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DHV-Beauftragte für Fortbildung

Ute Petrus
Zur Kütte 12
36211 Alheim

Tel.: 05664 - 9390081
Fax 05664 - 9390082

petrus@
hebammenverband.de
   

Fortbildungspflicht in Bayern

Berufsordnung vom 01. Juni 2013

§ 7 Fortbildung

(1) 1Hebammen und Entbindungspfleger haben sich beruflich fortzubilden. 2In einem Zeitraum von je drei Jahren sind mindestens 40 Fortbildungsstunden mit einer Dauer von jeweils 45 Minuten neben dem Studium der Fachliteratur zu absolvieren. 3Davon sind je zehn Stunden in den drei Bereichen Schwangerschaft, Geburtshilfe einschließlich Notfällen und Reanimation in der Geburtshilfe sowie Wochenbett und die übrigen zehn Stunden im Fach- und Methoden-Kompetenzbereich abzuleisten.

(2) Auf Verlangen müssen Hebammen und Entbindungspfleger eine entsprechende Fortbildung gegenüber der zuständigen unteren Behörde für Gesundheit, Veterinärwesen, Ernährung und Verbraucherschutz in geeigneter Form nachweisen.

Der Bayerische Hebammen Landesverband e.V. empfiehlt seinen beruflich aktiven MitgliederInnen folgende qualitätssichernde Massnahmen:

Ausgehend von der Primärversorgung durch die Hebammen während Schwangerschaft, Ge­burt und Wochenbett sollten in diesen Bereichen Fortbildungen in gleichem Maße erfolgen. Dabei sind berufsaufgabenbezogene Kompetenzen sowie Fach- und Methoden-Kompeten­zen zu fördern. Innerhalb von drei Kalenderjahren sollen 40 Fortbildungsstunden (Schul­stunden) absolviert werden. Davon sind je 10 Stunden in den drei Bereichen der berufsbezogenen Kompetenzen Schwangerschaft, Geburtshilfe und Wochenbett und die übrigen 10 Stunden im Fach- und Methoden-Kompetenzbereich abzuleisten.

Fortbildungen in berufsaufgabenbezogenen Kompetenzen können bspw. sein:

Schwangerschaft
• Informationen zu Gestationsdiabetes und damit verbundene Ernährung
• Ernährungsberatung der Schwangeren
• Psychohygiene bei Risikoklientel (alte Erstgebärende, Teenagermütter etc.)
• Beratung und Hilfe hinsichtlich Rauchentwöhnung
• Beratung und Hilfe hinsichtlich anderer Drogen und Süchte
• Beratung zu Fragen der Pränataldiagnostik
• Geburtsvorbereitung
• Schwangerschaftsvorsorge
• Schwangerengymnastik
• Maßnahmen zur Verringerung von Ängsten
• Maßnahmen zur Prävention von Frühgeburten
• Neuerungen der Mutterschaftsrichtlinien
• frühe Elternbildung ...
• Einschätzung des Geburtsfortschritts und kindlichen Wohlbefindens (z.B. CTG)
• Bedeutung von Schmerz in der Geburtshilfe
• Risikomanagement und -einschätzung
• Qualitätssicherung in der Geburtshilfe
• Wassergeburt
• Versorgung eines Dammschnittes oder -risses
• Nicht-medikamentöse Schmerzbehandlung
• Integration von Vätern und anderen Familienangehörigen in die Geburtsarbeit
• Notfallmanagement (Blutungen, kindliche Reanimation, Frühgeburtlichkeit, Atemnotsyndrom, kindl. Fehlbildungen, Präeklampsie, Embolie, Infektion etc.) …

Wochenbett
• Stillberatung, -förderung und -anleitung
• Stillen unter erschwerten Bedingungen (LKGS, Frühchen, Mehrlinge etc.)
• Wochenbettpflege und -physiologie
• Säuglingsernährung im ersten Lebensjahr
• Säuglingspflege
• Postpartale Depression
• Prävention von Rückbildungs- und Wundheilungsstörungen
• Förderung der Eltern-Kind-Beziehung (Bindungsforschung)
• Frühkindliche Entwicklung
• Interdisziplinäre Betreuung von sozial benachteiligten Familien
• Informationen zu aktuellen Impfempfehlungen für Säuglinge
• Informationen zu aktuellen Screeningverfahren
• Prophylaxe von postpartalen Infektionen
• Prävention des plötzlichen Kindstodes
• Neue Erkenntnisse der Verhütungsberatung und Sexualhygiene
• Rückbildungsgymnastik
• Beckenbodengymnastik
• Familienbildung

Fortbildungen im Fach- und Methoden-Kompetenzbereich
• Leitung von Qualitätszirkel
• Berufs- und Verbandspolitik
• Teilnahme an Qualitätszirkel
• Alternative Behandlungsmethoden (z.B. Akupunktur, Homöopathie etc.)
• Anwendung von Computerprogrammen
• Fachsprachen (z.B. Fachenglisch)
• Einführung in wissenschaftliches Denken und Arbeiten
• Teamentwicklung
• Kommunikation
• Rechtliche Fragen der Hebammenarbeit
• Dokumentation
• Konfliktmanagement
• Beratungskompetenz
• Deeskalationstraining
• Betreuung während Sterben, Tod und Trauer
• Betreuung von Migrationsfamilien
• Ethnologische und kulturelle Aspekte von Schwangerschaft und Geburt
• Ethische Aspekte in der Geburtshilfe
• Prävention des Burnout-Syndroms
• Zeitmanagement ...

Bei der Teilnahme an Landes- und Bezirkstagungen sowie an angebotenen Fortbildungen des Landesverbandes, werden die entsprechenden Stunden auf der Teilnahmebescheinigung ausgewiesen. Sollten bei Fortbildungen anderer Anbieter keine Stunden ausgewiesen sein, empfehlen wir, das Programm (einschl. Pausen etc.) zusammen mit der Teilnahmebestäti­gung abzuheften. Nachweishefte sollen zu den Fortbildungen mitgebracht werden, um dort abgestempelt zu werden. Natürlich können Sie auch besuchte Fortbildungen nachträglich im Heft selbst eintragen.

Das Stundenniveau wurde an den Kernkompetenzen unseres Berufsbildes bemessen.

Fortbildungen, die den Standards einer qualitätssichernden Maßnahme entsprechen, wer­den vom Verband in der Ausschreibung mit entsprechender Stundenzahl gekennzeichnet.

Fortbildungen, die vor Erscheinen dieser Empfehlung absolviert wurden, werden nicht nachträglich von verbandlicher Seite in das Nachweisheft eingetragen. Fortbildungsangebo­te unseres Landesverbandes können dem halbjährlich erscheinenden Fortbildungskalender entnommen werden. Auf unserer Homepage www.bhlv.de finden Sie außerdem Seminare und Tagungen anderer Anbieter, sowie Kongresse angrenzender Berufsgruppen

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Zuletzt geändert am 27.05.2019