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Allgemeines zur Ausbildung

Die Hebammenausbildung dauert in Deutschland drei Jahre und findet an Hebammenschulen statt. Sie umfasst 1.600 Stunden Theorie und 3.000 Stunden praktische Ausbildung. Hebammenschulen werden von einer Lehrerin für Hebammenwesen (Lehrhebamme) und einem ärztlichen Leiter geleitet. Sie sind an Krankenhäuser angegliedert. Während der Ausbildung wird Ausbildungsentgelt gezahlt. Grundlage für die Ausbildung sind die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Hebammen und Entbindungspfleger HebAPrV und die Europäische Richtlinie 2005/36/EC.

Der theoretische und praktische Unterricht wird in der Hebammenschule erteilt. Die Ausbildungsinhalte sind in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung HebAPrV in Anlage 1 festgelegt. Die praktische Ausbildung umfasst Einsätze im Kreißsaal, auf der Wochenstation, Neugeborenenstation, operativen und nichtoperativen Pflegestation, Operationssaal, Kinderklinik und in einer freien Praxis.

Die Ausbildung endet mit der staatlichen Prüfung. Sie besteht aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Bei Nichtbestehen kann die Prüfung oder der entsprechende Teil der Prüfung einmal wiederholt werden. Nach bestandener Prüfung kann die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung beantragt werden.

Ausbildungsziel

Im § 5 Hebammengesetz ist das Ziel der Ausbildung festgelegt:

Die Ausbildung soll insbesondere dazu befähigen, Frauen während der Schwangerschaft, der Geburt und dem Wochenbett Rat zu erteilen und die notwendige Fürsorge zu gewähren, normale Geburten zu leiten, Komplikationen des Geburtsverlaufs frühzeitig zu erkennen, Neugeborene zu versorgen, den Wochenbettverlauf zu überwachen und eine Dokumentation über den Geburtsverlauf anzufertigen (Ausbildungsziel).

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

  • gesundheitliche Eignung
  • Realschulabschluss oder gleichwertige Schulbildung oder
  • Hauptschulabschluss und eine mindestens 2-jährige abgeschlossene Berufsausbildung oder die Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer

Die Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung sind im Hebammengesetz § 7 geregelt. 

Tipps für die Schulbewerbung

Wenn Sie sich in einer Hebammenschule bewerben möchten, sollten Sie die Bewerbungszeit einhalten und vollständige Unterlagen einreichen. Zu den Bewerbungsunterlagen gehören das Bewerbungsschreiben, in dem Sie Ihre Motivation für den Hebammenberuf darstellen, ein lückenloser Lebenslauf, ein aktuelles Lichtbild, eine Kopie des letzten Schulzeugnisses, ggf. Nachweise über ein Praktikum, eine Ausbildung oder Berufstätigkeit nach der Schulzeit.

In einigen Hebammenschulen sind Bewerbungsbögen auszufüllen oder die gesundheitliche Eignung ist durch eine entsprechende Bescheinigung nachzuweisen. Einzelheiten können Sie in den jeweiligen Schulen erfahren. Ein bundeseinheitliches Auswahlverfahren für die Vergabe von Ausbildungsplätzen gibt es nicht.

Bitte beachten Sie: Unsere Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. 

Zuletzt geändert am 20.02.2018