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Aktuelles

"HebammenWissen – Macht’s Möglich": Programm zum Kongress ansehen und anmelden!

13.12.2018

Das Programm zum 15. Hebammenkongress steht ab sofort online zur Verfügung, die Anmeldungen laufen....

Erhöhung der Betriebskostenpauschalen ab dem 1. Januar 2019

12.12.2018

Kurz vor Jahresende gibt es gute Neuigkeiten für freiberufliche Hebammen: Ab dem 1. Januar 2019...

StudyUp-Awards 2018: Hebamme ausgezeichnet

10.12.2018

Am 6. Dezember 2018 fand im Kulturzentrum Lutherhaus Osnabrück die Verleihungsfeier...

Geschichte

Die hebammengeleitete Geburtshilfe

Die Geschichte der Geburtshilfe reicht weit in die frühe Menschheitsgeschichte zurück. Dem Ursprung nach ist Geburtshilfe eine solidarische Hilfe, die sich Frauen gegenseitig leisten.
Bereits im Alten Testament wird unterschieden zwischen Hebammen, die für die eigentlichen Geburten verantwortlich waren und Ärzten, die die Komplikationen nach der Geburt behandelten. Mitte des 20igsten Jahrhunderts gab es wohl den größten Wandel in der Geschichte der Geburtshilfe. Die Ursache dafür war die Verlagerung des Geburtsgeschehens in die Klinik und die Etablierung einer technisierten Geburtsmedizin.

Dadurch hat sich innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten die Hebammentätigkeit gravierend verändert.

Während der vergangenen Dekaden wurde ein engmaschiges Risikokonzept entwickelt, das Schwangerschaft und Geburt auf ein organmedizinisch riskantes Lebensereignis reduziert. Die Folge dieser medizinischen Sichtweise ist, dass Schwangerschaft und Geburt zu einem riskanten Ereignis erklärt wurden, das korrigierend und intervenierend durch die Medizin begleitet werden müsse. Hebammen widersetzen sich diesem Risikodenken und betrachten eine Geburt primär als ein normales und physiologisches Ereignis. Schwangere und gebärende Frauen sind extrem verletzlich. Was die Frauen bei einer Geburt am allermeisten brauchen, ist deshalb die Ermutigung und die liebevolle Bestätigung ihrer Fähigkeit normal gebären zu können und eine intensive partnerschaftliche Begleitung.
Die Hebammen des DHV ermutigen schwangere Frauen dazu, Vertrauen in den Geburtsprozess zu haben und mit dem Schmerz während der Geburt umgehen zu können. Bewusst erlebter und durchlebter Geburtsschmerz kann als Quelle elementarer Energie verstanden werden. Das Wissen, kritische Lebenssituationen gestalten und aushalten zu können, ist ein Erfahrungsmoment, das lebenslang große innere Kraft verleihen kann.

Damit sich Frauen nach der Geburt mit einem Gefühl des inneren Wachstums und einem Wissen um die eigene innere Stärke erleben können, bedarf es der Begleitung durch Hebammen.

Die heutigen Hebammen verstehen sich als Fürsprecherinnen der schwangeren und gebärenden Frauen und wollen deshalb autonomer in die Betreuung normaler Geburten eingebunden werden. Eine achtsame Begleitung durch Hebammen, vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit, ist ein gesellschaftlich relevanter Beitrag zur Frauen- und Familiengesundheit: Denn durch eine kompetente Hebammenbegleitung wird das zukünftige, gesundheitliche Wohlergehen von Mutter und Kind gestärkt.

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Zuletzt geändert am 19.02.2018