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Herausforderungen bei der Entwicklung eines Personalbedarfsermittlungsinstrumentes

Vorstellung und kritische Auseinandersetzung mit der Methode

P7: 5. Mai, 13.45-14.30

Nina Rogava, Hebamme, Dipl. Pflegewirtin (FH) Hochschule Osnabrück
in Zusammenarbeit mit Dipl. Kauffrau (FH) Nina Knape, Prof. Dr. Petra Gorschlüter, Prof. Dr. Manfred Haubrock und Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein

Derzeit gilt als Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Hebammenzahlen im Krankenhaus eine aus dem Jahr 1993 stammende Empfehlung zu Personal-Anhaltszahlen für Hebammen der Deutschen Krankenhausgesellschaft, den Spitzenverbänden der Träger der gesetzlichen Krankenversicherung sowie dem Bund deutscher Hebammen (heute Deutscher Hebammenverband). Diese wird den Veränderungen des deutschen Gesundheitswesens (beispielsweise die Umstellung der Krankenhausfinanzierung, die Einführung von Versorgungsstufen und ähnlichem) nicht gerecht. Die erlösorientierte Personalbedarfsermittlung, wie sie seit der DRG-Einführung in Krankenhäusern vorwiegend praktiziert wird, berücksichtigt nicht die Bedürfnisse der Gebärenden im Krankenhaus. Auch die Arbeitsplatzmethode und der leistungsorientierte Ansatz zur Personalbedarfsermittlung sind nicht qualitätsorientiert.

Die Studie „Personalbedarfsermittlung von Hebammen im Kreißsaal“ hat die Entwicklung, Erprobung und Evaluation eines Instrumentes zur Personalbedarfsermittlung von Hebammen im Kreißsaal zum Ziel. Im Rahmen der ersten Projektphase fand eine Auseinandersetzung mit bestehenden Personalbedarfsermittlungsinstrumenten statt, die ausnahmslos einen niedrigen bis mittleren Komplexitätsgrad, eine eher geringe Erklärungsreichweite und keinen Fallbezug aufweisen (Isfort 2008). Somit wird ein eigenes Instrument entwickelt, welches einen empirisch fundierten Ansatz haben soll.

Als qualitätsorientierende, normative Vorgabe wird innerhalb der Studie die Eins-zu-Eins Betreuung während der Geburt vorausgesetzt, wie es auch in anderen Ländern vorgegeben ist. Eine empirische Vorgehensweise auf Basis dieser normativen Vorgabe ist nur eingeschränkt möglich. Diese Kontroverse wird im Vortrag diskutiert und eine mögliche Methodik zur Entwicklung eines Personalbedarfsermittlungsinstrumentes für Hebammen im Kreißsaal vorgestellt.

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Zuletzt geändert am 19.02.2014