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Welttag der Patientensicherheit 2021

Handeln Sie jetzt für eine sichere und respektvolle Geburtshilfe!

Der „World Patient Safety Day“ am 17. September nimmt in diesem Jahr die Geburtshilfe in den Fokus: Mit dem Motto „Act now for safe and respectful childbirth!“ lenkt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Blick klar auf die weltweit immer noch zu wenig beachtete Gruppe der Frauen und Neugeborenen. Das internationale Motto nennt neben medizinischen Bedarfen den Respekt als unverzichtbare Säule der Geburtshilfe, die auch von Geschlechterungerechtigkeit und Gewalt betroffen ist.

Neun Tage vor der Bundestagswahl untermauert die WHO damit die Relevanz der Wahlprüfsteine des Deutschen Hebammenverbands. Um Sicherheit und Respekt in der Geburtshilfe zu garantieren, muss die Politik Fakten schaffen: Die nachhaltige Verbesserung des Betreuungsschlüssels und angemessene Arbeitsbedingungen müssen in der Geburtshilfe in Deutschland flächendeckend Standard werden. 

Nicht zuletzt COVID-19 hat die WHO dazu gebracht, den dritten Welttag der Patientensicherheit ins Zeichen der Geburtshilfe zu stellen. Frauen und Neugeborene gehören zu der Bevölkerungsgruppe, die unverhältnismäßig stark von pandemiebedingten Lücken im Gesundheitssystem betroffen war. Und das bei einer Versorgungssituation, die weltweit sowieso häufig prekär ist. Geburten lassen sich auch durch eine Pandemie nicht verschieben. Dennoch stand auch in Deutschland die Betreuung von Frauen und Familien unter den verschärften Corona-Bedingungen nicht im Fokus der Politik. Hebammen wurden nicht explizit in die Verordnungen zum Schutz des Personals im Gesundheitswesen mit aufgenommen. Insbesondere die freiberuflichen Hebammen fielen aus fast jedem Schutzraster. 

Um die Forderung der WHO und auch die seit mehreren Jahren vom Deutschen Hebammenverband angemahnten Veränderungen zu schaffen, die eine sichere und respektvolle Geburtshilfe ermöglichen, braucht es eindeutige Bekenntnisse auf Seiten der politischen Parteien in Deutschland. „Geburtshilfliche Versorgung muss ein integraler Bestandteil von Gesundheitsversorgung sein. Und sie muss am Menschen, nicht am Profit orientiert sein. Denn das Geburtserleben ist unbezahlbar. Es bildet die Grundlage unserer Gesellschaft, es geht uns alle an!“, so der Appell von Ulrike Geppert-Orthofer, der Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands.

Die konkreten Forderungen des Deutschen Hebammenverbands im Wahljahr 2021 finden Sie hier:

https://www.unsere-hebammen.de/w/files/kampagnenmaterial/dhv_wahlpruefsteine.pdf

Der Welttag der Patientensicherheit, der von der Weltgesundheitsversammlung (WHA) 2019 mit der Resolution WHA72.6 über „Globale Maßnahmen zur Patientensicherheit“ eingeführt wurde, wird jährlich am 17. September begangen. Sein Ziel ist es, das weltweite Verständnis für Patientensicherheit zu verbessern, das öffentliche Engagement für die Sicherheit im Gesundheitswesen zu erhöhen und globale Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung vermeidbarer Schäden in der Gesundheitsversorgung zu fördern. Er steht jedes Jahr unter einem anderen Motto und beleuchtet Patientensicherheit da, wo Maßnahmen erforderlich sind, um Defizite in der Gesundheitsversorgung zu verringern und eine flächendeckende sichere Gesundheitsversorgung zu erreichen.

Zu weiteren Informationen zum World Patient Safety Day und der aktuellen Kampagne geht es hier: https://www.who.int/campaigns/world-patient-safety-day/2021

Die deutsche Variante vom Aktionsbündnis für Patientensicherheit erscheint unter folgendem Link: https://www.tag-der-patientensicherheit.de/

Download Pressemitteilung als PDF

 

Kontakt und weitere Informationen:

Deutscher Hebammenverband e. V.
Pressestelle
E-Mail: presse(at)hebammenverband.de

 

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Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) ist der größte Hebammenberufsverband in Deutschland und setzt sich aus 16 Landesverbänden mit über 21.000 Mitgliedern zusammen. Er vertritt die Interessen aller Hebammen. Im DHV sind angestellte und freiberufliche Hebammen, Lehrerinnen für Hebammenwesen, Hebammenwissenschaftlerinnen, Familienhebammen, hebammengeleitete Einrichtungen sowie Hebammenschülerinnen und Studierende vertreten. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit ein zentrales Anliegen des Verbandes. Als Mitglied in der European Midwives Association (EMA), im Network of European Midwifery Regulators (NEMIR) und in der International Confederation of Midwives (ICM) setzt er sich auch auf europäischer und internationaler Ebene für die Stärkung der Hebammenarbeit sowie die Gesundheit von Frauen und ihren Familien ein.

 

Zuletzt geändert am 25.11.2020