Deutsch English

Aktuelles

Ob außerklinisch oder im Kreißsaal: Die Geburtseinleitung mit Rizinusöl ist eine häufig angewendete Methode. Die aktualisierte AWMF-Leitlinie...

Die Fortschreibung der befristeten Vereinbarung über Leistungserbringung von freiberuflichen Hebammen mit Kommunikationsmedien und Materialmehraufwand...

Deutscher Hebammenverband fordert die Umsetzung des Nationalen Gesundheitsziels – für Frauen, Kinder und Familien

Jetzt anmelden! Stellen Sie sich Ihr ganz persönliches Kongressprogramm zusammen, und informieren Sie sich über die regelmäßigen Ergänzungen und...

Zum 1. März 2021 werden die Zuschläge zu den Materialpauschalen im Zusammenhang mit dem Coronavirus erhöht. Dies betrifft die Zuschläge bei Kontakten...

Die Zukunft des Hebammenwesens hat am Sonntag, 24. Januar 2021 eine neue, starke Gemeinschaft von Mitgestalter*innen gewonnen.

Deutscher Hebammenverband zieht positive Bilanz

Im deutschsprachigen Raum findet der Großteil der Geburten vaginal statt. Dennoch fehlten bisher Empfehlungen auf hohem Evidenzniveau.

Neuer Haftpflichtversicherungsvertrag mit höherer Deckung bietet mehr Sicherheit für Hebammen

Rund 200 Teilnehmerinnen diskutieren digital die Herausforderungen und Ziele für das kommende Jahr

Wochenbett im Kontinuum von Schwangerschaft und Geburt. Körperarbeit im Frühwochenbett

WS 15, 14.30-18.00

Marie-Christine Gassmann

Die Wochenbettzeit ist eine Phase der Unsicherheit und Verletzlichkeit, für Kind, Mutter und Familie, eine Zeit der Neuorganisation auf der körperlichen, der emotionalen und der sozialen Ebene. Will man diese sensible Phase verstehen, müssen die physischen und psychischen Spuren von Schwangerschaft und Geburt einbezogen werden. Was ist geschehen ist in Bezug auf das Kontinuum, die körperliche und psychische Integrität, das Vertrauen in den eigenen Körper, die Selbstanbindung, das Kohärenzgefühl?  Stellt man sich diese Fragen mit Blick auf die heutigen Umstände unter denen Schwangerschaft und Geburt stattfinden, wird klar, dass diese Aspekte in vielen Fällen spätestens im Wochenbett der Beachtung und Heilung bedürfen; dies unter anderem im Hinblick auf Gesundheit,  Bindungsfähigkeit und Entwicklung von Elternkompetenz.

Es macht einen Unterschied, ob die Heilungs- und Stabilisierungsprozesse auf eine nachhaltige, zeitgerechte Art ablaufen dürfen oder ob die junge Familie möglichst schnell funktionieren muss und sozusagen in den neuen Lebensabschnitt hineinstolpert, in vielen Fällen in Richtung Überforderung. Die Hebamme kann durch die Qualität ihrer Arbeit in der sensiblen Phase Wochenbett einen entscheidenden Beitrag leisten zur Stärkung der physischen und psychischen Gesundheit von Mutter, Kind und Familie. Wo das Kontinuum unterbrochen wurde, kann der Faden wieder geknüpft werden. Wo die Bindung und das Stillen erschwert sind, kann die Selbstanbindung gefördert werden (über den Körper und über systemische Bezüge). Wo das Kohärenzgefühl geschwächt wurde, kann es wieder gestärkt werden. Es braucht in der Wochenbettzeit viel Orientierung, Orientierung im eigenen Körper, in der eigenen Identität, in den Beziehungen, im System, in der Zeit. Das Kind braucht Schutz und Zuwendung, Halt, Wärme und Nahrung; das gleiche braucht auch seine Mutter und ebenso die ganze neue Familie. Ein Rahmen von Schutz und sorgfältiger Begleitung erhöht die Chancen für Mutter, Kind und Familie, den kommenden Herausforderungen gewachsen zu sein.

Hinweis: Alle Inhalte dieser Internetseite sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung, auch in Teilen, nur nach schriftlicher Genehmigung durch den Deutschen Hebammenverband e.V.

« Programmübersicht Dienstag Nachmittag

Zuletzt geändert am 04.01.2016