Deutsch English

Aktuelles

"HebammenWissen – Macht’s Möglich": Programm zum Kongress ansehen und anmelden!

13.12.2018

Das Programm zum 15. Hebammenkongress steht ab sofort online zur Verfügung, die Anmeldungen laufen....

Erhöhung der Betriebskostenpauschalen ab dem 1. Januar 2019

12.12.2018

Kurz vor Jahresende gibt es gute Neuigkeiten für freiberufliche Hebammen: Ab dem 1. Januar 2019...

StudyUp-Awards 2018: Hebamme ausgezeichnet

10.12.2018

Am 6. Dezember 2018 fand im Kulturzentrum Lutherhaus Osnabrück die Verleihungsfeier...

Allgemeines zur Ausbildung

Die Hebammenausbildung dauert in Deutschland drei Jahre und findet an Hebammenschulen statt. Sie umfasst 1.600 Stunden Theorie und 3.000 Stunden praktische Ausbildung. Hebammenschulen werden von einer Lehrerin für Hebammenwesen (Lehrhebamme) und einem ärztlichen Leiter geleitet. Sie sind an Krankenhäuser angegliedert. Während der Ausbildung wird Ausbildungsentgelt gezahlt. Grundlage für die Ausbildung sind die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Hebammen und Entbindungspfleger HebAPrV und die Europäische Richtlinie 2005/36/EC.

Der theoretische und praktische Unterricht wird in der Hebammenschule erteilt. Die Ausbildungsinhalte sind in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung HebAPrV in Anlage 1 festgelegt. Die praktische Ausbildung umfasst Einsätze im Kreißsaal, auf der Wochenstation, Neugeborenenstation, operativen und nichtoperativen Pflegestation, Operationssaal, Kinderklinik und in einer freien Praxis.

Die Ausbildung endet mit der staatlichen Prüfung. Sie besteht aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Bei Nichtbestehen kann die Prüfung oder der entsprechende Teil der Prüfung einmal wiederholt werden. Nach bestandener Prüfung kann die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung beantragt werden.

Alle Hebammen mit erfolgreich bestandenem Examen werden in Deutschland ihre Berufsanerkennung immer behalten, auch wenn die Hebammenausbildung reformiert wird. Niemand muss sich also Sorgen machen, dass eine begonnene oder absolvierte Ausbildung keinen Wert mehr haben könnte.

Übrigens können alle, die bereits vor der Reform der Hebammenausbildung einen akademischen Abschluss erwerben möchten, begleitend zur Ausbildung oder im Anschluss einen ergänzenden Bachelorstudiengang in Hebammenwissenschaften absolvieren.

Ausbildungsziel

Im § 5 Hebammengesetz ist das Ziel der Ausbildung festgelegt:

Die Ausbildung soll insbesondere dazu befähigen, Frauen während der Schwangerschaft, der Geburt und dem Wochenbett Rat zu erteilen und die notwendige Fürsorge zu gewähren, normale Geburten zu leiten, Komplikationen des Geburtsverlaufs frühzeitig zu erkennen, Neugeborene zu versorgen, den Wochenbettverlauf zu überwachen und eine Dokumentation über den Geburtsverlauf anzufertigen (Ausbildungsziel).

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Die Zugangsvoraussetzungen werden voraussichtlich ab dem 18.1.2020 angehoben auf eine 12-jährige allgemeine Schulbildung, also Fachabitur oder Abitur. Sie können jedoch bis zu einer neuen gesetzlichen Regelung in jedem Fall noch mit einer 10-jährigen Schulbildung (in Ausnahmefällen auch einer 9-jährigen) die Ausbildung absolvieren. Alle abgeschlossenen Berufsausbildungen werden in jedem Fall immer anerkannt bleiben!

  • gesundheitliche Eignung
  • Realschulabschluss oder gleichwertige Schulbildung oder
  • Hauptschulabschluss und eine mindestens 2-jährige abgeschlossene Berufsausbildung oder die Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer

Die Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung sind im Hebammengesetz § 7 geregelt. 

Tipps für die Schulbewerbung

Wenn Sie sich in einer Hebammenschule bewerben möchten, sollten Sie die Bewerbungszeit einhalten und vollständige Unterlagen einreichen. Zu den Bewerbungsunterlagen gehören das Bewerbungsschreiben, in dem Sie Ihre Motivation für den Hebammenberuf darstellen, ein lückenloser Lebenslauf, ein aktuelles Lichtbild, eine Kopie des letzten Schulzeugnisses, ggf. Nachweise über ein Praktikum, eine Ausbildung oder Berufstätigkeit nach der Schulzeit.

In einigen Hebammenschulen sind Bewerbungsbögen auszufüllen oder die gesundheitliche Eignung ist durch eine entsprechende Bescheinigung nachzuweisen. Einzelheiten können Sie in den jeweiligen Schulen erfahren. Ein bundeseinheitliches Auswahlverfahren für die Vergabe von Ausbildungsplätzen gibt es nicht.

Bitte beachten Sie: Unsere Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. 

Zuletzt geändert am 02.10.2018