Deutsch English

Aktuelles

Trotz des Endes der seit März 2020 geltenden Sondervereinbarung zur Erbringung von Hebammenleistungen mithilfe digitaler Medien mit der Aufhebung der...

Oft ist es sinnvoll, innerhalb der Klinik verschiedene Betreuungskonzepte anzubieten. Nicht selten wünschen sich Frauen interventionsarme Geburten,...

Deutscher Hebammenverband fordert dringend Überarbeitung

Zur Bundesdelegiertentagung 2021 stellt Verband berufspolitische Weichen.

Wir rufen Sie dazu auf: Machen Sie Externatsplätze möglich.

Die Betreuung Schwangerer durch Hebammen mithilfe digitaler Technik hat sich in der Pandemie gut bewährt. Das zeigt ein aktueller Forschungsbericht...

Die befristete Vereinbarung über Leistungserbringung von freiberuflich tätigen Hebammen mit Kommunikationsmedien und Materialmehraufwand im...

Gemeinsam mit den Landesverbänden und der Hebammengemeinschaftshilfe (HGH) organisieren wir verschiedene Hilfen und informieren Sie hier laufend.

Ab dem 1. Juli 2021 tritt die Fortschreibung der befristeten Vereinbarung über Leistungserbringung von freiberuflichen Hebammen mit...

Online-Vermittlungsplattform für Hebammenleistungen hat bereits über 10.000 Schwangeren „ihre“ Hebamme vermittelt.

ammely

Was ist ammely, und warum gibt es ammely?

ammely ist die deutschlandweite Hebammen-Vermittlungsplattform des DHV, die in Kooperation mit der Keleya Digital-Health Solutions GmbH verwirklicht wird. Als Vermittlungsplattform ist sie für Schwangere, junge Familien und Hebammen kostenlos. Die Plattform ist im Internet unter www.ammely.de zu erreichen. 

ammely wird für die Zukunft der Hebammengemeinschaft eine wichtige Rolle spielen: im Rahmen der Digitalisierung im Gesundheitswesen, aber auch, um wertvolle Informationen zur Hebammenversorgung für die berufspolitische Arbeit zu gewinnen.

Die Idee zu ammely entstand 2019 aus der Erkenntnis, dass die Entwicklung digitaler Gesundheitsleistungen auch immer mehr die Hebammen betreffen wird. Der Deutsche Hebammenverband hat sich dafür entschieden, den Digitalisierungsprozess für die Hebammengemeinschaft aktiv mitzugestalten und Fehlentwicklungen in der digitalen, geburtshilflichen Beratung vorzubeugen.

 

Welche Rolle spielt der DHV bei ammely? Was war die Motivation dafür?

ammely ist die deutschlandweite Hebammen-Vermittlungsplattform des DHV, die in Kooperation mit der Keleya Digital-Health Solutions GmbH verwirklicht wird. ammely bringt Hebammen und Frauen zusammen und dient dazu, die Betreuung von Frauen insgesamt zu verbessern. Die Hebammensuche für Frauen wird bundesweit vereinheitlicht und vereinfacht. Ziel ist, dass es Frauen so leicht wie möglich gemacht wird, eine Hebamme zur Betreuung oder für eine konkrete Problemstellung, auch sehr kurzfristig, zu finden. Je einfacher dieser Weg ist, desto mehr Frauen werden langfristig betreut werden können. 

Darüber hinaus birgt ammely ein hohes berufspolitisches Potential. Wir können mehr Informationen über die Betreuungsrealität zwischen Hebammen und Schwangeren/jungen Familien in Deutschland gewinnen. Um die Interessen der Hebammen politisch bestmöglich vertreten zu können, fehlt dem DHV bisher häufig die Information, wie viele Frauen beispielsweise keine Hebamme finden konnten, obwohl sie eine suchten. Diese und weitere Informationen kann ammely langfristig liefern. Je mehr Hebammen mitmachen, desto besser die Datenlage! Bisher wissen beispielsweise die Krankenkassen und Abrechnungsdienstleister mehr über die Arbeitsrealität von Hebammen als der DHV als größte Interessensvertretung der Hebammen. 

Die digitalen Engagements des DHV sollen dazu dienen, der Hebammenschaft Zugang zu diesen Informationen „über sie“ zu verschaffen. Die Entwicklung, dass im Rahmen der Digitalisierung Daten generiert werden und sich unser Berufsstand digitalisiert, können und wollen wir nicht aufhalten. Aber umso wichtiger ist es, dass diese Informationen, die sich in ammely durch die Abbildung der Versorgungssituation darstellen, in den Händen des DHV sind und eben nicht in den Händen anderer. Und genau das ist bei ammely sichergestellt – und zwar nur bei ammely.

 

Wer ist Keleya Digital-Health Solutions GmbH?

Das Berliner Start-Up Keleya Digital-Health Solutions GmbH bietet seit September 2017 die Keleya App für die Schwangerschaft an. 

Die Gründerinnen, Victoria Engelhardt und Sarah Müggenburg, sowie das gesamte Keleya-Team haben es sich zum Ziel gesetzt, mit ihren Angeboten dazu beizutragen, die Schwangerschaft und Geburt zu einem positiven Erlebnis zu machen und die Frauen mithilfe von personalisierten Workouts, Expertentipps und Rezepten zu begleiten. Keleya Digital-Health Solutions GmbH engagiert sich für eine umfassende und fachlich fundierte, digitale Unterstützung in der Schwangerschaft, ergänzend zu Angeboten vor Ort und sieht sich als Partner der Hebammen. 

Die Keleya Digital-Health Solutions GmbH ist gerade dabei ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufzubauen und hat dafür in verschiedenen Beteiligungsrunden Risikokapital erhalten. Die Investoren und Keleya haben sich selbst zum Ziel gesetzt in ihrer Ausrichtung unabhängig zu bleiben und vor allem die Interessen der Nutzer*innen zu vertreten.

 

Warum ist Keleya die bestmögliche Partnerin für den DHV?

Von Beginn an ist Keleya die Zusammenarbeit mit Hebammen ein wichtiges Thema. Um den Nutzer*innen die bestmöglichen Angebote zu machen, werden alle Inhalte mit Hebammen entwickelt und geprüft. Diese Ausrichtung und Qualität der Inhalte hat den DHV u.a. davon überzeugt, mit Keleya zusammenzuarbeiten. Zusätzlich verfügt das Keleya Team über langjährige Erfahrung in der Umsetzung von IT-Projekten und legt großen Wert auf nutzerzentrierte Designs. 

Keleya hat sowohl die Bedürfnisse von schwangeren Frauen und jungen Müttern als auch von Hebammen im Fokus und möchte sie bestmöglich zusammenbringen. Dies entspricht dem Anliegen des DHV in erster Linie für die Hebammen tätig zu sein, dabei nie aber die Frau aus dem Blick zu verlieren. 

Keleya und der DHV arbeiten gleichberechtigt an der Weiterentwicklung von ammely. Der DHV prägt ganz wesentlich aufgrund seiner Expertise die Funktionalität von ammely und bringt sein Wissen über die berufspolitischen Interessen ein. 

 

Kostet die Lösung für Betreuungssuchende oder Hebammen etwas?

Die Funktion der Suche von Hebammenleistungen wird für die Hebammen immer kostenlos sein. 

 

Wird die Plattform durch Werbeeinnahmen finanziert?

Ja. Die Entwicklung einer Plattform wie ammely erfordert hohe Investitions- und Entwicklungskosten. Da ein finanzielles Engagement des DHV nicht vorgesehen ist, werden Einnahmen über Werbung erzielt. Dabei ist mit Keleya vertraglich vereinbart, dass die strengen Kooperationsrichtlinien des DHV, insbesondere der WHO-Kodex für die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten, als Voraussetzung für die Auswahl von Werbepartnern gelten. 

 

Wie funktioniert die Plattform ammely.de für die Keleya Digital-Health Solutions GmbH als Geschäftsmodell? Wie verdient Keleya dann sein Geld damit?

Die Grundfunktion der Hebammenvermittlung wird dauerhaft für Frauen und Hebammen kostenlos nutzbar sein.

Keleya (technisch) und der DHV (inhaltlich) entwickeln darüber hinaus zusätzliche Funktionen, um die Arbeit der Hebammen digital zu unterstützen. Ziel ist es über die reine Vermittlung hinaus die Betreuung weiter zu optimieren. Dazu gehört dann auch die Administration von Krankheits- und Urlaubsvertretungen oder Wartelisten- oder Nachrückfunktionen. Wir können uns vorstellen, dass ammely auch weitere Tools für eine administrative Unterstützung für freiberuflich tätige Hebammen anbietet. 

Diese Zusatzfunktionen können in Zukunft dann einzeln von den Hebammen gebucht werden – müssen aber nicht genutzt werden.

 

Die Keleya Digital-Health Solutions GmbH bietet innerhalb der Keleya App digitale Kurse an – Warum arbeitet der DHV mit einem Konkurrenten zusammen?

Ein Geburtsvorbereitungsvideo, wie es auch von Keleya angeboten wird, kann die Kurse mit einer „richtigen“ Hebamme nie ersetzen. Der DHV und Keleya sehen darin also keine Maßnahme, die auf Teilnehmer*innen aus einem Hebammenkurs abzielt. 

ammely funktioniert aktuell als Website und ist via ammely.de erreichbar. Nutzerinnen können via ammely nicht nur Betreuung, sondern auch Kurse suchen, jedoch nur dann, wenn eine registrierte Hebamme diese anbietet. Dementsprechend tauchen die Kurse, die Keleya in ihrer App „Keleya“ anbietet, in den Ergebnissen der Kurssuche nicht auf.

Das Kursangebot, dass Keleya in ihrer App anbietet, sehen wir wiederum als Ergänzung zu den bestehenden Angeboten. Sie sind sehr geeignet für Frauen, die bisher aufgrund ihres Alltags keinen „regelmäßigen“ Kurs wahrgenommen haben. Aus unserer Sicht sind die Keleya-Kurse daher eher als ECHTE Konkurrenz für die Gratis-Inhalte auf Youtube & Co. anzusehen, deren Qualität unüberprüfbar ist. Wir wissen außerdem, dass einige Schwangere und junge Mütter Probleme haben, Kurse zu finden. Die Kurse von Keleya bieten auch eine Ergänzung für diese Notsituation an. Zusätzlich hat der DHV die Inhalte von Keleya qualitativ geprüft und sieht im Anbieter Keleya eine sinnvolle Ergänzung. 

 

Greift der DHV über ammely Daten ab, bzw. gibt sie an Dritte wie z.B. Google oder Amazon, weiter?

Über ammely werden selbstverständlich keinerlei Daten abgegriffen. Der DHV und Keleya garantieren ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit für den Datenschutz und folgen mit der ammely Plattform allen DSGVO-Bestimmungen. 

Es ist Keleya untersagt, personenbezogene Daten, die sie auf ammely erfassen, für die Keleya App zu nutzen. So sind beispielsweise die Accounts „Keleya“ und „ammely“ bei Google (für Werbezwecke) und Amazon Webservices (für die technische Infrastruktur der beiden Produkte) streng getrennt und unterliegen komplett den deutschen Datenschutzbestimmungen. Die Website von ammely darf Daten nur aufnehmen und verarbeiten (auch Cookies oder IP-Adressen), um den Besucher*innen die Nutzung von ammely zu ermöglichen. Sie dürfen nicht für das Marketing der Keleya App genutzt werden. 

Ganz ohne eine Erhebung von Daten kann eine Plattform wie ammely nicht funktionieren. Die Datenbank liegt dabei auf einem deutschen Server zu dem bildlich gesprochen nur Keleya den Entschlüsselungs-Schlüssel hat. Als Kooperationspartner haben wir das Recht Zugang zu anonymisierten Daten bspw. zur Analyse der Versorgungssituation zur erhalten.

 

Wie ist die Zusammenarbeit zwischen DHV und Keleya gestaltet?

Der DHV und Keleya betreiben ammely gemeinsam und stellen gemeinsam die Weiterentwicklung sicher. Dabei bringt der DHV seine Hebammen- und seine berufspolitische Expertise ein, damit die Bedarfe der Frauen und Hebammen in ammely gut abgebildet werden. Keleya bringt das technische und das unternehmerische Know-How ein als auch nutzerorientierte Entwicklungsexpertise. Beide Expertisen werden von den Partner*innen als gleich bedeutend verstanden. Es fließt also kein Geld seitens des DHV an Keleya oder Subunternehmer zur Programmierung, Gestaltung oder Bewerbung von ammely, weder aus Mitgliedsbeiträgen noch aus sonstigen Einnahmen. Auch Keleya gibt kein Geld an den DHV, weder an einzelne Angestellte oder Funktionär*innen der Länder oder des Bundes, um ammely zu promoten. 

30 Prozent der Werbeeinnahmen auf ammely.de gelten als Beitrag des DHV, damit Erweiterung von Funktionalitäten der Vermittlungsplattform kostenfrei bleiben.

 

Zuletzt geändert am 20.10.2021