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Die endgültige Bestätigung, dass die Übergangsvereinbarung verlängert ist, liegt dem DHV nun vor.

Die Übergangsvereinbarung für digitale Leistungen steht vor der Verlängerung. DHV bietet ab sofort eigenes KBV-gelistetes Videoberatungstool an.

 

Bis zuletzt hat der DHV darum gerungen, die Zuschläge zu den Materialpauschalen für die persönliche Schutzausrüstung über den 31. März hinaus zu...

ammely

Was ist ammely, und warum gibt es ammely?

ammely ist die deutschlandweite Hebammen-Vermittlungsplattform des DHV, die in Kooperation mit der Keleya Digital-Health Solutions GmbH verwirklicht wird. Als Vermittlungsplattform ist sie für Schwangere, junge Familien und Hebammen kostenlos. Die Plattform ist im Internet unter www.ammely.de zu erreichen. 

ammely wird für die Zukunft der Hebammengemeinschaft eine wichtige Rolle spielen: im Rahmen der Digitalisierung im Gesundheitswesen, aber auch, um wertvolle Informationen zur Hebammenversorgung für die berufspolitische Arbeit zu gewinnen.

Die Idee zu ammely entstand 2019 aus der Erkenntnis, dass die Entwicklung digitaler Gesundheitsleistungen auch immer mehr die Hebammen betreffen wird. Der Deutsche Hebammenverband hat sich dafür entschieden, den Digitalisierungsprozess für die Hebammengemeinschaft aktiv mitzugestalten und Fehlentwicklungen in der digitalen, geburtshilflichen Beratung vorzubeugen.

 

Welche Rolle spielt der DHV bei ammely? Was war die Motivation dafür?

ammely ist die deutschlandweite Hebammen-Vermittlungsplattform des DHV, die in Kooperation mit der Keleya Digital-Health Solutions GmbH verwirklicht wird. ammely bringt Hebammen und Frauen zusammen und dient dazu, die Betreuung von Frauen insgesamt zu verbessern. Die Hebammensuche für Frauen wird bundesweit vereinheitlicht und vereinfacht. Ziel ist, dass es Frauen so leicht wie möglich gemacht wird, eine Hebamme zur Betreuung oder für eine konkrete Problemstellung, auch sehr kurzfristig, zu finden. Je einfacher dieser Weg ist, desto mehr Frauen werden langfristig betreut werden können. 

Darüber hinaus birgt ammely ein hohes berufspolitisches Potential. Wir können mehr Informationen über die Betreuungsrealität zwischen Hebammen und Schwangeren/jungen Familien in Deutschland gewinnen. Um die Interessen der Hebammen politisch bestmöglich vertreten zu können, fehlt dem DHV bisher häufig die Information, wie viele Frauen beispielsweise keine Hebamme finden konnten, obwohl sie eine suchten. Diese und weitere Informationen kann ammely langfristig liefern. Je mehr Hebammen mitmachen, desto besser die Datenlage! Bisher wissen beispielsweise die Krankenkassen und Abrechnungsdienstleister mehr über die Arbeitsrealität von Hebammen als der DHV als größte Interessensvertretung der Hebammen. 

Die digitalen Engagements des DHV sollen dazu dienen, der Hebammenschaft Zugang zu diesen Informationen „über sie“ zu verschaffen. Die Entwicklung, dass im Rahmen der Digitalisierung Daten generiert werden und sich unser Berufsstand digitalisiert, können und wollen wir nicht aufhalten. Aber umso wichtiger ist es, dass diese Informationen, die sich in ammely durch die Abbildung der Versorgungssituation darstellen, in den Händen des DHV sind und eben nicht in den Händen anderer. Und genau das ist bei ammely sichergestellt – und zwar nur bei ammely.

 

Wer ist Keleya Digital-Health Solutions GmbH?

Das Berliner Start-Up Keleya Digital-Health Solutions GmbH bietet seit September 2017 die Keleya App für die Schwangerschaft an. 

Die Gründerinnen, Victoria Engelhardt und Sarah Müggenburg, sowie das gesamte Keleya-Team haben es sich zum Ziel gesetzt, mit ihren Angeboten dazu beizutragen, die Schwangerschaft und Geburt zu einem positiven Erlebnis zu machen und die Frauen mithilfe von personalisierten Workouts, Expertentipps und Rezepten zu begleiten. Keleya Digital-Health Solutions GmbH engagiert sich für eine umfassende und fachlich fundierte, digitale Unterstützung in der Schwangerschaft, ergänzend zu Angeboten vor Ort und sieht sich als Partner der Hebammen. 

Die Keleya Digital-Health Solutions GmbH ist gerade dabei ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufzubauen und hat dafür in verschiedenen Beteiligungsrunden Risikokapital erhalten. Die Investoren und Keleya haben sich selbst zum Ziel gesetzt in ihrer Ausrichtung unabhängig zu bleiben und vor allem die Interessen der Nutzer*innen zu vertreten.

 

Warum ist Keleya die bestmögliche Partnerin für den DHV?

Von Beginn an ist Keleya die Zusammenarbeit mit Hebammen ein wichtiges Thema. Um den Nutzer*innen die bestmöglichen Angebote zu machen, werden alle Inhalte mit Hebammen entwickelt und geprüft. Diese Ausrichtung und Qualität der Inhalte hat den DHV u.a. davon überzeugt, mit Keleya zusammenzuarbeiten. Zusätzlich verfügt das Keleya Team über langjährige Erfahrung in der Umsetzung von IT-Projekten und legt großen Wert auf nutzerzentrierte Designs. 

Keleya hat sowohl die Bedürfnisse von schwangeren Frauen und jungen Müttern als auch von Hebammen im Fokus und möchte sie bestmöglich zusammenbringen. Dies entspricht dem Anliegen des DHV in erster Linie für die Hebammen tätig zu sein, dabei nie aber die Frau aus dem Blick zu verlieren. 

Keleya und der DHV arbeiten gleichberechtigt an der Weiterentwicklung von ammely. Der DHV prägt ganz wesentlich aufgrund seiner Expertise die Funktionalität von ammely und bringt sein Wissen über die berufspolitischen Interessen ein. 

 

Kostet die Lösung für Betreuungssuchende oder Hebammen etwas?

Die Funktion der Suche von Hebammenleistungen wird für die Hebammen immer kostenlos sein. 

 

Wird die Plattform durch Werbeeinnahmen finanziert?

Ja. Die Entwicklung einer Plattform wie ammely erfordert hohe Investitions- und Entwicklungskosten. Da ein finanzielles Engagement des DHV nicht vorgesehen ist, werden Einnahmen über Werbung erzielt. Dabei ist mit Keleya vertraglich vereinbart, dass die strengen Kooperationsrichtlinien des DHV, insbesondere der WHO-Kodex für die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten, als Voraussetzung für die Auswahl von Werbepartnern gelten. 

 

Wie funktioniert die Plattform ammely.de für die Keleya Digital-Health Solutions GmbH als Geschäftsmodell? Wie verdient Keleya dann sein Geld damit?

Die Grundfunktion der Hebammenvermittlung wird dauerhaft für Frauen und Hebammen kostenlos nutzbar sein.

Keleya (technisch) und der DHV (inhaltlich) entwickeln darüber hinaus zusätzliche Funktionen, um die Arbeit der Hebammen digital zu unterstützen. Ziel ist es über die reine Vermittlung hinaus die Betreuung weiter zu optimieren. Dazu gehört dann auch die Administration von Krankheits- und Urlaubsvertretungen oder Wartelisten- oder Nachrückfunktionen. Wir können uns vorstellen, dass ammely auch weitere Tools für eine administrative Unterstützung für freiberuflich tätige Hebammen anbietet. 

Diese Zusatzfunktionen können in Zukunft dann einzeln von den Hebammen gebucht werden – müssen aber nicht genutzt werden.

 

Die Keleya Digital-Health Solutions GmbH bietet innerhalb der Keleya App digitale Kurse an – Warum arbeitet der DHV mit einem Konkurrenten zusammen?

Ein Geburtsvorbereitungsvideo, wie es auch von Keleya angeboten wird, kann die Kurse mit einer „richtigen“ Hebamme nie ersetzen. Der DHV und Keleya sehen darin also keine Maßnahme, die auf Teilnehmer*innen aus einem Hebammenkurs abzielt. 

ammely funktioniert aktuell als Website und ist via ammely.de erreichbar. Nutzerinnen können via ammely nicht nur Betreuung, sondern auch Kurse suchen, jedoch nur dann, wenn eine registrierte Hebamme diese anbietet. Dementsprechend tauchen die Kurse, die Keleya in ihrer App „Keleya“ anbietet, in den Ergebnissen der Kurssuche nicht auf.

Das Kursangebot, dass Keleya in ihrer App anbietet, sehen wir wiederum als Ergänzung zu den bestehenden Angeboten. Sie sind sehr geeignet für Frauen, die bisher aufgrund ihres Alltags keinen „regelmäßigen“ Kurs wahrgenommen haben. Aus unserer Sicht sind die Keleya-Kurse daher eher als ECHTE Konkurrenz für die Gratis-Inhalte auf Youtube & Co. anzusehen, deren Qualität unüberprüfbar ist. Wir wissen außerdem, dass einige Schwangere und junge Mütter Probleme haben, Kurse zu finden. Die Kurse von Keleya bieten auch eine Ergänzung für diese Notsituation an. Zusätzlich hat der DHV die Inhalte von Keleya qualitativ geprüft und sieht im Anbieter Keleya eine sinnvolle Ergänzung. 

 

Greift der DHV über ammely Daten ab, bzw. gibt sie an Dritte wie z.B. Google oder Amazon, weiter?

Über ammely werden selbstverständlich keinerlei Daten abgegriffen. Der DHV und Keleya garantieren ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit für den Datenschutz und folgen mit der ammely Plattform allen DSGVO-Bestimmungen. 

Es ist Keleya untersagt, personenbezogene Daten, die sie auf ammely erfassen, für die Keleya App zu nutzen. So sind beispielsweise die Accounts „Keleya“ und „ammely“ bei Google (für Werbezwecke) und Amazon Webservices (für die technische Infrastruktur der beiden Produkte) streng getrennt und unterliegen komplett den deutschen Datenschutzbestimmungen. Die Website von ammely darf Daten nur aufnehmen und verarbeiten (auch Cookies oder IP-Adressen), um den Besucher*innen die Nutzung von ammely zu ermöglichen. Sie dürfen nicht für das Marketing der Keleya App genutzt werden. 

Ganz ohne eine Erhebung von Daten kann eine Plattform wie ammely nicht funktionieren. Die Datenbank liegt dabei auf einem deutschen Server zu dem bildlich gesprochen nur Keleya den Entschlüsselungs-Schlüssel hat. Als Kooperationspartner haben wir das Recht Zugang zu anonymisierten Daten bspw. zur Analyse der Versorgungssituation zur erhalten.

 

Wie ist die Zusammenarbeit zwischen DHV und Keleya gestaltet?

Der DHV und Keleya betreiben ammely gemeinsam und stellen gemeinsam die Weiterentwicklung sicher. Dabei bringt der DHV seine Hebammen- und seine berufspolitische Expertise ein, damit die Bedarfe der Frauen und Hebammen in ammely gut abgebildet werden. Keleya bringt das technische und das unternehmerische Know-How ein als auch nutzerorientierte Entwicklungsexpertise. Beide Expertisen werden von den Partner*innen als gleich bedeutend verstanden. Es fließt also kein Geld seitens des DHV an Keleya oder Subunternehmer zur Programmierung, Gestaltung oder Bewerbung von ammely, weder aus Mitgliedsbeiträgen noch aus sonstigen Einnahmen. Auch Keleya gibt kein Geld an den DHV, weder an einzelne Angestellte oder Funktionär*innen der Länder oder des Bundes, um ammely zu promoten. 

30 Prozent der Werbeeinnahmen auf ammely.de gelten als Beitrag des DHV, damit Erweiterung von Funktionalitäten der Vermittlungsplattform kostenfrei bleiben.

 

ammely-Videoberatung

Welche Möglichkeiten bietet das Videoberatungstool von ammely?

Mit ammely.de können Online-Live-Kurse mit mehr als zehn Teilnehmer*innen zu einem bezahlbaren Preis durchgeführt werden. Außerdem können Eins-zu-eins-Videoberatungsgespräche geführt werden oder öffentliche Video-Sprechstunden angeboten werden, die über ammely.de buchbar sind. Für DHV-Mitglieder gibt es einen kostenlosen Probemonat zum Test der Videofunktion. Zur Anmeldung. Das Tool lässt sich intuitiv bedienen, erfordert keine zusätzliche Software, ist schnell und sicher.

In der Testphase hat sich gezeigt, dass viele Nutzer*innen der bisher vermittelten Videosprechstunden einen Migrationshintergrund bzw. wenigen Deutschkenntnissen hatten. So bietet ammely niedrigschwellig die Möglichkeit, Schwangere zu erreichen, die sonst nur sehr schwer greifbar sind, und diese besser zu unterstützen.

Als DHV-eigene Lösung zur Videoberatung ist ammely KBV-zertifiziert. Das hießt, dass ammely von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung als Videodienst für medizinische Beratung geprüft ist. Damit steht Hebammen ein sicheres und bedarfsgerechtes Tool zur Verfügung.

Wie viel kostet das Videoberatungstool von ammely?

DHV-Mitglieder erhälten eine kostenlose, unverbindliche 30-tägige Testphase und reduzierte Tarife. Die Pakete beginnen bei 9,99 EUR pro Monat für Mitglieder des DHV. Zu den aktuellen Kosteninformationen gelangen Sie hier.

Wie unterstützt mich ammely bei der Abrechnung?

Die Versicherten geben freiwillig im geschützten Raum ihre Versichertendaten an. Damit sind bei Nutzung des Tools die Daten der Versicherten, die die Hebamme benötigt, um abrechnen zu können, bereits eingefügt.

 

Wie geht es nach dem Probemonat weiter?

Wir melden uns zum Ende Ihres Probemonats per E-Mail bei Ihnen, um abzufragen, ob und welchen Tarif Sie buchen möchten. Sie haben dann die Möglichkeit einen der zur Verfügung stehenden Tarife zu buchen, in den Ruhemodus zu wechseln oder den Nutzungsvertrag der Videoberatung komplett zu kündigen.

Wie und zu wann ist die Kündigung der ammely Videoberatung möglich?

Sie haben die Möglichkeit, monatlich den Tarif zu wechseln, auch in den kostenlosen Ruhemodus. Der Nutzungsvertrag kann mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Kalendervierteljahres (Quartals) ordentlich gekündigt werden.

Wie nimmt man einen Tarifwechsel vor?

Wenn Sie Ihren gebuchten Tarif ändern möchten, melden Sie sich bitte per E-Mail unter video(at)ammely.de und geben Ihren Wunschtarif an. Wir nehmen die Änderung zeitnah für Sie vor.

Was ist die öffentliche Sprechstunde?

Wenn wir von der "öffentlichen Sprechstunde" sprechen, meinen wir einmalige Beratungstermine, die via ammely.de/videoberatung gebucht wurde. Die Hebamme hatte vorher noch nie Kontakt zu dieser Frau, der Erstkontakt wurde über ammely durch eben diese Buchung hergestellt. Das Einstellen von öffentlichen Sprechstunden ist optional.

Wie wird die Kommission durch ammely abgerechnet?

Tarif- und eventuell angefallene Kommissionskosten werden einmal monatlich durch ammely abgerechnet.

Für welche Gespräche werden 15% Kommission fällig?

Die Kommission wird nur für Gespräche fällig, die von ammely vermittelt und durchgeführt wurden. Hierfür stellt die Hebamme eine Sprechstunde mit der Terminart "Videotermin für Buchungen über ammely (Neuklient*in)" in ihren Kalender ein, die über ammely.de gebucht werden kann. Nur für diese von ammely vermittelten Gespräche fällt eine Kommission von 15% an. 

Jedes Gespräch, das von der Hebamme direkt mit ihren Klient*innen vereinbart wird, ist kommissionsfrei

Ich habe weitere Fragen

Bei Fragen können Sie sich gern jederzeit an video(at)ammely.de wenden.

Zuletzt geändert am 25.07.2022