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Sind Studierende der Gesundheitsberufe an der Lehre von Naturheilverfahren und Komplementärmedizin interessiert?

Poster, 2. Mai, 12.30 - 13.30 Uhr

Beate Stock-Schröer

Einleitung 

Die Studie untersuchte die Frage, ob Studierende an deutschsprachigen Hochschulen mit den Studiengängen Gesundheitswissenschaften, Physiotherapie, Hebammenkunde, Pflege, Logopädie und Ergotherapie an der Lehre der Naturheilverfahren und Komplementärmedizin bereits während ihres Studiums interessiert sind. Aufgrund des großen Interesses und der Inanspruchnahme seitens der Bevölkerung für komplementäre Therapieverfahren werden auch die Gesundheitsberufe in Zukunft mit der Nachfrage von Patientenseite zu rechnen haben. 

Methoden 

Von Juni bis Oktober 2014 wurde eine onlinebasierte Fragebogenerhebung im Rahmen einer Querschnittsstudie mit der Open Source Software LimeSurvey durchgeführt. Über die Ansprechpartner an den Hochschulen für Gesundheitsberufe wurde der Link zur Umfrage an die Studierenden weitergeleitet. Der Fragebogen enthielt u.a. eine Liste von insgesamt 52 Therapien aus dem Bereich der Naturheilverfahren und Komplementärmedizin. Die Studierenden sollten angeben, welche Therapien sie kennen und welche Erfahrung sie damit gemacht haben. Darüber hinaus galt es die Einstellung der Studierenden zu den Verfahren abzufragen. 

Ergebnisse 

Der Fragebogen wurde von 828 Studierenden vollständig ausgefüllt. Diese ließen sich den folgenden Studiengängen zuordnen: Hebammenkunde 10.3% (N=80),, Ergotherapie 6.7% (N= 52), Logopädie 5.7% (N=44), Pflege 23.1% (N=79), Physiotherapie 17.1% (N=133) und Gesundheitswissenschaften allgemein 37.2% (N=289). Fast die Hälfte der Studierenden (44,7%, N=370) gab an, dass ihr Wissen zu den einzelnen Therapien ungenügend sei oder nur mittelmäßig (45%, N=373) und nur 10,3% (N=85) verfügten ihrer Meinung nach über ein gutes bis sehr gutes Wissen. Dabei sind mehr als zwei Drittel der Studierenden (78%, N=646) der Ansicht, dass ein guter Therapeut eine Vorstellung von Naturheilverfahren und Komplementärmedizin haben sollte, um die Patienten/innen entsprechend beraten oder behandeln zu können. Die Ergebnisse zeigen, dass es bei den Studierenden der Gesundheitsberufe einen großen Bedarf zu geben scheint, mehr über Naturheilverfahren und Komplementärmedizin an den Hochschulen zu lernen. Auf dem Kongress werden weitere Ergebnisse präsentiert.

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Zuletzt geändert am 29.04.2016