DHV-Präsidentin Martina Klenk (links) gratuliert Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein zum Deutschen Pflegepreis; Foto: Schlütersche Verlagsgesellschaft

Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein erhält heute den Deutschen Pflegepreis in Berlin. Sie ist Wegbereiterin der Hebammenwissenschaft und -forschung in Deutschland. Im Jahr 2000 hat sie als erste Hebamme in Deutschland einen Lehrstuhl für Pflege- und Hebammenwissenschaften übernommen. Der Deutsche Pflegepreis würdigt ihre bahnbrechende Tätigkeit auf dem Gebiet der Hebammenwissenschaften. Der Deutsche Hebammenverband e.V. gratuliert der Preisträgerin und würdigt insbesondere ihr Engagement bei der Akademisierung und damit auch der Professionalisierung der Hebammenausbildung. 

„Prof. zu Sayn-Wittgenstein ist eine Leitfigur des Hebammenwesens und hat unseren Berufsstand durch ihre Forschungen und Erkenntnisse maßgeblich geprägt“, so Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e.V. (DHV).

Frau Prof. zu Sayn-Wittgenstein war zunächst als Hebamme tätig. Sie absolvierte ein Studium der Pflege- und Gesundheitswissenschaften in den USA und promovierte 1999 an der Harvard Universität. Seit 2000 ist sie Professorin für Pflege- und Hebammenwissenschaften an der Hochschule Osnabrück. Ihr Grundlagenbericht „Geburtshilfe neu denken“ ist heute ein Standardwerk zum Hebammenwesen. Seitdem Prof. Sayn-Wittgenstein die Hebammenwissenschaften etabliert hat, erwerben immer mehr Hebammen neben dem Hebammenexamen auch einen Bachelor-Abschluss. Sie ist Mitgründerin und war langjährig Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft. 2015 wurde sie vom Bundespräsidenten in den Wissenschaftsrat berufen. 

Der Deutsche Pflegerat verleiht seit 1999 den Deutsche Pflegepreis an verdiente Persönlichkeiten. 2015 ging der Preis an die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer. Der Deutsche Hebammenverband ist Mitglied des Deutschen Pflegerats.

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Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) ist der größte Hebammenberufsverband in Deutschland und setzt sich aus 16 Landesverbänden mit über 19.000 Mitgliedern zusammen. Er vertritt die Interessen aller Hebammen. Im DHV sind angestellte und freiberufliche Hebammen, Lehrerinnen für Hebammenwesen, Hebammenwissenschaftlerinnen, Familienhebammen, hebammengeleitete Einrichtungen sowie Hebammenschülerinnen und Studierende vertreten. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit ein zentrales Anliegen des Verbandes. Als Mitglied in der European Midwives Association (EMA), im Network of European Midwifery Regulators (NEMIR) und in der International Confederation of Midwives (ICM) setzt er sich auch auf europäischer und internationaler Ebene für die Stärkung der Hebammenarbeit sowie die Gesundheit von Frauen und ihren Familien ein.


Zuletzt geändert am 18.10.2019