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Aktuelles

Babyklappen sind kein Modell der Zukunft. Das erklärt die Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und...

Unbezahlbare Haftpflichtprämien bedrohen die Existenz des Hebammenberufes und die flächendeckende Versorgung der Gebärenden.

Die neuen Haftpflichtprämien stehen fest - alle wichtigen Informationen finden Sie im Mitgliederbereich unter Berufshaftpflicht.
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Mit der Kampagnen-Installation „Frauen(Auf)Marsch“ ist medica mondiale am Dienstag, den 11. Mai 2010 beim Hebammen-Kongress in Düsseldorf präsent.

Die bereits angekündigten Gebührenverhandlungen in den ersten Monaten des neuen Jahres haben nicht zur gewünschten Einigung zwischen Hebammenverbänden...

Greenpeace hat seinen beliebten Einkaufsratgeber „Essen ohne Gentechnik“ um eine besondere Ausgabe zu Milchprodukten für Kinder und Säuglinge ergänzt.

Vom 1.-2. März 2010 findet in München im Schloss Fürstenried der zweite Bundesfachtag der Familienhebammen statt.

Am 1.2.2010 trat das Gendiagnostikgesetz in Kraft. Damit steht die Blutentnahme bzw. die Beratung vor der Blutabnahme zum Neugeborenenscreening unter...

Informationen über sinnvolle Hilfsmaßnahmen für Erdbebenopfer

60 000 Unterschriften an den neuen Gesundheitsminister überreicht

Hebammen in der Flüchtlingsarbeit

Die Ankunft zahlreicher Flüchtlinge in Deutschland betrifft auch die Hebammen. Denn unter den Flüchtlingen sind viele schwangere Frauen und junge Mütter mit ihren Kindern. Sie sind oftmals traumatisiert und in einem schlechten Gesundheitszustand. Ihnen möglichst unbürokratisch und gut zur Seite zu stehen, haben sich viele Hebammen zu Aufgabe gemacht.

Für alle, die mit geflüchteten Frauen in ihrer täglichen Arbeit zu tun haben, haben wir ein paar wichtige Informationen zusammengestellt.

Juristische Grundsätze/ Abrechnungsfragen

Grundsätzlich gilt, dass die geflüchteten schwangeren Frauen dieselben Rechte auf Hebammenhilfe haben wie alle anderen Frauen in Deutschland. In der Praxis ist eine normale Abrechnung dennoch oftmals schwierig. Zum einen sind Frauen manchmal noch nicht registriert und deshalb den Behörden unbekannt, zum anderen kann es mühsam sein, für jede Frau eine extra Kostenübernahmevereinbarung mit der zuständigen Behörde zu schließen. Die Rechtsstelle des DHV empfiehlt deshalb, wo möglich, eine generelle Kostenübernahme zu vereinbaren.

Wichtig für alle Hebammen, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, ist auch: Sie benötigen einen ausreichenden Haftpflichtversicherungsschutz, auch für ehrenamtliche Tätigkeiten! 

Zur Orientierung: Hier finden Sie eine Übersichtstabelle über die verschieden Flüchtlingsgruppen (im juristischen Sinne) und Möglichkeiten der Abrechnung.

Traumasensible Begleitung

Die Arbeit mit geflüchteten Frauen verlangt besonderes Einfühlungsvermögen und wenn möglich auch Kenntnisse über die Kulturen, aus denen die Frauen kommen. Verständigungsprobleme können die Arbeit zusätzlich erschweren, zumal meist kein ein Dolmetscher zur Verfügung steht.

Der DHV hat einen Leitfaden für die Betreuung von Frauen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen erstellt, der heruntergeladen oder kostenlos im DHV-Shop bestellt werden kann.

Materialien

Die Weleda AG stellt Hebammen vorgepackte Produktpakete für Babys und Kinder (Babycreme, Pflegeöl, Dusche) zur Verfügung. Melden Sie sich gern mit Ihrem Bedarf bei Kezban Celik: kcelik(at)weleda.de oder telefonisch unter 07171 - 919 527

Durch die Kooperation des DHV mit dem Drogerie-Konzern dm können DHV-Mitglieder in dm-Märkten kostenlose Materialien für die Flüchtlingsarbeit erhalten. Sie finden die Materialien im Mitgliederbereich unter Vergütung/Arbeitshilfen: www.hebammenverband.de/mitgliederbereich/ausserklinische-arbeit/arbeitshilfen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat jetzt eine englische Übersetzung des deutschen Mutterpasses herausgegeben, damit auch Schwangere, die kein Deutsch verstehen, die  Angaben im Mutterpass verstehen. Offiziell gültig bleibt aber das deutsche Dokument.

Um die Sprachbarrieren zu überwinden, eignen sich sich Piktogramme und Karten mit wichtigen Sätzen in verschiedenen Sprachen. Das Nationale Zentrum für frühe Hilfen hat hier Materialien rund um die Schwangerschaft zusammengestellt, die heruntergeladen und kostenlos bestellt werden können. Außerdem finden sie auf der Webseite des Nationalen Zentrums für frühe Hilfen als Dokumentationsvorlage eine Schweigepflichtentbindung in elf Sprachen (Deutsch, Arabisch, Bulgarisch, Englisch, Farsi, Französisch, Italienisch, Polnisch, Russisch, Spanisch und Türkisch).

Ein kostenpflichtiges Angebot bietet der Thieme-Verlag: Ohne Deutsch im Kreißsaal 

Aus Erfahrungen in Erstaufnahmeeinrichtungen ist ein Medizinischer Sprachführer in Deutsch, Arabisch und Hindi entstanden, der als Taschenbuch erhältlich ist.

Wenn Sie selbst auch Materialien erstellt haben, die Sie zur Verfügung stellen möchten, freuen wir uns über eine Zusendung. Schreiben Sie einfach eine E-Mail an: presse(at)hebammenverband.de

Nützliche Links

Mein Baby: Filme für Eltern in Arabisch von der Deutschen Liga für das Kind

Geburtsurkunde für in Deutschland geborene Kinder von Geflüchteten: Nützliche Informationen vom Deutschen Institut für Menschenrechte – So registrieren Sie Ihr neugeborenes Kind

Link- und Materialsammlung zum Thema Stillen und Flüchtlinge

Hebammenhilfe für Flüchtlinge
Der Landesverband der Hebammen Nordrhein-Westfalen hat die Website konzipiert und ins Leben gerufen. Es gibt neben spezifischen Auskünften für NRW und Baden-Württemberg auch bundesweit wichtige Daten und Informationen, z.B. in den Bereichen Praxis, Fakten und  Recht. Die Site wird monatlich auf Grundlage der Zahlen des BAMF (Bundesamt fürs Migration und Flüchtlinge) aktualisiert.

Wie kann ich helfen? Informationsportal über Hilfsprojekte für Flüchtlinge in Deutschland
Auf dem Informationsportal gibt es unter anderem einen Flyer (bislang in acht Sprachen), der geflüchtete Frauen über ihre Rechte in Deutschland aufklärt.

ProFamilia: Beratung von Flüchtlingen - Arbeitsmaterialien

Newsletter des Robert Koch Institut (RKI): Asylsuchende und Gesundheit

Broschüre "Guter Start ins Leben" in neun verschiedenen Sprachen
Die Broschüre wurde vom Berliner Senat in Zusammenarbeit mit dem Berliner Hebammenverband entwickelt. Sie steht zum Download bereit und ist zu bestellen.

Zuletzt geändert am 05.02.2019