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Wenn Sie für Ihr frisches Wissen zu Corona Fortbildungsstunden nachweisen möchten, dann besuchen Sie OlGA. Zum Thema „Digitale Beratung und Kurse“ finden Sie hier einen Fortbildungsnachweis. Es entstehen weitere für jeweils zwei Notfallstunden für die Kurse „Persönliche Schutzausrüstung“ und „Aktuelles zu Corona“.

FAQ zu den Sonderregelungen

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht mit Antworten auf häufige gestellte Fragen zu den Sonderregelungen im Rahmen der befristeten Vereinbarung über alternative Möglichkeiten zur Leistungserbringung von freiberuflich tätigen Hebammen nach dem Vertrag über die Versorgung gemäß § 134a SGB V im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Achtung:

Ab dem 1. April 2021 tritt die befristete Vereinbarung vom 09.03.2021 in Kraft, welche bis zum 30.06.2021 bzw. für digitale Kurse bis zum 30.09.2021 Gültigkeit hat. Sie ersetzt ab dem 01.04.2021 die Vereinbarung vom 18.11.2020 (siehe auch hier).

Die Gemeinsame Umsetzungsempfehlung (GUE) wurde jetzt in die befristete Vereinbarung überführt, demzufolge existiert ab dem 1. Januar 2021 die GUE nicht mehr.

Technische Anforderungen an Videotelefonie (ab 01.01.2021)

Zur Durchführung der Videotelefonie müssen ab dem 1. Januar 2021 technische Mindestvoraussetzungen erfüllt werden. Diese Funktionen können vollständig (Handy, Laptop) oder teilweise in einem Gerät vereint sein.

  1. Kamera
  2. Bildschirm (Monitor, Display, etc.): Bildschirmdiagonale mindestens 3 Zoll (entspricht Handy mit Bildschirmdiagonale von 7,62 cm), bei gleichzeitiger Teilnahme mehrerer Versicherter mindestens 15,6 Zoll (entspricht Laptop mit Bildschirmdiagonale von 39,6 cm)
  3. Auflösung mindestens 640x480 px
  4. Bandbreite mindestens 2000 kbit/s im Download
  5. Mikrofon
  6. Tonwiedergabegerät

Schwangerschaft

1. Welche Leistungen kann ich jetzt auch per Kommunikationsmedium aufgrund der befristeten Sondervereinbarungen in der Schwangerschaft abrechnen?

Synchrone (gleichzeitige) Kommunikation zwischen Hebamme und Versicherte in Echtzeit vorrangig per Videotelefonie, auch über Telefon möglich:

  • 0270 Individuelle Basisdatenerhebung
  • 0280 Individuelles Vorgespräch über Fragen der Schwangerschaft und Geburt
  • 0290 Spezifisches Aufklärungsgespräch zum gewählten Geburtsort
  • 0570/0580 Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden oder bei Wehen für einen ununterbrochenen Zeitraum von über 20 Minuten.

Achtung:

Ab dem 1. Oktober 2020 gelten neue Positionsnummern für die digitale Leistungserbringung. Diese können erst ab dem 1. Oktober erbracht und frühestens 6 Wochen danach abgerechnet werden, demzufolge frühestens erst ab dem 13. November 2020. Grund ist erneut die erforderliche Zeit der Krankenkassen für die technische Umsetzung. Daher empfehlen wir bei Liquiditätsengpässen eine Trennung zwischen den digitalen und aufsuchenden Leistungserbringungen vorzunehmen und zwei getrennte Versichertenbestätigungen zu nutzen. Somit können die aufsuchenden Betreuungsleistungen im normalen Zeitrhythmus abgerechnet werden.

Auf der Versichertenbestätigung kann nur die jeweilige Bezugs-Positionsnummer angegeben werden, da die Versichertenbestätigungen nicht angepasst wurden. Weiterhin ist „V“ bzw. „T“ anzugeben. Durch die Abrechnungssoftware/Abrechnungsdienstleister müssen dann im digitalen Rechnungssatz die neuen Positionsnummern hinterlegt werden. Auf der E-Mailbestätigung bitte die neue Positionsnummer angeben.

Ankreuzen der Bezugs-Positionsnummer auf der Versichertenbestätigung

Neue Positionsnummer

Bezeichnung

0200

0270

Individuelle Basisdatenerhebung

0230

0280

Individuelles Vorgespräch

0240

0290

Spezifisches Aufklärungsgespräch

05X0

0570

0580 (mit Zuschlag)

Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden/Wehen

 

gilt weiterhin bis zum 30.06.2021

2. Unter welcher Positionsnummer kann ich eine Beratung in der Schwangerschaft mittels Kommunikationsmedium unter 20 Minuten abrechnen?

Die Beratungsleistung unter 20 Minuten mittels Kommunikationsmedium (vorrangig Videotelefonie, Telefon auch möglich) ist mit der Positionsnummer 0100 abzurechnen. Unter der Positionsnummer 0100 „Beratung der Schwangeren“ war schon immer die Nutzung eines Kommunikationsmediums möglich.

gilt weiterhin bis zum 30.06.2021

3. Unter welcher Positionsnummer kann ich die Betreuungsleistung in der Schwangerschaft mittels Kommunikationsmedium, die länger als 20 Minuten beansprucht, abrechnen?

Für eine notwendige ununterbrochene Betreuungsleistung über 20 Minuten hinaus und bis zur 40. Minute ist 05X0 einmal, ab der 41. Minute zweimalig abrechnungsfähig. Demzufolge kann die 0570 / 0580 maximal zweimal direkt hintereinander abgerechnet werden (ab der 41. Minute = 2 x 0570 / 0580 ).

Entgegen der Anlage 1.3 erlaubt die Sonderregelung nur eine begrenzte Abrechnung der 0570 / 0580 auf insgesamt vier Leistungen pro Tag mittels Kommunikationsmedium (vorrangig Videotelefonie, Telefon auch möglich).

Die Abrechnung der 0100 unmittelbar vor oder nach der 0570 / 0580 ist unzulässig.

gilt weiterhin bis zum 30.06.2021

Geburt

4. Welche Sondervereinbarungen wurden für die Leistungserbringung der Dienst-Beleghebammen getroffen?

Seit dem 19.06.2020 trat wieder die Beschränkung für Dienst-Beleghebammen in Kraft, dass Leistungen bei höchstens zwei Versicherten zur gleichen Zeit abrechnungsfähig sind. Jedoch können in der Zeit vom 19.06.2020 - 30.06.2021 mehr als zwei Versicherte abgerechnet werden, wenn eine Versorgung pandemiebedingt nicht sichergestellt werden kann. Dies muss auf der Versichertenbestätigung begründet werden. Mögliche Beispiele:

  • Kollegin geblockt durch zeitgleiche Betreuung einer Risikoklientin COVID 19
  • Teamreduzierung durch coronabedingte Quarantäne von Kolleginnen
  • coronabedingte Schließung einer Nachbarklinik, dadurch Übernahme von Geburten aus dem Einzugsbereich

 

Wochenbett

5. Welche Leistungen kann ich laut der Sondervereinbarungen jetzt auch per Kommunikationsmedium im Wochenbett und in der Stillzeit durchführen?

Synchrone Kommunikation zwischen Hebamme und Versicherte in Echtzeit vorrangig per Videotelefonie, auch Telefon möglich, für:

  • 2300 Beratung der Wöchnerin (bis zur 20. Minute abrechenbar)
  • 2900 Beratung bei Still- und Ernährungsschwierigkeiten (bis zur 20. Minute)
  • 2370/2380 (mit Zuschlag) Wochenbettbetreuung
  • 2870/2880 (mit Zuschlag) für Beratung bei Still- und Ernährungsproblemen

Ist eine weitergehende ununterbrochene Betreuungsleistung im außerklinischen Wochenbett oder in der Stillphase über 20 Minuten hinaus notwendig, kann ab der 21. Minute die Positionsnummer 2370/2380 bzw. 2870/2880 abgerechnet werden.

Achtung:

Auf der Versichertenbestätigung kann nur die jeweilige Bezugs-Positionsnummer angegeben werden, da die Versichertenbestätigungen nicht angepasst wurden. Weiterhin ist „V“ bzw. „T“ anzugeben. Durch die Abrechnungssoftware/Abrechnungsdienstleister müssen dann im digitalen Rechnungssatz die neuen Positionsnummern hinterlegt werden. Auf der E-Mailbestätigung bitte die neue Positionsnummer angeben.

Ankreuzen der Bezugs-Positionsnummer auf der Versichertenbestätigung

Neue Positionsnummer

Bezeichnung

21X0

2370

2380 (mit Zuschlag)

Wochenbettbetreuung

21X0

2870

2880 (mit Zuschlag)

Beratung bei Still- und Ernährungsschwierigkeiten

 

Unter den Positionsnummern 2300 „Beratung der Wöchnerin“ und der 2900 war schon immer die Nutzung eines Kommunikationsmediums möglich.

Die Abrechnung der 2300 beziehungsweise der 2900 unmittelbar vor oder nach der 2370/2380 und 2870/2880 ist unzulässig.

Die Kontingente der Anlage 1.3 bleiben davon unberührt.

gilt weiterhin bis zum 30.06.2021

6. Kann ich am 4. Tag des Wochenbettes aufgrund der befristeten Sonderregelungen mehr als zwei Leistungen per Kommunikationsmedium erbringen?

Nein, sind mehr als zwei Leistungen an einem Tag notwendig, ist eine ärztliche Anordnung notwendig. Gemäß der Anlage 1.3 sind innerhalb der ersten zehn Tage maximal 20 Betreuungen insgesamt abrechnungsfähig. Für die Überschreitung ist eine ärztliche Anordnung erforderlich.

Das bedeutet, dass die in der Anlage 1.3 Vergütungsverzeichnis zum Vertrag nach Paragraf 134a SGB V aufgeführten Regelungen weiterhin gültig sind. Alle Kontingente, Ausschlüsse und Anforderungen bleiben vollumfänglich bestehen.

gilt weiterhin bis zum 30.06.2021

Kurse

7. Kann ich jetzt auch Geburts- und Rückbildungskurse per Videotelefonie durchführen?

Ja, ab sofort können auch die Geburts- und Rückbildungskurse „live“ in Ton und Bild (in Echtzeit) durchgeführt werden. Hierfür sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  1. Eine digitale Lösung wird von der Hebamme bereitgestellt. Das verwendete Kommunikationsmedium muss eine synchrone Kommunikation zwischen Hebamme und Versicherter in Ton und Bild in Echtzeit ermöglichen (Videotelefonie). Der Versicherten dürfen für die Nutzung keine besonderen Kosten entstehen (insbesondere keine zusätzlichen Software- oder Nutzungskosten).
  2. Die Kurseinheit findet zu den mit allen Teilnehmerinnen vereinbarten Zeiten statt.
  3. Die Kurseinheit findet als Live-Kurseinheit statt. Eine Aufzeichnung ist unzulässig.
  4. Die Kursteilnehmer stimmen der „Zuschaltung“ der betroffenen Frauen via Internet zu, ansonsten ist eine Teilnahme nicht möglich.
  5. Die Inhalte der Kurseinheit entsprechen exakt denen der Präsenz-Kurseinheit; die Leistungen sind gleichwertig.
  6. Die Versicherten können wie gewohnt Fragen stellen.
  7. Für die Versichertenbestätigung gilt § 7 der Anlage 1.1 mit folgender Maßgabe: Eine rückwirkende Unterzeichnung der Versicherten bis zu acht Wochen nach Leistungserbringung ist mit dem Hinweis auf die Erbringung mittels Kommunikationsmedium möglich. Quittierung auf der Versichertenbestätigung in dem Feld „Unterschrift der Versicherten“: Kennzeichnung mittels Videoübertragung durch „V“ oder „Video“. Alternativ ist eine Bestätigung der Versicherten per E-Mail darüber, dass Sie an der jeweiligen Kurseinheit unter Angabe des Tages und der Uhrzeit (von … bis) teilgenommen hat, als Urbeleg ausreichend. Die Bestätigung per E-Mail kann sich auf mehrere Leistungen beziehen und muss spätestens zwei Wochen nach Erbringung der frühesten Leistung von der Versicherten versandt werden.
  8. Neu: Bereits begonnene Rückbildungskurse können aus pandemiebedingtem Grund unterbrochen und bis zum Ende des 12. Monats beendet werden.

Bitte beachten Sie die neuen technischen Anforderungen an Videotelefonie (siehe oben unter Technische Anforderungen).

Auf der Grundlage der technischen Mindestanforderungen ist zu gewährleisten, dass die Übungen und Anleitungen der Hebamme von allen Teilnehmerinnen zu sehen und zu hören sind. Darüber hinaus sollen Korrekturen bei der Umsetzung jeder einzelnen Teilnehmerin durch die Hebamme vorgenommen werden.

gilt bis zum 30.09.2021

8. Unter welchen Positionsnummern sind die Geburts- bzw. Rückbildungskurse abzurechnen?

  • 0770 Geburtsvorbereitung in der Gruppe
  • 2770 Rückbildungsgymnastik in der Gruppe

Achtung:

Auf der Versichertenbestätigung kann nur die jeweilige Bezugs-Positionsnummer angegeben werden, da die Versichertenbestätigungen nicht angepasst wurden. Weiterhin ist „V“ bzw. „T“ anzugeben. Durch die Abrechnungssoftware/Abrechnungsdienstleister müssen dann im digitalen Rechnungssatz die neuen Positionsnummern hinterlegt werden. Auf der E-Mailbestätigung bitte die neue Positionsnummer angeben.

Ankreuzen der Bezugs-Positionsnummer auf der Versichertenbestätigung

Neue Positionsnummer

Bezeichnung

0700

0770

Geburtsvorbereitung in der Gruppe

2700

2770

Rückbildungsgymnastik Gruppe

Auch hier gilt weiterhin für den Geburtsvorbereitungskurs in der Gruppe die maximale Anzahl bis zu zehn Schwangere je Gruppe und höchstens 14 Unterrichtsstunden (je Stunde mit 60 Minuten).

Im Rückbildungskurs bis zu zehn Teilnehmerinnen und maximal zehn Unterrichtsstunden (je Stunde mit 60 Minuten). Während der befristeten Sonderregelung gilt, dass bei Unterbrechung bereits begonnener Rückbildungskurse diese bis zum Ende des 12. Monats nach der Geburt abgeschlossen werden.

Diese Kurse können Sie bundesweit anbieten, regionale Begrenzungen bei Videokursangeboten sind nicht vorhanden.

Bitte beachten Sie die neuen technischen Mindestanforderungen, die seit dem 1. Januar 2021 gefordert werden (siehe oben).

Auf der Grundlage der technischen Mindestanforderungen ist zu gewährleisten, dass die Übungen und Anleitungen der Hebamme von allen Teilnehmerinnen zu sehen und zu hören sind. Darüber hinaus sollen Korrekturen bei der Umsetzung jeder einzelnen Teilnehmerin durch die Hebamme vorgenommen werden.

Liegt der Beginn der ersten Kurseinheit vor dem 31.06.2021, können diese Kurse auch digital beendet werden.

gilt bis zum 30.06.2021

9. Kann ich Geburtsvorbereitung bzw. Rückbildung in Einzelunterweisung per Kommunikationsmedium durchführen?

Eine Einzelunterweisung mittels Kommunikationsmedium ist bei fehlender medizinischer Indikation nicht möglich. Auch hier gelten die Regelungen gemäß der Anlage 1.3 unter den entsprechenden Positionsnummern. Die Kontaktbeschränkung aufgrund der COVID19-Pandemie ist keine medizinische Indikation.

gilt weiterhin bis zum 30.09.2021

Sonstiges

10. Welche Sondervereinbarung ist für das Wegegeld getroffen worden?

Bei Erbringung von Leistungen mittels Kommunikationsmedium ist eine Abrechnung von Wegegeld nicht zulässig.

Für die aufsuchende Betreuung gilt übergangsweise, wenn lokal keine Hebamme zur Verfügung steht, wird die übliche Begrenzung von 25 Kilometer auf 50 Kilometer Entfernung angehoben.

gilt weiterhin bis zum 30.06.2021

11. Wie lange ist die Sondervereinbarung mittels Kommunikationsmedium gültig?

Die befristete Vereinbarung vom 18. November 2020 über Leistungserbringung von freiberuflich tätigen Hebammen mit Kommunikationsmedien und Materialmehraufwand im Zusammenhang mit dem Coronavirus  traten am 1. Januar 2021 in Kraft und enden bis auf Weiteres für Leistungen, die bis zum 31. März 2021 erbracht wurden.

Ab dem 1. April 2021 gilt eine neue befristete Vereinbarung. Die digitale Leistungserbringung ist bis zum 30. Juni 2021 möglich, digitale Kursangebote bis zum 30. September 2021. Liegt der Beginn der ersten Kurseinheit vor dem 30. September 2021, können diese Kurse auch digital beendet werden.

Einen Monat vor Ablauf der Frist werden die Vertragspartner erneut prüfen, ob eine Verlängerung notwendig ist. Wichtig ist, dass die Vereinbarung bei Aufhebung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite außer Kraft tritt, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

 

12. Was ist zu tun, wenn die Abrechnungsstelle diese Ausnahmeform der Leistungserbringung noch nicht in ihr Abrechnungssystem eingearbeitet hat?

Dies ist mit der Abrechnungsstelle zu klären. Die Abrechnungsstellen erfahren so schnell wie möglich von der Veränderung und sind für die Einpflege in ihr System selber verantwortlich.

13. Wie ist die Leistungserbringung per Kommunikationsmedium (Videotelefonie, Telefonat etc.) zu quittieren?

Die jeweiligen Versichertenbestätigungen müssen entsprechend dem eingesetzten Kommunikationsmedium in dem Feld „Unterschrift der Versicherten“ zusätzlich durch ein „V“ oder „Video“ bzw. „T“ oder „Telefon“ gekennzeichnet werden. Die Unterschrift der Versicherten kann rückwirkend bis zu 8 Wochen nach der jeweiligen Leistungserbringung eingeholt werden. Die Versichertenbestätigung von Betreuungen über einen längeren Zeitraum müssen aufgrund der 8 Wochen ggf. mehrfach an die Versicherte übermittelt werden oder es wird eine neue Versichertenbestätigung begonnen. Die neuen Positionsnummern können auf den Versichertenbestätigungen nicht angegeben werden, daher bitte die entsprechenden Bezugs-Positionsnummern ankreuzen.

Anstatt der Unterschrift kann auch eine Bestätigung per Mail von der Versicherten über die erhaltenen Leistungen erfolgen. In einer E-Mail werden durch die Hebamme die erbrachten Leistungen von maximal 2 Wochen mittels Kommunikationsmittel mit Tag, Uhrzeit (von ... bis)  sowie der jeweiligen neuen Positionsnummer mit Bezeichnung aufgelistet (bei 0290 zusätzlich Angabe des Geburtsortes) und an die Versicherte versandt. Diese bestätigt den Erhalt der Leistungen in der Antwortmail. Bei weiterer Betreuung müssen Folgemails aller 2 Wochen mit Auflistung der erbrachten Leistungen an die Versicherte übermittelt werden. Die E-Mailbestätigung/en der Versicherten wird/werden als Urbeleg/e neben der Versichertenbestätigung der Hebamme bei der Krankenkasse eingereicht. Dies bedeutet, dass Sie die vollständig ausgefüllte Versichertenbestätigung (bei Leistungen mittels Kommunikationsmedium ohne Unterschrift) zusammen mit den E-Mailbestätigungen bei der Krankenkasse vorlegen müssen. Auch auf der Versichertenbestätigung müssen alle erbrachten Leistungen enthalten sein.  Aus Datenschutzgründen sollte die E-Mailadresse auf der Bestätigungsmail der Versicherten geschwärzt werden. Darüber hinaus sollte sie Name, Vorname und Geburtsdatum sowie Versichertennummer enthalten.

gilt weiterhin bis zum 30.06.2021 bzw. 30.09.2021 (Kursleistungen)

14. Wie ist die Frau über den Datenschutz per Kommunikationsmedium aufzuklären und wie wird diese Information von der Frau bestätigt?

Die allgemeinen Bestimmungen zum Datenschutz bleiben weiterhin bestehen. Bei der Leistungserbringung per Videotelefonie  ist auf eine End- to- End- Verschlüsselung des verwendeten Anbieters zu achten. Zertifizierte Anbieter finden Sie  zum Beispiel auf unserer E-Learning Plattform OlGA unter dem Button „Corona“.

Weitere Aufklärungspunkte zum Datenschutz sind, dass…

  • Fotos vor dem Versenden anonymisiert werden (Genitalien abdecken)
  • Audio- und Videogespräche nicht mitgeschnitten werden dürfen
  • eine End- to- End- Verschlüsselung verwendet wird

Die Frauen sind über die Besonderheiten bei der Leistungserbringung per Kommunikationsmedium aufzuklären. Das Aufklärungsgespräch dokumentieren Sie in der Akte der Frau. Sie können zusätzlich die Punkte in ihre Datenschutzerklärung aufnehmen, der Frau zusenden und unterzeichnet von der Frau zurücksenden lassen.

Bei Kurse per Videotelefonie sind die Teilnehmer vor Beginn des Kurses über folgende Punkte aufzuklären:

  • kein Mitschneiden von Audio- und Videogesprächen
  • an der Konferenz nimmt jeder freiwillig teil
  • es gilt weiterhin die allgemein gültige Fassung der Informationen zum Datenschutz (diese vorab per Mail senden)

Diese Aufklärung kann über die Kursanmeldung erfolgen oder vor Beginn der ersten Kurseinheit mittels Videotelefonie.

gilt weiterhin bis zum 30.06.2021 bzw. 30.09.2021 (Kursleistungen)

15. Bis wann müssen die Rechnungen, die unter die Sonderregelungen fallen, mit den gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden?

Auch hier gelten die vertraglichen Regelungen, gemäß § 2 Abs. 5 der Anlage 2 müssen alle erbrachten Leistungen aus dem Jahr 2020 spätestens bis zum 30. Juni 2021 abgerechnet werden (Ausschlussfrist).

16. Kann ich die Materialpauschalen für erbrachte Leistungen mittels Kommunikationsmedium abrechnen?

Nein, die Materialpauschalen sind nicht abrechnungsfähig.

gilt weiterhin bis zum 30.06.2021

17. Gibt es eine Materialpauschale für eventuell entstehende Kosten in Bezug auf Soft-und Hardware bzw. Anbieterkosten?

Für die zur Verfügung gestellte Infrastruktur per Kommunikationsmedium gibt es keine gesonderte Materialpauschale. Die entstandenen Kosten sind mit den Vergütungspositionen der befristeten Ausnahmeregelungen abgegolten.

(Hinweis: Anfallende Kosten können steuerrechtlich geltend gemacht werden.)

gilt weiterhin bis zum 30.06.2021/für Kursleistungen bis 30.09.2021

18. Muss ich mich derzeit an die Fristen innerhalb meines QM halten (internes Audit, externes Audit, Fortbildungspflicht…)?

Alle Fristen im Rahmen der Qualitätsvereinbarung nach der Anlage 3 zum Vertrag nach § 134a SGB V werden bis sechs Wochen nach Aufhebung der Gefährdungseinschätzung „hoch“ des Robert Koch-Instituts zur aktuellen Covid-19-Pandemie verlängert.

Ab dem 19.06.2020 gelten wieder die üblichen Fristen im Rahmen der Qualitätsvereinbarungen gemäß der Anlage 3 zum Vertrag nach § 134a SGB V. Die Verlängerungsfrist von 6 Wochen entfällt demzufolge.

19. Ich möchte in der Pandemiezeit wieder als freiberufliche Hebamme unterstützend tätig sein. Was muss ich beachten?

Die gemäß § 3 Abs. 1 Satz 2 der Anlage 3 zum Vertrag nach Paragraf 134a SGB V vorgesehene Zeitspanne wird übergangsweise von 18 Monaten auf sechs Jahre erhöht: „Die Hebamme stellt sicher, dass sie vor Neu- oder Wiederaufnahme ihres spezifischen Leistungsspektrums der freiberuflichen Hebammentätigkeit (z. B. Schwangerenvorsorge, Kurse, Geburtshilfe, Wochenbettbetreuung) die nötigen Qualifikationen (erforderliche hebammenspezifische praktische Fertigkeiten zum Umgang mit möglichen Fallkonstellationen) nach dem jeweils aktuellen Stand der Hebammenwissenschaften gewährleistet. Eine Wiederaufnahme ihres spezifischen Leistungsspektrums der freiberuflichen Hebammentätigkeit liegt nicht vor, wenn diese Tätigkeit bis zu 6 Jahre nicht ausgeübt wurde.“

Ab dem 19.06.2020 gilt wieder die ursprüngliche Regelung von 18 Monaten gemäß § 3 Abs. 1 Satz 2 der Anlage 3 zum Vertrag.

20. Können die Leistungen der Positionsnummern 0200/0230/0240 auch per Chat erbracht werden?

Nein, für alle Positionsnummern, die jetzt aufgrund der befristeten Sonderregelung auch per Kommunikationsmedium durchgeführt werden können, gilt, dass die Betreuungsleistung synchron vorrangig per Videotelefonie, aber auch per Telefon in Echtzeit erbracht werden muss.

gilt weiterhin bis zum 30.06.2021

21. Gelten die Sonderregelungen auch für die private Gebührenordnung in den Ländern?

Die Abklärung, ob die Sondervereinbarung zur Abrechnung von Hebammenleistungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auch privatrechtlich abgerechnet werden darf, muss einzeln auf Länderebene erfolgen. Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Landesverband, inwieweit schon Zusagen für die befristete Vereinbarung vom 19.03.2020 und die Änderungsvereinbarung vom 25.03.2020 zum Vertrag nach § 134a SGB V für die private Abrechnung zur Anwendung vorliegen. Wir empfehlen folgendes Vorgehen: Die mögliche Anwendung von digitalen Kommunikationsmitteln (Videotelefonie, Live-Kurse) sollte in den Behandlungsvertrag mitaufgenommen werden. Die Frau muss sich im Vorfeld bei ihrer Krankenkasse erkundigen, ob die vereinbarten Hebammenleistungen (mit den Sonderregelungen) auch von ihrer privaten Versicherung übernommen werden.

gilt weiterhin bis zum 30.06.20201 bzw. für Kursleistungen bis 30.09.2021

22. Kann ich Verzugszinsen für Nachberechnungen geltend machen?

Nachberechnungen für Hauptleistungen nach den vorangegangenen Corona-Vereinbarungen (19.03. und 19.06.2020) sind analog dem hebammenhilfevertrag bis spätestens zum 30. Juni 2021 einzureichen. Werden die Nachberechnungen eingereicht, tritt innerhalb von 3 Monaten nach Eingang der Nachberechnung im Rahmen der elektronischen Abrechnung gemäß § 301a SGB V kein Verzug ein.

Befristete Pandemie-Zuschläge zu Materialpauschalen

23. Erhalte ich bei einer außerklinischen Geburt zusätzlich zur Materialpauschale Geburtshilfe (3600) einen Pandemie-Zuschlag für die PSA (Persönliche Schutzausrüstung)?

Ja, für die außerklinische Geburt kann ich zur Materialpauschale Geburt einmalig eine Pauschale (3607) in Höhe von 14,95 € in Rechnung stellen. Sofern eine weitere Hebamme beteiligt ist, hat auch diese einen Anspruch darauf.

gilt weiterhin bis zum 30.06.2021

24. Kann ich für die aufsuchende Betreuung bei einer Frau mit nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion bzw. Verdachtsfall im Rahmen einer Vorsorge oder bei Schwangerschaftsbeschwerden/Wehen einen Pandemie-Zuschlag abrechnen?

Ja, zu den herkömmlichen Materialpauschalen Vorsorge (3400) und/oder Schwangerschaftsbeschwerden/Wehen (3500) kann zusätzlich ein Pandemie-Zuschlag (3888) einmalig in Höhe von 10,12 € innerhalb der Quarantänezeit abgerechnet werden.

Neu ab dem 1. April 2021:

Ab dem 1. April 2021 kann für die persönliche Leistungserbringung bei Frauen mit nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion oder begründetem Verdachtsfall ein zweites Mal die Materialpauschale in dieser Zeit abgerechnet werden. Voraussetzung dafür ist, dass ein zweiter persönlicher Kontakt während der Infektionszeit bzw. bei begründetem Verdachtsfall in der Schwangerschaft (3888) notwendig ist und dieser an einem anderen Tag stattfindet. Das Vorliegen einer Corona-Infektion bzw. der begründete Verdacht einer solchen Infektion ist für den ersten und zweiten Kontakt durch einen geeigneten Nachweis  (z. B. Kopie der behördlichen Quarantäneanordnung, Kopie ärztliches Attest) zusammen mit der Versichertenbestätigung der Krankenkasse vorzulegen. Liegt der Versicherten kein Nachweis vor, kann die Versicherte auf der Versichertenbestätigung dies schriftlich dokumentieren und unterschreiben (mit Angabe, seit wann sie offiziell ein begründeter Verdachtsfall bzw. infiziert ist sowie das Ende der Quarantänezeit). Bei fehlender Mitwirkung der Versicherten kann die Hebamme die Angaben gesondert dokumentieren und unterschreiben.

Die folgenden Beispiele dienen nur der besseren Nachvollziehbarkeit aus gebührenrechtlicher Sicht:

Beispiel 1: Frau mit nachgewiesener Infektion (Befund vom 4. April 2021) meldet sich mit SS-spezifischen Beschwerden bei der Hebamme am 8. April 2021, Hebamme entscheidet sich für den aufsuchenden Besuch

  1. aufsuchender Hausbesuch bei Hilfe bei Beschwerden am 8. April 2021 – 1. Abrechnung Pandemie-Zuschlag-Schwangerschaft 3888
  2. aufsuchender Hausbesuch Hilfe bei Beschwerden am 29. Juni 2021 - keine Abrechnung des Pandemie-Zuschlags zum zweiten Mal möglich, da außerhalb der Infektionszeit

Beispiel 2: Frau mit nachgewiesener Infektion (Befund vom 1. April 2021)

  1. aufsuchender Hausbesuch für Vorsorge am 4. April 2021 – 1. Abrechnung Pandemie-Zuschlag-Schwangerschaft 3888
  2. aufsuchender Hausbesuch Hilfe bei Beschwerden am 8. April 2021 – 2. Abrechnung Pandemie-Zuschlag-Schwangerschaft 3888

gilt bis zum 30.06.2021

25. Kann ich für die aufsuchende Betreuung bei einer Frau mit nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion bzw. Verdachtsfall im Wochenbett einen Pandemie-Zuschlag abrechnen?

Ja, zu den Materialpauschalen aufsuchende Wochenbettbetreuung (3800) oder bei Beginn der aufsuchenden Wochenbettbetreuung (3900) kann zusätzlich eine Pauschale einmalig in Höhe von 19,69 € innerhalb der Quarantänezeit abgerechnet werden.

Neu ab 1. April 2021:

Ab dem 1. April 2021 kann für die persönliche Leistungserbringung bei Frauen mit nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion oder begründetem Verdachtsfall ein zweites Mal die Materialpauschale in dieser Zeit abgerechnet werden. Voraussetzung dafür ist, dass ein zweiter persönlicher Kontakt während der Infektionszeit bzw. bei begründetem Verdachtsfall im Wochenbett (3889) notwendig ist und dieser an einem anderen Tag stattfindet. Das Vorliegen einer Corona-Infektion bzw. der begründete Verdacht einer solchen Infektion ist für den ersten und zweiten Kontakt durch einen geeigneten Nachweis  (z. B. Kopie der behördlichen Quarantäneanordnung, Kopie ärztliches Attest) zusammen mit der Versichertenbestätigung der Krankenkasse vorzulegen. Liegt der Versicherten kein Nachweis vor, kann die Versicherte auf der Versichertenbestätigung dies schriftlich dokumentieren und unterschreiben (mit Angabe, seit wann sie offiziell ein begründeter Verdachtsfall bzw. infiziert ist sowie das Ende der Quarantänezeit). Bei fehlender Mitwirkung der Versicherten kann die Hebamme die Angaben gesondert dokumentieren und unterschreiben.

Die folgenden Beispiele dienen nur der besseren Nachvollziehbarkeit aus gebührenrechtlicher Sicht:

 

Beispiel 1:  Frau mit nachgewiesener Infektion wird am 3. Tag nach der Geburt am 1. April 2021 entlassen

  1. aufsuchender Hausbesuch erfolgt am 2. April 2021 – 1. Abrechnung Pandemie-Zuschlag Wochenbett 3889
  2. aufsuchender Hausbesuch erfolgt am 5. April 2021 -  2. Abrechnung Pandemie-Zuschlag Wochenbett 3889
  3. aufsuchender Hausbesuch erfolgt am 10. April 2021 – kein Pandemie-Zuschlag abrechenbar

gilt bis zum 30.06.2021

26. Welche weiteren Pandemie-Zuschläge können bei gesunden Frauen zur entsprechenden Materialpauschale bei aufsuchenden Betreuungen abgerechnet werden?

Inkludiertes Material sind Handschuhe und MNS/FFP2-Maske. Die befristeten Zuschläge können zusätzlich zu den Materialpauschalen Vorsorge/Schwangerschaftsbeschwerden/Wehen und Wochenbett für jeden persönlichen Kontakt abgerechnet werden.

 

Positionsnummer

Zuordnung

Betrag

3407

zur Materialpauschale Vorsorgeuntersuchung 3400

0,70 €

3507

zur Materialpauschale Schwangerschaftsbeschwerden/Wehen

0,70 €

3807

Zur Materialpauschale Wochenbett 3800 oder Beginn Wochenbettbetreuung 3900

0,83 €

3877

für Material bei nicht aufsuchender Wochenbettbetreuung 21X0

0,83 €

3907

für Material bei Hilfe bei Still- und Ernährungsschwierigkeiten des Kindes 2800 oder 2810

0,83 €

 

gilt bis zum 30.06.2021

Zuletzt geändert am 26.05.2021