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Ob außerklinisch oder im Kreißsaal: Die Geburtseinleitung mit Rizinusöl ist eine häufig angewendete Methode. Die aktualisierte AWMF-Leitlinie...

Die Fortschreibung der befristeten Vereinbarung über Leistungserbringung von freiberuflichen Hebammen mit Kommunikationsmedien und Materialmehraufwand...

Deutscher Hebammenverband fordert die Umsetzung des Nationalen Gesundheitsziels – für Frauen, Kinder und Familien

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Zum 1. März 2021 werden die Zuschläge zu den Materialpauschalen im Zusammenhang mit dem Coronavirus erhöht. Dies betrifft die Zuschläge bei Kontakten...

Die Zukunft des Hebammenwesens hat am Sonntag, 24. Januar 2021 eine neue, starke Gemeinschaft von Mitgestalter*innen gewonnen.

Deutscher Hebammenverband zieht positive Bilanz

Im deutschsprachigen Raum findet der Großteil der Geburten vaginal statt. Dennoch fehlten bisher Empfehlungen auf hohem Evidenzniveau.

Neuer Haftpflichtversicherungsvertrag mit höherer Deckung bietet mehr Sicherheit für Hebammen

Rund 200 Teilnehmerinnen diskutieren digital die Herausforderungen und Ziele für das kommende Jahr

Der Januskopf der Pränataldiagnostik: Zum kritischen Umgang mit den neuen Blut-Tests (NIPD) in der Praxis

WS 17, 16.30-18.00

Claudia Schumann

Die NIPD (nichtinvasive Pränataldiagnostik)erweitert und verändert die Pränataldiagnostik: Aus dem mütterlichen Blut können schon sehr früh sichere Aussagen darüber gewonnen werden, ob eine Chromosomenveränderung (Trisomie 13/18/21 ;  X0, XXY)  vorliegt.  Die Chance: Frühe Entängstigung gerade bei älteren Schwangeren, weniger Amniozentesen „auf Verdacht“, damit weniger iatrogene Fehlgeburten. Das Risiko: Die NIPD kann sich zur Screening-Methode in der Frühschwangerschaft entwickeln verbunden mit dem (unausgesprochenen) Druck auf Schwangere, diese Art von PND in Anspruch nehmen zu müssen. Bis hin zum Fluch: Selektion statt Inklusion, d.h. allgemeine Akzeptanz von Schwangerschafts-Abbrüchen aufgrund chromosomaler Abweichung, Diskriminierung von Behinderten.
Noch ist die NIPD eine Selbstzahlerleistung, wobei die Preise fallen (derzeit zwischen ca. 400 -500€). Eine Einführung als Kassenleistung wird diskutiert.  Wer wird sich dann gegen eine einfache Blut-Untersuchung aussprechen? Es ist zu befürchten, dass Frauen noch mehr meinen, selbst für ein gesundes Kind verantwortlich zu sein: „So etwas muss es doch nicht mehr geben.“
Auch wenn überwiegend FrauenärztInnen die Beratung zu Pränataldiagnostik und damit zu NIPD machen, sollten Hebammen darüber gut Bescheid wissen, denn sie werden oft um ihre Meinung gefragt, ihr Rat ist wichtig für Frauen.

Im Workshop soll nach entsprechender Information über das Janusgesicht der NIPD und den Umgang von Hebammen damit diskutiert werden mit dem Ziel, für die Beratung von Schwangeren besser gerüstet zu sein und evtl. auch gesellschaftlich Einfluss zu nehmen.

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Zuletzt geändert am 21.04.2016