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Equal Pay Day 2018: Hebammenverband setzt sich für gerechte Vergütung von Hebammen ein

15.03.2018

Hebammen begleiten Frauen bei Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Sie ermöglichen Frauen mit ihren Kindern und Familien einen bestmöglichen Start ins gemeinsame Leben. Diese verantwortungsvolle Tätigkeit wird gesellschaftlich hoch geschätzt. Ein angemessenes Gehalt oder eine gute Vergütung bekommen Hebammen jedoch nicht – weder als Angestellte in den Kliniken, noch als freiberufliche Hebammen. Die Hebammentätigkeit ist ein Beruf, der überwiegend von Frauen ausgeübt und damit vergleichsweise schlecht bezahlt wird. Frauen verdienen in Deutschland derzeit durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer. Aktuell müssen Frauen im Schnitt 77 Tage mehr arbeiten, um das selbe Gehalt wie Männer zu erhalten. Aus diesem Grund findet in Deutschland am 18. März, dem 77. Tag des Jahres, der Equal Pay Day statt. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) nimmt dies zum Anlass, eine gerechte Vergütung für Hebammen zu fordern.

Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e. V. (Foto: DHV)

„Hebammen sind unersetzlich und setzen sich rund um die Uhr für Frauen und ihre Kinder ein“, meint Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des DHV. Der Hebammenverband fordert die angemessene Entlohnung von Hebammenleistungen entsprechend ihrer gesellschaftlichen Bedeutung. Frauenberufe und sogenannte Care-Berufe, beispielsweise in Pflegeeinrichtungen oder in der Altenpflege, werden nicht entsprechend des großen fachlichen Wissens wie auch der hohen Verantwortung vergütet.

Auch Hebammen erhalten gemessen an ihrer hohen Qualifikation und ihrer Bedeutung für die Gesundheit von Frauen und Kindern aus Sicht des Hebammenverbandes keine angemessene Vergütung. Trotz der Vergütungssteigerung 2017 für freiberufliche Hebammen durch die gesetzlichen Krankenkassen haben viele Hebammen immer noch ein geringes Einkommen und müssen zunehmend mehr Zeit für bürokratische Verfahren und Anträge aufwenden, die dann in der Betreuung der Frauen fehlt.

Der Equal Pay Day thematisiert seit 1988 die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern. Inzwischen findet der Tag in zahlreichen europäischen Ländern statt.


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Deutscher Hebammenverband e. V.
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Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) ist der größte Hebammenberufsverband in Deutschland und setzt sich aus 16 Landesverbänden mit über 19.500 Mitgliedern zusammen. Er vertritt die Interessen aller Hebammen. Im DHV sind angestellte und freiberufliche Hebammen, Lehrerinnen für Hebammenwesen, Hebammenwissenschaftlerinnen, Hebammen in den Frühen Hilfen, hebammengeleitete Einrichtungen sowie Hebammenschülerinnen und Studierende vertreten. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit ein zentrales Anliegen des Verbandes. Als Mitglied in der European Midwives Association (EMA), im Network of European Midwifery Regulators (NEMIR) und in der International Confederation of Midwives (ICM) setzt er sich auch auf europäischer und internationaler Ebene für die Stärkung der Hebammenarbeit sowie die Gesundheit von Frauen und ihren Familien ein.



Zuletzt geändert am 15.03.2018