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Erreichbarkeit von Müttern nach der Geburt zur Erfassung ihrer postpartalen Gesundheit

Bestandsaufnahme der Wochenbettbetreuung durch Hebammen

P13: 6./7. Mai: 12.45-13.45

Melita Grieshop, Hebamme, Dipl. Pflegepädagogin, Hochschule Osnabrück
in Zusammenarbeit mit: Prof. Dr. Claudia Hellmers, Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein

Hintergrund
Die Darstellung der postpartalen Gesundheit von Frauen ist nur bedingt möglich, da lediglich schwere Komplikationen erhoben werden. Darüber hinaus steht für die Wochenbettbetreuung durch Hebammen kein einheitliches Dokumentationsverfahren zur Verfügung, so dass mütterliche Beschwerden zwar dokumentiert, aber nicht statistisch erfasst werden. Ebenso werden Ergebnisse der gynäkologischen Untersuchung am Ende des Wochenbetts nicht zusammengeführt.
Um die mütterliche Gesundheit sektorenübergreifend abzubilden, bedarf es eines standardisierten Datenerhebungsverfahrens und eines systematischen Zugangs zu den Frauen. Über die Hebammenbetreuung kann ein großer Teil der Mütter erreicht werden, jedoch ist unklar, wie viele Frauen die Versorgung in Anspruch nehmen.

Ziel
Über eine Bestandsaufnahme der Wochenbettbetreuung durch Hebammen soll die Erreichbarkeit von Müttern nach der Geburt analysiert werden. Es werden Erkenntnisse über die Informationswege hinsichtlich des Anspruchs auf Hebammenbetreuung und den Grad der Versorgung der Mütter angestrebt. Die Ergebnisse fließen in eine zweite Erhebung (2014), in der ein Dokumentationsbeleg für die mütterliche postpartale Gesundheit entwickelt und eingesetzt werden soll.

Methode
In einer prospektiven Querschnittstudie werden in geburtshilflichen Einrichtungen der verschiedenen Versorgungsstufen sowie in Geburtshäusern Mütter (n=300) mittels standardisiertem Fragebogen befragt. Die Studie wurde von der Ethikkommission der Universität Osnabrück befürwortet.

Ergebnisse
Es wird erwartet, dass der überwiegende Teil der Mütter über die Wochenbettbetreuung informiert ist und diese in Anspruch nimmt. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass Frauen aus vulnerablen Gruppen schlechter über die herkömmlichen Zugangswege für eine Erfassung ihrer postpartalen Gesundheit erreichbar sind.

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Zuletzt geändert am 19.02.2014