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Das Wohlbefinden von Eltern nach der Geburt des ersten Kindes

Qualitative Untersuchung zur frühen Familienphase

P2: 5. Mai, 13.45-14.30

Julia Heine, M. A., Hebamme, Berufspädagogin für Gesundheitsberufe · Hochschule Osnabrück
in Zusammenarbeit mit Ch. Ullrich, S. Metzing, C. Hellmers

Hintergrund: Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die Geburt des ersten Kindes mit vielen Veränderungen für die Eltern einhergeht und den Übergang zur Elternschaft als ein kritisches Lebensereignis beschrieben. Diese Phase des Übergangs zur Elternschaft muss nicht gleich zu einer Krise der neuen Familie führen, aber es ist dennoch bemerkenswert, dass die Anspannungen und Probleme der Eltern, die sie im zweiten bis sechsten Lebensmonat des Neugeborenen empfanden, zum Teil noch bis in das zweite Lebensjahr des Kindes relevant sein können. Studien zeigen, dass die Bewältigung dieser Übergangsphase stark davon abhängt, welche Ressourcen den Eltern zur Verfügung stehen und wie sie diese nutzen können. Dabei konnten bislang die folgenden Aspekte identifiziert werden: Soziales Netzwerk und die Familie, die Unterstützung durch Expertinnen und Experten, der Umgang mit dem Kind und die bestehende Partnerschaft nehmen maßgeblich Einfluss darauf, wie Eltern die frühe Familienphase erleben und bewältigen. Dabei scheint eine frühe positive Bewältigung im Übergang zur Elternschaft auch eine positive familiale Entwicklung zu fördern. Der Begriff des Wohlbefindens wird dabei verstärkt als ein multidimensionales Konzept diskutiert, in dem die subjektive Qualität des eigenen Lebens in einer Gesellschaft betrachtet wird.

Vor dem Hintergrund des bisherigen Forschungsstandes hat die Studie einen explorativen Charakter hinsichtlich der Kombination der Untersuchung der frühen Familienphase, ihres differenzierten Begriffs von Wohlbefinden und der Untersuchung von Müttern und Vätern.

Ziel/ Fragestellung: Das Ziel des Forschungsvorhabens ist es, zu untersuchen, welche Dimensionen wie für das Wohlbefinden von Eltern in der frühen Familienphase nach der Geburt des ersten Kindes eine Bedeutung haben. Dies soll aus der Perspektive der Eltern rekonstruiert werden. Folgende Fragestellungen leiten die

Untersuchung:

  • Wie stellt sich aus Sicht der Eltern die frühe Familienphase nach der Geburt des Kindes in Hinblick auf ihr Wohlbefinden da?
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  • Was trägt zum Gelingen der frühen Familienphase bei? Wo sehen die Eltern Herausforderungen und Probleme? Wo sehen sie Unterstützungsbedarf, wo finden sie Unterstützung?
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  • Welche Ressourcen nehmen Eltern als vorhanden oder fehlend in Bezug auf ihr Wohlbefinden wahr und wie beeinflussen diese das Wohlbefinden?
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  • Welche Strategien nutzen Eltern, um den Alltag und Krisensituationen zu bewältigen?
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  • Welche Bedeutung hat die eigene Familie und/ oder das soziale Netzwerk in diesem Zusammenhang?

Methode: Die Beschreibung der Perspektive von Eltern auf ihr Wohlbefinden in der frühen Familienphase nach der Geburt des ersten Kindes erfolgt in einem qualitativen Forschungsdesign. Die Eltern werden in einem zirkulären Forschungsprozess mittels Theoretical Sampling ausgewählt und mit einem geeigneten qualitativen Analyseverfahren ausgewertet.

Ergebnisse: Zum Zeitpunkt des Hebammenkongresses können erste Ergebnisse vorgestellt werden.

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Zuletzt geändert am 19.02.2014